Rolf, mich fasziniert es auch besonders, wenn ein trockener Riesling bei guter Substanz mit so wenig Alkohol auskommt! Und ich kenne derartige Weine eigentlich nur aus dem M-S-R-Gebiet - woanders bekommt man das in dieser Form nicht hin, wobei es auch an der Mosel nicht viele Winzer gibt, die erstklassige trockene Kabinette erzeugen. Man muss das wollen und können - und zudem über entsprechende Lagen verfügen. Der Hühnerberg ist meines Wissens eine Lage, die bei hoher physiologischer Reife der Trauben vergleichsweise geringe Mostgewichte hervorbringt....Der Wein-Schwede hat geschrieben:Was ich sehr schön finde ist dass der Wein nur 10,5% Alkohol hat, aber alle nötige Bestandteile sind vorhanden. Muss ein Wein wirklich 13-14% haben?
Typische Rheingauer Rieslinge zeigen für mich einen ganz anderen Charakter als alle Hühnerberger, die ich kenne (den besagten 2017er kenne ich ja leider nicht). Auf mich wirken die Rheingauer schwerer, körperreicher und (viel) erdiger.Der Wein-Schwede hat geschrieben:Aber ich würde blind nie auf einen Mosel-Riesling tippen, eher Rheingau/Rheinhessen.
Herzliche Grüße
Bernd


