+1
Habe die Begriffe "fair" und "günstig" zitiert weil hier in Zusammenhang mit der Preisdebatte gefallen......m.E. völlig deplaziert.......und zudem auch grundfalsch.
Wenn die Preisfindung einiger Chateau nichts mehr oder wenig mit der Qualität des verkauften Produktes zu tun hat sondern lediglich Ausdruck eines marktmanipulatorischen Kalkül ist, hat sich das Thema Subskription dieser Anbieter für mich erledigt.
Bordeaux 2016
Re: Bordeaux 2016
Moin,innauen hat geschrieben:Hallo,ledexter hat geschrieben:10 World's Most Wanted BordeauxOlaf Nikolai hat geschrieben: btw: Preise für einen virtuellen Wein im Niveau von deutlich über 100€/ 0,75l halte ich nicht für "günstig" und schon gar nicht für "fair".....und ich denke, das sehen auch mehr als 99% aller Weintrinker weltweit so....
Neben Mouton, Lafite, Petrus, Margaux, Latour, Haut-Brion D'Yquem, Lynch-Bages, Cheval Blanc...
10. Château Montrose, Saint-Estèphe
One of the most consistently top-performing Second Growths, this Cabernet Sauvignon-Merlot blend is powerful when young, but ages with amazing grace over decades. And it's a relative bargain – at $155, it's one of the cheapest wines on the list.
http://m.wine-searcher.com/m/2017/05/wo ... d-bordeaux
ein Montrose ist ein Luxusprodukt, das man trinken kann. Auch eine Rolex zeigt nur die Zeit an und findet dennoch ihre Käufer. Dass eine Flasche Wein in der Erzeugung nirgends mehr als zehn Euro kostet, wissen wir. Wenn nur 1% der Weintrinker bereit wären, einen Montrose zu kaufen, wäre die Nachfrage so groß, dass der Wein wesentlich teurer wäre. Bordeaux und dort die Superseconds und Premiers und ihre teuren Kollegen im Burgund, Piemont, Champagne etc. bilden das absolute Premiumsegment im Weinmarkt. Etwas mehr Demut in der Diskussion ist nötig. Die meisten Menschen werden sich einen Montrose nie leisten können und schon die Debatte darüber als abgehoben empfinden. Der Durchschnittspreis für eine Weinflasche liegt immer noch bei unter 3 Euro und dafür gibt es schon ordentliche Qualitäten. Schon für 5 Euro bekommt man Winzererzeugnisse, die wirklich gut sein können. Wein oder doch lieber das günstigere Bier ist die Alltagsfrage von 99 Prozent der potentiellen Weinkunden und nicht die Debatte von Weinsnobs wie uns, die sich fragen, ob sie die Mittel haben, einen im Marktsegment eher niedrig angesetzten Preis zu zahlen.
Den Montrose werde ich trotzdem nicht kaufen. Klar. Für ein paar Flaschen würde es bei mir reichen. Aber man bekommt 2016 auch für 15-35 Euro sehr gute Weine subskribieren kann. Gerne würde ich mir auch Montrose leisten können. Gerne hätte ich auch ein neues Auto, würde gerne im Sternerestaurant essen gehen usw. Ist es fair, dass ich nicht die Mittel habe, alle meine Wünsche zu befriedigen? Ist es fair, dass Menschen reich erben und über diese Frage nicht nachdenken müssen, sondern es einfach tun? Die Fairnesdebatte kann und sollte man politisch führen. Für die Preisbildung im obersten Bordeaxmarkt ist sie irrelevant.
Grüße,
wolf
dem kann ich nur vollumfänglich zustimmen. Danke Wolf für die treffenden Worte!
Viele Grüße,
Björn
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"Not that we needed all that for the trip, but once you get locked into a serious drug-collection, the tendency is to push it as far as you can." (Hunter S. Thompson, Fear and Loathing in Las Vegas)
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Re: Bordeaux 2016
Das Problem ist, dass sich dahinter eine Grundsatzdiskussion über das Gesetz des Marktes im Kapitalismus verbirgt. Ein Liter Coca Cola wird für 13 Cent hergestellt, aber für über 1 Eur verkauft, oder eine Levis Jeans kostet in der Produktion unter 10 Eur und geht für über 100 Eur in den Handel, entspricht das denn einem guten Preis-/Leistungsverhältnis?Olaf Nikolai hat geschrieben:
Wenn die Preisfindung einiger Chateau nichts mehr oder wenig mit der Qualität des verkauften Produktes zu tun hat sondern lediglich Ausdruck eines marktmanipulatorischen Kalkül ist, hat sich das Thema Subskription dieser Anbieter für mich erledigt.
Der durchschnittliche Deutsche gibt übrigens in seinem Leben ca 332.000 Eur für sein Auto aus. Ich glaube daher nicht, dass es eine Frage des leisten könnens ist, sondern eher des Leisten wollens.
Re: Bordeaux 2016
Montrose ist ein Wein, der seine optimale Reife erreichen wird, lange, lange Zeit nachdem die Batailleys und Labegorces und Meyneys dieser Welt verglueht sein werden; lange nachdem diejenigen, die ihn gemacht haben, und diejenigen, die ihn verkauft haben (und vielleicht sogar diejenigen, die ihn eingekellert haben), tot sein werden. Und wenn all die Vorgenannten lange, lange vergessen sein werden, wird Montrose seinen langsamen, sehr langamen Abstieg ins Reich der Legenden beginnen. Das ist die Qualitaet, fuer die man 140 Euro hinlegen muss.
Wir Punktekaeufer und Skodafahrer duerfen uns gerne weiter an den achso preiswerten und richtig bepreisten Tour St-Christophes und Clos Louies erfreuen. Aber wir moegen die Welt doch bitte mit unseren TopCheckerBunny-Platituden ueber Maerkte und Preise und "Leute mit zuviel Geld" verschonen.
Wir Punktekaeufer und Skodafahrer duerfen uns gerne weiter an den achso preiswerten und richtig bepreisten Tour St-Christophes und Clos Louies erfreuen. Aber wir moegen die Welt doch bitte mit unseren TopCheckerBunny-Platituden ueber Maerkte und Preise und "Leute mit zuviel Geld" verschonen.
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
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Re: Bordeaux 2016
Liebes Forum
hier die Notizien zu einigen 2016ern, die ich an der alljährlichen Primeur-Probe von Gazzar verkosten konnte.
http://www.vvwine.ch/2017/05/primeurs-2 ... ogene.html
Gruss,
Adrian
hier die Notizien zu einigen 2016ern, die ich an der alljährlichen Primeur-Probe von Gazzar verkosten konnte.
http://www.vvwine.ch/2017/05/primeurs-2 ... ogene.html
Gruss,
Adrian
Re: Bordeaux 2016
Hallo Adrian,
as usual sehr gute Notizen. Machen einem den Mund wässrig (was bestelle ich nur?
) . Bei manchen Weinen hätte ich nicht so eine Disziplin. Ich würde ein paar Gläser mehr davon trinken (!) und mich nur auf diese Weine konzentrieren 
as usual sehr gute Notizen. Machen einem den Mund wässrig (was bestelle ich nur?
Grüße
AmonA (aka Volker)
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amateur des vins
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Re: Bordeaux 2016
Danke, Adrian - wie stets eine Freude zu lesen!
Léo Poyferré scheint dieses Jahr zu polarisieren. Fand ihn zuznächst interessant(er), weil er als schlanker als der Léo Barton beschrieben wird. Aber die prägnante Ausbaunote, die bei anderen 2016ern fast nirgendwo erwähnt wird, würde mich stören.
Léo Poyferré scheint dieses Jahr zu polarisieren. Fand ihn zuznächst interessant(er), weil er als schlanker als der Léo Barton beschrieben wird. Aber die prägnante Ausbaunote, die bei anderen 2016ern fast nirgendwo erwähnt wird, würde mich stören.
Besten Gruß, Karsten
Re: Bordeaux 2016
Lagune €35.40 ex-nego
Clos Marquis €39.60 ex-nego
Clos Marquis €39.60 ex-nego
- vanvelsen
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Re: Bordeaux 2016
...ja, das Spucken war nicht immer einfach. Aber 2016 kann man nicht viel falsch machen, ausser man will Weine die jung Trinkspass bieten. Da greift man besser auf 2012/2014 zurück.AmonA hat geschrieben:Hallo Adrian,
as usual sehr gute Notizen. Machen einem den Mund wässrig (was bestelle ich nur?) . Bei manchen Weinen hätte ich nicht so eine Disziplin. Ich würde ein paar Gläser mehr davon trinken (!) und mich nur auf diese Weine konzentrieren
- vanvelsen
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Re: Bordeaux 2016
Ganz ehrlich: ich glaube zwar, dass der Léo P sich wunderbar entwickeln wird (das haben die Vertikal-Proben bewiesen), doch würde ich 2016 - wenn Selektion angesagt ist - auf andere Güter setzen. La Conseillante, Les Carmes Haut-Brion, Haut-Bailly, Pape-Clément, SHL, Pichon Baron. Calon Ségur, Sociando Mallet (!!), Brane-Cantenac, Rauzan-Segla, Gran Puy Lacoste, Barton, Canon, Clos Fourtet, alle hervorragend gelungen. Dazu natürlich auch die "kleineren Weine" wie De Pressac, Moulin Haut Laroque, Belfont-Belcier und wie sie alle heissen... Die Qual der Wahl.amateur des vins hat geschrieben:Danke, Adrian - wie stets eine Freude zu lesen!![]()
Léo Poyferré scheint dieses Jahr zu polarisieren. Fand ihn zuznächst interessant(er), weil er als schlanker als der Léo Barton beschrieben wird. Aber die prägnante Ausbaunote, die bei anderen 2016ern fast nirgendwo erwähnt wird, würde mich stören.
Cheers,
Adrian