Ich meine damit, ob er sich in Sachen Eleganz und Finesse weiterentwickeln will oder ob er seine kantigen Charakterweine so beibehalten will.
Martin probiert immer wieder neue Wege aus, aber ich denke, im Großen und Ganzen wird er seinem Stil treu bleiben. Seine Weine sind sicherlich nicht die feinsten, die man an der Mosel finden kann - sie haben immer eine etwas ungeschliffene Seite, wirken halt absolut "wie im Weinberg gewachsen". Aber mit dieser Stilistik hat sich ja inzwischen viel Erfolg bei den Weinkritikern (Pigott, Fassbender, auch der GM zieht allmählich nach) eingestellt; eigentlich gibt es keinen Grund, die bisherige Linie aufzugeben.
Die etwas "kantigere" Art ist eventuell auch dem Charakter der Kröver und Trarbacher Lagen geschuldet. Der Hühnerberg ist trotz verschiedener Parallelen eben doch keine Wehlener Sonnenuhr, das Kröver Paradies kein Graacher Domprobst. Und Martin gehört sicherlich nicht zu den Winzern, die versuchen, aus ihren Lagen etwas herauszuholen, was nicht in ihnen steckt.
Beste Grüße
Bernd