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Re: Weingut Franz Weninger
Verfasst: Di 5. Mai 2026, 22:58
von Bernd Schulz
In meinem Glas liegt der einfache 23er Blaufränkisch von Weninger (auch er zeigt einen winzigen Hauch von Ethylacetat, welcher aber so wenig ins Gewicht fällt, dass ich diesen minimalen Touch in meiner Notiz gar nicht erwähnt habe):
Das ist mal wieder ein "kleiner" Rotwein ganz nach meinem Geschmack, auf eine subtile Art fruchtbetont, mit einer animierenden, aber überhaupt nicht aggressiv wirkenden Säure ausgestattet, dazu dann auch mit einem soliden und dennoch nicht zu grob wirkenden Tanningerüst aufwartend, schlank und kühl, aber gleichzeitig erstaunlich konzentriert in der Anmutung. Gewiss keine große Oper, aber ebenso gewiss kein banales Zeug, sondern ein Alltagswein auf erstaunlich hohem Niveau. Nachkauf = 3 von 3.
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Weingut Franz Weninger
Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 12:20
von EThC
...zum Teil österreichisch, zum Teil ungarisch, bleibt kennzeichnungstechnisch "Europäischer Wein":
MMXXIIer
[Cuvée] – Rózsa Petsovits –
[trocken] – Europäischer Wein

Re: Weingut Franz Weninger
Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 21:51
von Bernd Schulz
Weningers ungarischer Blaufränkisch "Balf" ist in 2021 für meinen Geschmack richtig gut geraten:
Wie auch beim 23er Blaufränkisch aus österreichischen Lagen halten sich die flüchtigen Noten sehr in Grenzen, was dem Wein meines Erachtens
hervorragend bekommt. Ich habe ihn als Einzelflasche von Ralf erworben und kenne seinen genauen Preis ab Werk nicht (in der aktuellen Preisliste auf Weningers Website taucht er nicht auf), aber 15 Euro wären angesichts der aromatischen Dichte immer noch ein konsumentenfreundlicher Kurs für diesen ungeschminkten, jedoch überhaupt nicht abweisend wirkenden Roten, den ich mir wunderbar zu kurzgebratenem Fleisch vorstellen kann, aber jetzt auch als Solist überaus gerne genieße.
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Weingut Franz Weninger
Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 21:57
von Ralf Gundlach
Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Mi 3. Jun 2026, 21:51
Weningers ungarischer Blaufränkisch "Balf" ist in 2021 für meinen Geschmack richtig gut geraten:
Wie auch beim 23er Blaufränkisch aus österreichischen Lagen halten sich die flüchtigen Noten sehr in Grenzen, was dem Wein meines Erachtens
hervorragend bekommt. Ich habe ihn als Einzelflasche von Ralf erworben und kenne seinen genauen Preis ab Werk nicht (in der aktuellen Preisliste auf Weningers Website taucht er nicht auf), aber 15 Euro wären angesichts der aromatischen Dichte immer noch ein konsumentenfreundlicher Kurs für diesen ungeschminkten, jedoch überhaupt nicht abweisend wirkenden Roten, den ich mir wunderbar zu kurzgebratenem Fleisch vorstellen kann, aber jetzt auch als Solist überaus gerne genieße.
Herzliche Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
der hat regulär 11 Euro gekostet.
Gruß
Ralf
Re: Weingut Franz Weninger
Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 22:13
von Bernd Schulz
Ralf, besten Dank - dann handelt es sich um viel Wein für wenig Geld! Die Mitte zwischen Naturwein und Klassiker ist hier für meinen Geschmack nahezu perfekt getroffen.
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Weingut Franz Weninger
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 21:50
von EThC
...mit etwas Anlauf genau mein Ding:
2016er Blaufränkisch –
[Horitschon] Ried Dürrau – trocken – Qw

Re: Weingut Franz Weninger
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 22:08
von Bernd Schulz
Auch bei mir kam heute etwas von Weninger ins Glas:
Gegenüber dem neulich getrunkenen "Balf" setzt der "Kirch" natürlich noch mal eins drauf; alles in allem ist das ein Roter, der in seiner Preisklasse (ab Hof 18 Euro - Ralf hat mir den Wein dankenswerterweise günstiger überlassen) meiner Idealvorstellung schon ziemlich nahe kommt. Und mir schmeckt er auch jetzt schon verdammt gut; möglicherweise würde er mit einiger Lagerung noch etwas ruhiger und runder werden, aber das dann eben auf Kosten der Frische und inneren Spannung, was für meinen Geschmack am Ende ein Nullsummenspiel ergeben würde....
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Weingut Franz Weninger
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 22:22
von EThC
...aah, auch einer der Weine, die ihre Herkunft nunmehr nicht mehr offen nennen dürfen...
Re: Weingut Franz Weninger
Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 23:03
von Bernd Schulz
EThC hat geschrieben: ↑Sa 13. Jun 2026, 22:22
...aah, auch einer der Weine, die ihre Herkunft nunmehr nicht mehr offen nennen dürfen...
Ja, so verhält es sich wohl, und auf der einen Seite halte auch ich das im Hinblick auf die "amtlichen Stellen" für ein gewisses Armutszeugnis.
Aber auf der anderen Seite haben die amtlichen Stellen schon seit Jahrhunderten immer wieder eine Menge Unerfreuliches ausgebrütet - offensichtlich liegt das nun mal in ihrem Wesen....
Als Liebhaber tut man also gut daran, sich nicht nur wenig bis sogar gar nicht an staatlich-bürokratischen Maßstäben zu orientieren. Und die Winzer machen einem die sinnvolle Orientierung oft auch nicht so schwer; was mit der Bezeichnung "Kirch" gemeint sein dürfte, kann ja eigentlich jeder Trottel leicht erraten. Der von offizieller Seite geforderte Unfug lässt sich also mit ziemlich wenig geistigem Aufwand gar nicht so schlecht umgehen.
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Weingut Franz Weninger
Verfasst: Mo 22. Jun 2026, 15:28
von EThC
...einst für zwölfeinhalb Euronen eingekauft, hat sich dieser Welschriesling nunmehr zum sehr ernsthaften Burgunderpiraten entwickelt:
2015er Welschriesling –
[Eisenberger] Saybritz – trocken – Landwein Weinland
