Seite 19 von 20
Re: Die fabelhafte Welt des Bieres
Verfasst: Mi 6. Nov 2024, 14:08
von Bradetti
Ollie hat geschrieben: ↑Fr 20. Sep 2024, 19:34
Hmm, jaaa, das Störtebeker-Pils ist nicht so meins. Aus dem gesamten Sortiment funktioniert für mich am besten das Atlantik Ale (für mich immer noch die beste nicht-englische Approximation eines
pale ales) und
So sieht es mein Geschmack auch
Immer zu Hause habe ich das Görlitzer Landskron Pils und zuweilen auch das tschechische Kozel Pils, ab und zu auch das genannte Atlantik Ale.
Re: Die fabelhafte Welt des Bieres
Verfasst: Do 26. Dez 2024, 21:36
von Bernd Schulz
Nach der endgültigen Vertilgung des Haagschen Kabis aus 23 (der heute noch eine Spur besser wirkte) befindet sich jetzt ein belgisches Weihnachtsbier aus dem Hohen Venn im Glas. Auf der Flasche steht witzigerweise die Bezeichnung " Spekulatiusbier" - und das Zeug schmeckt schlichtweg lecker, dezent süß mit einer Note von Waldhonig, aber keineswegs malzbierartig-pappig. Mit 6 Umdrehungen ist der Knallfaktor auch nicht zu hoch.
Hier der Link zur "Firma", bei der es sich um die am höchsten gelegene Brauerei Belgiens handelt:
https://peakbeer.be/de/home
Und hier der Link zum konkreten Bier
https://peakbeer.be/fr/shop/peak-christmas-33
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Die fabelhafte Welt des Bieres
Verfasst: Fr 27. Dez 2024, 21:19
von Schönibert
Hab am WE das 2020 Chimay bleu Grande Reserve hier aufgemacht. War ja bewusst im Weinkeller abgelegt und hat mir echt gut gefallen mit der Flaschenreife.

Re: Die fabelhafte Welt des Bieres
Verfasst: So 9. Feb 2025, 21:12
von EThC
...schöner Abschluß einer schönen Weinrunde:
(2022er) Rosé de Gambrinus - Lambic, Cantillon, België
Hierzu wurden Himbeeren in zwei Jahre altem Lambic mazeriert, das Ganze kam am 9. Juni 2022 in die Flasche.
Farblich ein Himbeerrot mit bräunlichem Einschlag, dazu feines Geschäume mit Ausdauer, riecht nach dezenter Himbeere mit Altbier. Geschmacklich wird die Himbeere durch eine ultrakrasse Säure von jeder Plakativität ferngehalten, kalkige Basis. Schön langer, aber säureseitig fordernder Nachhall.
Himbeeraromen in alloholischen Getränken wirken auf mich ja mehrheitlich abstoßend, bei diesem Lambic funktioniert das aber erstaunlich gut! Ein bißchen säureresistent muß man aber schon sein, sonst wird das nix!
Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Re: Die fabelhafte Welt des Bieres
Verfasst: So 9. Feb 2025, 21:20
von Schönibert
Hatte eine Flasche Salvator vor zwei Jahren im Weinkeller hinter einer Kiste Chimay deponiert und heute geöffnet, finde ,das hat erstaunlich zugelegt, das hätte ich nie gedacht.
Re: Die fabelhafte Welt des Bieres
Verfasst: So 14. Dez 2025, 17:26
von Schönibert
Riegele Michaeli Märzen
Geschenkt bekommen und in Anbetracht von Aufmachung (veritable Champagnerflasche) und Listenpreis (20 Euro/0,75 l) durchaus vorurteilsbehaftet herangegangen, aber das ist sehr ansprechend, riecht intensiv fruchtig-herb und kommt dann auch mit einer starken aber wirklich sehr gut eingebunden, erfrischenden Hopfennote daher. In der Nase wird das dann geradezu frühlingswiesenhaft und sicher ist das mit einer gewissen Restsüße unterlegt, aber die rundet das hier insgesamt richtig dezent ab. Lecker.
Re: Die fabelhafte Welt des Bieres
Verfasst: So 14. Dez 2025, 17:45
von Bernd Schulz
Die zwei, drei Biere, die ich bislang von Riegele getrunken habe, fand ich auch sehr gut. Mittlerweile hat sich in der deutschen Brauerszene unheimlich viel getan; die Zeiten, in denen ich unbedingt über die Grenze nach Belgien fahren musste, wenn ich ein Bier jenseits des Einheitsgeschmacks trinken wollte, sind vorbei (wobei ich trotzdem alle zwei Jahre ins angrenzende Nachbarland radele, um dort ein paar Flaschen Spezialbier zu erstehen).
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Die fabelhafte Welt des Bieres
Verfasst: So 1. Mär 2026, 17:06
von Schönibert
Maisel & Friends LunaHop Italian Style Pils
Was daran Italian Style sein soll, keine Ahnung, aber es schmeckt ausgezeichnet an diesem frühlingshaften Sonntagnachmittag. Das hat eine zitronige Frische und ist auch durchaus hopfig herb. Und es hat wirklich deutlich mehr Körper, als die ebenfalls stärker gehopften, norddeutschen Industrie-Pils, welche ich zwar auch sehr gerne trinke, aber das hat dann doch deutlich mehr Tiefe. Ist aromatisch ne eigene Kategorie und insofern auch ein anderer Anwendungsbereich.
Re: Die fabelhafte Welt des Bieres
Verfasst: So 1. Mär 2026, 17:10
von Schönibert
Paulaner Salvator MHD 02/2024
Stehend im Weinkeller gelagert überrascht die Flasche mit einem ganz herzhaftem Lebkuchenduft. Es perlt sehr fein und ist deutlich weniger süß geworden, wodurch das Karamell extrem an Power gewinnt. Das ganze ist wirklich deutlich weniger bappig als das frische Bier, wodurch winterliche Gewürze eine richtige Bühne bekommen. Das jetzt zu einem Hirschragout mit Spätzle, ich wüsste da hoc keinen Vino, den ich dazu vorziehen würde.
Also, hier lohnt sich weglegen aber mal richtig für einen gereiften Bierspaß.
Re: Die fabelhafte Welt des Bieres
Verfasst: So 1. Mär 2026, 17:42
von Lars Dragl
Hallo Schöni!
Vor einiger Zeit war ich bei einer Brauereiführung bei Riegele direkt am Augsburger Bahnhof. Die machen da auch "Brauspezialitäten" (Craftbier). Der dunkle Bock (Ator 20) schmeckt richtig gut, wenn er schon einige Zeit über MHD ist. Der Braumeister der die Führung machte meinte nur, dass er den nach Möglichkeit immer einige Zeit einlagert. Man wird davon halt besoffen wie eine Hexe und die Kopfschmerzen sind nicht zu unterschätzen. Aber das sollte bei Starkbier ohnehin ein bekanntes Phänomen sein. Bei der Probe wurde der Ator 20 dann "gestachelt". D.h. es wurde kurz ein glühendes Eisen reingehalten, wodurch noch ein paar Karamell- und Röstaromen dazu kamen. Das war ganz witzig, aber zuhause macht das heute keiner mehr. Früher hat man so wohl sein schales Bier nochmal etwas aufgepeppt.
Herzliche Grüße
Lars