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Re: Burgenland (ohne Unterregion)
Verfasst: Sa 24. Aug 2019, 21:29
von Ralf Gundlach
OsCor hat geschrieben:Ralf Gundlach hat geschrieben:Ka Freud, warum. Passt halt

Ja, aber du hast doch sicher schwachbrüstig gemeint, oder?
Manche brauchen länger....merci und bien

Re: Burgenland (ohne Unterregion)
Verfasst: So 29. Sep 2019, 22:19
von Ralf Gundlach
Bernd Schulz hat geschrieben:So, den Chardonnay Leithaberg 2015 habe ich jetzt auch im Glas - und obwohl ich aufgrund meiner deutschen Zunge

eigentlich der abc-Fraktion angehöre

, kann ich Michls Begeisterung (siehe Posting vom 6. April in diesem Thread) einigermaßen nachvollziehen:
"Schwerelos" finde ich den Wein zwar nicht (es ist halt kein M-S-R-Kabinett, sondern ein Chardonnay

), aber "ganz großartig gelungen" unterschreibe ich. Und mit 15,50 im Fachhandel (PdP, "normaler" Preis) ist das Zeug gemessen an seiner Qualität nicht wirklich teuer.
Nachbestellen würde
ich mir trotzdem eher den "Naked White".....
Herzliche Grüße
Bernd
Ich habe den Leithaberg heute auch im Glas,
mir gefällt der richtig, richtig gut. Ich habe so meine Probleme mit hochwertigen Chardonnays aus Burgund ,wenn die diese nussige Seite entwickeln. Der hier hat genau das, was ich mag. Etwas nussig, Frische, Frucht, Mineralität. Gepaart mit einer lebendigen, feinen Säure und einer schönen Länge. Tolle Struktur. Elegant. Kommt ohne Holznoten aus. Der Rest spricht für sich. Mit Zukunft. Da bin ich mir sicher. Ich finde den in sich perfekt stimmig. Da passt alles zusammen. Und trotzdem wird er mit Reifer anders, aber sich auch spannend werden. Von solch einen Wein sollte man 12 Flaschen im Keller haben und sie in den nächsten 12 Jahren Schritt für Schritt trinken ( sprich jedes Jahr eine Pulle). Leider fehlen mir dafür 2 Dinge: Die Disziplin und das Geld ( obwohl der Wein für sein Geld genial ist).
92 Punkte. Kostet 15,50 Euro.
Gruß
Ralf
Re: Burgenland (ohne Unterregion)
Verfasst: Do 3. Okt 2019, 21:13
von Michl
Jetzt habe ich auch den "Naked White" im Glas. Leider kann ich den Wein nicht so sehr schätzen wie Bernd und Ralf. Während ich den 15er Leithaberg Chardonnay gemessen am Preis genial fand und schon gespannt auf den 16er bin, kann mich dieser Wein nicht beeindrucken. Vielleicht hat sich der Wein zurückgezogen, er wirkt tatsächlich recht zu. Aber in dieser Form ist das für mich kein sehr guter, sondern nur ein guter, letztlich aber auch recht banaler und flacher Wein.
Mich wundert , dass wir, Bernd, die Nase ziemlich identisch. aber den Geschmack doch deutlich unterschiedlich wahrnehmen. Unsere Wahrnehmungen bleiben halt ein ewiges Rätsel

Re: Burgenland (ohne Unterregion)
Verfasst: Do 3. Okt 2019, 21:33
von Bernd Schulz
Michl hat geschrieben:Unsere Wahrnehmungen bleiben halt ein ewiges Rätsel
Mein Reden!
Im Falle des "Naked White" war ich glatt versucht, noch etwas Nachschub zu bestellen. Den Chardonnay fand ich zwar für einen Chardonnay

sehr gut, aber noch mehr Flaschen davon im Keller hätte ich nicht gebraucht .....
Nun ja, wenn wir alle genau den gleichen Geschmack hätten, wäre dieses schöne Forum sinnlos!
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Burgenland (ohne Unterregion)
Verfasst: So 13. Okt 2019, 14:27
von EThC
Vor einiger Zeit habe ich mal einen durchaus interessanten und animierenden Bericht über das Weingut Edlmoser in Wien gesehen, aber bis dato habe ich noch keine Gelegenheit gehabt, mal was aus dem traditionellen bzw. "ernsthaften" Portfolio des Weinguts zu probieren. Als ich mal wieder nach einigermaßen vernünftigen Kochweinen Ausschau gehalten habe, bin ich bei unserem örtlichen Edegga über drei Weine mit "flippigen" Etiketten gestolpert, auf denen auch der Name Edlmoser zu lesen war. Die Firmenadresse der "Edlmoser Wines GmbH" ist zwar eine andere als die des "Weingut + Heuriger Edlmoser", aber die beiden Adressen mit unterschiedlichen Straßennamen gehören dann doch zu einem gemeinsamen Gebäudekomplex. Also zwei klar abgegrenzte Linien: einmal "mit Anspruch" und einmal eine Supermarktlinie mit entsprechendem Auftreten, um in den Regalen etwas herauszustechen. Diese Weine sind dann auch nicht unbedingt aus Wien, sondern irgendwoher aus Niederösterreich oder aus dem Burgenland, wahrscheinlich aus zugekauften Trauben. Für eine etwas gehaltvollere Sauce war dann folgender Wein vorgesehen:

Re: Burgenland (ohne Unterregion)
Verfasst: Fr 6. Dez 2019, 19:34
von Michl
Am Freitag Abend koche ich gerne etwas aufwändiger und im Glas soll ein Wein sein, der etwas größere Freude bereitet, schließlich kommt das Wochenende. Der Chablis der Domaine du Colombier (Guy Mothe) aus 2012, den ich eigentlich ausgesucht hatte, reichte dann einfach nicht aus. Der Wein ist sicherlich ein in sich richtig stimmiger Wein, obwohl für mein Empfinden kaum als Chablis zu erkennen (v.a. in der Nase nicht), aber er fiel trotz attraktiver Reifearomen doch zu einfach für den Freirtagabend aus. Eine Alternative musste also her und die Wahl fiel auf den 16er Leithaberg Chardonnay von G. Heinrich, dessen 15er Variante mir ausgesprochen gut gefiel. Den 16er würde ich recht ähnlich zum 15er beschreiben (aber mit minimalen Fischölaromen, die ich so nur von Ziereisen kenne, und als wirklich bereichernd (!!!) empfinde. Dennoch will auch dieser Wein nicht so richtig zünden, zumindest kann ich nicht die Punkte sehen, die ich dem 15er gab. Immerhin sind es aber noch sehr gute 87-88 P.
Re: Burgenland (ohne Unterregion)
Verfasst: Sa 25. Apr 2020, 21:58
von Gaston
Heute im Glas:
Den Basis-Blaufränkisch von Heinrich kenne ich jetzt aus diversen Jahrgängen, und für mich ist das jedesmal eine Bank. Der 17er steht seinen Vorgängern in nichts nach. Für mich in diesem Segment ein absolut überzeugender Klassiker.
Re: Burgenland (ohne Unterregion)
Verfasst: Sa 25. Apr 2020, 22:22
von Ralf Gundlach
Gaston hat geschrieben:Heute im Glas:
Den Basis-Blaufränkisch von Heinrich kenne ich jetzt aus diversen Jahrgängen, und für mich ist das jedesmal eine Bank. Der 17er steht seinen Vorgängern in nichts nach. Für mich in diesem Segment ein absolut überzeugender Klassiker.
Hallo Gaston,
den Blaufränkisch von Heinrich hatte ich schon einmal im Glas. Teurer als die meisten Einstiegs-BF, aber genau so klasse und individell wie der Basis-BF von Uwe Schiefer im gleichen Preissegment.
Gruß
Ralf
Re: Burgenland (ohne Unterregion)
Verfasst: Mo 1. Jun 2020, 21:01
von Gaston
Nach längerer Zeit mal wieder einen Weißburgunder im Glas. Und einen gar nicht mal so schlechten.
Für einen Basiswein für um die 10 Euro ist das schon recht erfreulich: Trinkanimierend mit Zug, gleichzeitig gewissen Anspruch und Typizität auf gutem Niveau zeigend. Der Wein hat auch eine gewisse vor allem aromatische Substanz; bei den roten Basisweinen von Judith Beck fehlte mir das eine oder andere Mal schon ein weinig das "Fleisch am Knochen".
Re: Burgenland (ohne Unterregion)
Verfasst: So 7. Jun 2020, 21:09
von Bernd Schulz
Heute geht die Blaufränkisch-Entdeckungsreise mit diesem Wein weiter:
Ralf hat mir den "Fahnenschwinger" im Rahmen einer größeren Interspar-Bestellung besorgt. Was er genau gekostet hat, weiß ich nicht, aber noch einstellig gepreist war er auf jeden Fall. Und für weniger als 10 Euro findet ich hier wieder eine sehr erfreuliche Qualität im Glas vor. Das durchgängig gute Niveau der Basis-Blaufränker aus dem Burgenland erstaunt und begeistert mich immer mehr....
Herzliche Grüße
Bernd