Subskription in Zeiten der Niedrigzinspolitik
Nö. Da wird nichts abgeschöpft. So lange die Subskription für einen Wein unter dem am Markt verlangten Preis für einen Referenzjahrgang liegt wird, wird nichts abgeschöpft. Denn die Preise werden steigen - mindestens auf das Niveau vergleichbarer alter Jahrgänge.Trinkfreude hat geschrieben:
- - je mehr die Chateaux in den Subskriptionspreisen bereits denkbare zukünftige Wertsteigerungen antizipieren und abschöpfen,
Nö. Das Zurückhalten von großen Mengen an Wein wird auf Latour und Yquem praktiziert. Daneben haben noch einige Weingüter, die es sich leisten können, mit der Vorratswirtschaft begonnen. Bei den Weinen, die bislang auf den Markt gekommen sind (mit Ausnahme von Lafleur, Clerc- Milon und ein paar anderen) übernimmt die Lagerhaltung jedoch der Negociant. Bei Batailley zB kann man davon ausgehen, dass die innerhalb von wenigen Tagen, wenn nicht Stunden die komplette Ernte verkaufen (so war es 2009).Trinkfreude hat geschrieben:- je größer die in den Chateaux zurückgehaltenen Mengen sind, die irgendwann später auf den Markt kommen,
Klar. 250.000 Flaschen für ein Chateau ist schon viel. Aber die Chateaus verkaufen mittlerweile weltweit. Wenn Deutschland, Russland, China in diesem Jahr kein Markt ist, dann sind es eben die USA. Erst eine Weltwirtschaftskrise würde an dieser Absatzlage etwas verändern.
Nö. Außer dem Winesearcher kenne ich kein Transparenzinstrument in der Weinwelt. Die Chateaus geben keine Geschäftsziffern heraus. Intransparenz ist eines der Erfolgsmechanismen in der Bordeaux.Trinkfreude hat geschrieben: - und je transparenter diese Mechanismen den Konsumenten in der Breite werden.
Und. Die Subskription läuft. Die Preise für die kommenden Weine werden sogar noch höher werden. Ich bin gespannt, wie sich in Folge der Preis zB für einen Pape Clement, Tertre Roteboeuf und Gazin noch während der Kampagne entwickeln wird.
Grüße,
Wolf