Generationswechsel: neue Vertriebswege

Hohe Brisanz, kurzes Verfallsdatum
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Alas
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Alas »

weingeist hat geschrieben:Ähm, muss ich jetzt meinen Provider kündigen und darf ich nicht mehr elektronische Artikel, Wein, usw. über das Internet bestellen? Muss ich mich womöglich vom Forum hier abmelden?

Ich bin nämlich schon ganze 53 Jahre alt ! :lol: :lol: :lol:
Bleibe ruhig mein Sohn, die heutige Jugend schmückt sich mit alten Federn. :lol:

Gruß

Alas
wat den een sien uhl is den annern sien nachtigall
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weingeist
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von weingeist »

Danke Alas, mein Weltbild war kurzzeitig ins Wanken geraten...... :lol: :lol: :lol:

@ Veritas - ich denke, eine gut gemachte Homepage gehört heute jedenfalls dazu; Ideen, wie man es angeht, kamen schon von anderen Weinfreunden. Ob jetzt ein Onlineshop ebenfalls notwendig ist, kann man nur schwer beurteilen. In Ö sind die Wege zu den einzelnen Weingütern (für mich) nicht so weit, sodass ich den Einkauf gerne mit einem direkten Besuch in Verbindung bringe. Ich schaue mir vorher aber gerne (vor allem bei Betrieben, die ich noch nicht kenne) die Homepage an, da man dann schon einen ersten Eindruck gewinnen kann. Preisangaben sind für mich als Kunden immer interessant (aber nicht unbedingt kaufentscheidend), allerdings ist hier Aktualität gefragt (also jedenfalls einmal pro Jahr ein Eingriff). Mich stört auch, wenn die Weinbeschreibungen total allgemein gehalten sind, also nicht auf den jeweiligen Jahrgang eingegangen wird.

Anders sieht es natürlich aus, wenn die Entfernungen für einen Direktbesuch zu groß werden, allerdings greife ich da eher wieder auf Händler zurück (warum weiß ich eigentlich nicht so recht) und bestelle nicht direkt ab Hof.
Liebe Grüße
weingeist
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Gerald
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Gerald »

Hallo,

wenn eine Winzer-Homepage einen Onlineshop integriert hat, nütze ich diesen schon. Ein Fehlen eines solchen würde mich aber nicht von der Bestellung abhalten, daher ist das vermutlich kein absolutes Muss. Unbedingt notwendig ist aber meiner Meinung nach eine vollständige, ausführliche und aktuelle Weinliste, wenn möglich auch mit Preisangaben.

So etwas kann man als Winzer mit ein bisschen technischem Verständnis leicht selbst realisieren. Damit es aber wirklich einen Sinn hat, muss man sich die Zeit nehmen und die Inhalte auch regelmäßig aktualisieren. Das ist leider oft nicht der Fall ...

Grüße,
Gerald
Muellimov
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Muellimov »

Auch für mich wäre mindestens ein herunterladbare Preisliste notwendig. In den letzten beiden Wochen musste ich bei einigen deutschen Weingütern (sehr bekannte!) per Email eine Preisliste zur Zusendung erbeten. Das nervt... :cry:

Naja, mittlerweile habe ich mir ein Standardschreiben für diesen Zweck angelegt, das ich nur noch zu kopieren brauche. Dennoch...
Moselfan
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Moselfan »

Das einige Weingüter ihre Preisliste nicht online stellen hat einen relativ einfachen aber auch guten Grund. Sie wollen so aus dem zu einfachen Preisvergleich übers Internet raus, der ggf. ihren Händlern schaden würde. In der Regel ist es so das die Weine ab-Hof in fast allen Fällen etwas günstiger sind als bei Händler und wenn man eh online bestellt würde dann ja jeder den günstigsten nehmen. Oder auch im Export will man nicht unbedingt, dass z.b. die USA Amerikaner sehen, dass die gute J.J. Sonnenuhr Spätlese die bei ihnen 70$ kostet, ab hof nur umgerechnet 35$ kostet.
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Markus Vahlefeld
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Markus Vahlefeld »

Moselfan hat geschrieben:Sie wollen so aus dem zu einfachen Preisvergleich übers Internet raus
Das stimmt, aber diese Tendenz ändert sich langsam, denn viele Weingüter (vor allem die VDPler) haben, um den Händlern gute Margen anbieten zu können, ihre Endverbraucherpreise jährlich hoch und höher gesetzt, so dass es nicht unüblich ist, dass die Händler die Weine zum Weingutspreis anbieten können. Das mit den Exportmärkten ist eher die Ausnahme. denn ob einer in den USA sieht, dass der Wein ab Hof $35 kostet und beim Händler $36 ist für die $70 zu vernachlässigen.

Obiges trifft natürlich nur auf Weingüter zu, die im Handel vertreten sind. Viele kleinere Weingüter haben gar keine Händler (oder Internethändler), so dass diese ihre Preise durchaus offensiver nennen könnten und dadurch zu den "teuren" Weingütern einen Marktvorteil bekämen.
Bernd Schulz
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Bernd Schulz »

Sie wollen so aus dem zu einfachen Preisvergleich übers Internet raus, der ggf. ihren Händlern schaden würde.
Falls die Preise ab Hog günstiger sein sollten, bleibt das ja nun mal trotzdem nicht geheim. Wenn ich unbedingt bestellen und Geld sparen will, lasse ich mir halt eine Preisliste kommen.

Bei mir verhält es sich aber so, dass ich nur ganz selten unbedingt bestellen will. Wenn ich im Internet keine Preise finde, kaufe ich von diesem Erzeuger erst mal keinen Weine, sondern ordere woanders. Das Geschäft macht der nächste interessante Betrieb. Punkt.

Beste Grüße

Bernd
Moselfan
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Moselfan »

Hm ist natürlich auch eine Einstellung. ABer ich muss sagen, dass gerade sehr renomierte Betriebe gar keine Preisliste ins Netz stellen sondern man sie anschreiben muss. Ich hab damit auch kein Problem, ich denke es wird wohl so aus oben genannten Gründen sein.
Bei kleineren Betrieben denke ich hingegen das man, gerade nicht die ausgeprägte Vertriebsstruktur über den Handel hat, auf jeden Fall ein Shop o.ä haben sollte.
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Gerald
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Gerald »

ABer ich muss sagen, dass gerade sehr renomierte Betriebe gar keine Preisliste ins Netz stellen sondern man sie anschreiben muss.
ja, das ist in Österreich genauso. Diese Betriebe sind aber meist in der glücklichen Lage, auf neue (Privat-)kunden gar nicht angewiesen zu sein und antworten daher nur aus Gründen der Höflichkeit. Zumindest früher war es auch oft so, dass man die Preisliste zugeschickt bekam - aber mit dem Hinweis, dass davon das meiste gar nicht mehr erhältlich ist (da schon lange vorher reserviert) :o

Grüße,
Gerald
Bernd Schulz
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Bernd Schulz »

Klar, aber um derartige Betriebe (von denen ich in aller Regel eh keinen Wein kaufe - die einzige Ausnahme stellt J.J. Prüm dar) ging es in der Ausgangsfrage ja wohl kaum.

Fazit aus allen Beiträgen: Ein Weingut, welches genug Neukunden gewinnen will, kann auf eine Website nicht mehr verzichten. Auf dieser Website sollten die aktuell verfügbaren Weine nebst Preisen aufgeführt sein. Ein Shopsystem ist dagegen nicht unbedingt erforderlich.

Beste Grüße

Bernd
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