Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Hohe Brisanz, kurzes Verfallsdatum
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Rieslingfan
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von Rieslingfan »

EThC hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 16:10 CMC ist bei Bioweinen nicht zugelassen, Metaweinsäure hingegen schon.
Metaweinsäure ist bei Biodynamischem Wein ebenfalls verboten, zumindest bei respekt-BIODYN.
Gruß Markus
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EThC
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von EThC »

...das ist aber eine Verbandsregelung und hat nichts mit der EU-Bio-Verordnung zu tun...
Viele Grüße
Erich

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Rieslingfan
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von Rieslingfan »

Das ist mir bewusst. Ich wollte damit aufzeigen, dass man weder Metaweinsäure, noch CMC zusetzten muss.
Gruß Markus
Blaufränkisch
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von Blaufränkisch »

Rieslingfan hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 15:15 Mir stellt sich dabei aber die Frage weshalb es auch Winzer gibt, die weder CMC oder Metaweinsäure zusetzen (dürfen) und es dennoch zu keinem Weinsteinausfall in der Flasche kommt.
Weinsteinausfall ist eine Frage von Temperatur und Zeit. Bei später Füllung (d.h. im späten Frühjahr, Sommer oder noch später) kann auch in einem normal kalten Keller der gesamte Weinstein bereits im Fass auskristallisiert sein.

Außerdem spielt die Viskosität des Weines eine Rolle, wieviel Weinstein überhaupt instabil ist und ausfällt. An der Viskosität wiederum hat die Lagerung auf der Hefe einen großen Anteil, denn die Polysaccharide, die von der Hefe an den Wein abgegeben werden machen nicht nur ein volleres Mundgefühl, sie halten auch mehr Weinstein dauerhaft in Lösung. In solchen Weinen gibt es weniger instabilen Weinstein, der auskristallisieren muss und das geht schneller und/oder auch ohne extreme Kälte.

Hefelagerung und eher spätere Abfülltermine, zwei Klassiker in der Vinifikation hochwertiger, individuellerer Weine machen es also möglich. Und das geringe Restrisiko für Weinstein ist gerade bei solchen Weinen auch leichter in Kauf zu nehmen, weil der deren Zielgruppe eher erklärbar als den Konsumenten von einfacheren Weinstilen. Außerdem kann der Winzer oder Fachhändler die Sache wahrscheinlich leichter handhaben als z.B. der LEH-Einkäufer.
Hier gibts mehr von mir zu lesen: www.bernhard-fiedler.at
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Rieslingfan
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von Rieslingfan »

Besten Dank für die Erklärung.
Gruß Markus
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EThC
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von EThC »

Blaufränkisch hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 20:49 Hefelagerung und eher spätere Abfülltermine, zwei Klassiker in der Vinifikation hochwertiger, individuellerer Weine machen es also möglich. Und das geringe Restrisiko für Weinstein ist gerade bei solchen Weinen auch leichter in Kauf zu nehmen, weil der deren Zielgruppe eher erklärbar als den Konsumenten von einfacheren Weinstilen.
...gerade deshalb wundert mich, daß insbesondere größere Weingüter wie das Würzburger Bürgerspital anscheinend durch die Bank alle Weißweine bis hoch zu den GGen (soweit ich's mal nachgesehen habe) quasi prophylaktisch mit CMC behandeln...
Viele Grüße
Erich

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