Hi Georg!
Die Costantis waren mit bei den Allerersten, die schon vor 140 Jahren in Montalcino Brunello kelterten. Die Weine des Hauses sind mit durchgehender Qualität IMMER im absoluten Spitzenfeld der Apellation zu finden, nur macht hier niemand ein großes Geschrei darum, divers Sucklings & Co sind den Costantis stets schlicht „egal” gewesen, kamen sie um zu kosten und zu bewerten waren sie willkommen, wurden aber nie hofiert. Andrea hat aber jeden anderen Kunden, und egal wer sich angemeldet hat gleich behandelt. Die Brunellos des Hauses liegen aktuell im preislichen Mittelfeld und das mehr als zurecht! Wenn Poggio di Sotto für einen Brunello 2021 200.-- (!!!) aufrufen kann, müsste Costantis Brunello eigentlich mit 400.-- ausgepreist sein, der aktuelle Preis für den 2021 liegt in Montalcino bei 83.-- (Enoteca di Piazza) ... hier einige ältere Weine von Costanti, bis weit zurück erhätlich: https://www.barolobrunello.de/c/weingue ... anti-conti
Ich habe in meinem Keller noch einige wenige Costanti-Altbestände, einen einzigen aus 1985, 2 aus 1997 und eine handvoll aus 2004 und 2007. Costanti-Brunellos kann man ohne Problem 40-50 Jahre lagern (wenn man gerne ältere Weine trinkt!)
P.S.: auch der Rosso dM des Hauses ist Kult!
Ciao
Hasi
Brunello di Montalcino
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Rotundweiss
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Re: Brunello di Montalcino
Hi Hasi,
besten Dank für deine Infos zum Weingut.
Dachte ich mir fast, dass du das Zeugs magst
.
Den RdM werde ich gerne einmal testen.
Sofern sich der Hausstil auch hier findet, könnte das was werden.
P.S. & OT: Gleich gibt's auf der Terrasse zum Meeresfrüchterisotto einen Ultreia Godello 21 von Raul Perez. Möglicherweise würden Italiener von Frevel sprechen. Mir egal, wird schon funzen
Schönen Abend,
Georg
besten Dank für deine Infos zum Weingut.
Dachte ich mir fast, dass du das Zeugs magst
Den RdM werde ich gerne einmal testen.
Sofern sich der Hausstil auch hier findet, könnte das was werden.
P.S. & OT: Gleich gibt's auf der Terrasse zum Meeresfrüchterisotto einen Ultreia Godello 21 von Raul Perez. Möglicherweise würden Italiener von Frevel sprechen. Mir egal, wird schon funzen
Schönen Abend,
Georg
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Hasi
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Re: Brunello di Montalcino
Hi Georg!
Mit dem Rosso dM von Costanti wirst Du sehr zufrieden sein!
Den Perez-Godello mag ich - sehr feine Sache ...
hasi
Mit dem Rosso dM von Costanti wirst Du sehr zufrieden sein!
Den Perez-Godello mag ich - sehr feine Sache ...
hasi
Re: Brunello di Montalcino
+1 für den Ultreia Godello
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Hasi
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Re: Brunello di Montalcino
POGGIO Di SOTTO Brunello di Montalcino Vendemmia 2006
Ragazzi!
Ich habe schon sehr sehr viele und auch sehr sehr viele sehr sehr gute Brunellos getrunken, dieser gestrige Sangiovese mit der unverkennbaren Handschrift Piero Palmuccis und Giulio Gambellis jedoch war ein himmlisches Ereignis, er präsentierte sich als „der Marcello Mastroianni unter den Brunellos” und ich würde ihn unter die 5 besten Weine aus Montalcino reihen, die ich seit 1985 getrunken habe!
Nachdem „3am Bloom”, das in London gekaufte Bild von Johnny Depp seines neuen Zyklus` „Yesterday`s Flowers” gestern bei uns angekommen ist, war das natürlich ein sehr spezieller Grund zu feiern und mein Abstieg in den Keller auf der Suche nach einem ebenso speziellen Brunello kein einfacher! Ich habe bereits einen „Cerretalto 2010” von Giacomo Neri und einen „Case Basse” von Soldera in den Händen gehabt, mich dann aber für den Brunello des verstorbenen Kult-Winzers PIERO PALMUCCI entschieden.
Palmucci selbst hat als Trinkfenster für den 2006 angegeben ihn nicht vor 2026 zu öffen und ihn dann in den folgenden 10 Jahren zu geniessen. Der Wein erhielt seinerzeit 97 Parker-Punkte (was heutigen 99-100 entspricht).
Renate und ich haben gestern einen der eindrucksvollsten Bruenllo-Momente unseres Lebens gehabt und ich rufe hier 99 Punkte auf, bestätige alles was Galloni schreibt (siehe folgend) und noch viel mehr. Möglicherweise haben wir gestern den absoluten Höhepunkt des 2006-er Brunellos von Poggio di Sotto erwischt, es hat einfach ALLES gepasst! Und wenn man Palmuccis Weine zumindest ein wenig kannte oder kennt, war es auch nicht verwunderlich, dass beim Einschenken (ich habe NICHT dekantiert oder belüftet, und es gab nicht mal die Idee eines Bodensatzes!) ein sehr heller Rotwein ins Glas kam, das war die Handschrift des legendären biodynamischen Weinbauern aus Castelnuovo dellÀbate. Er schaffte es stets äusserst elegante Brunellos auf die Flaschen zu bekommen, die dennoch auch diese Brunello-„Wucht” zu bieten hatten, aber mit sehr viel Stil!
Antonio Galloni schrieb nach einer Verkostung des Weins, der für 4 Jahre in großen Botti ausgebaut wurde, und den er mit 97 Punkten bewertete: „Walderdbeeren und Blaubeeren verbinden sich mit Earl Grey, Lavendel, Rosenblüten und würzigen Orangenschalen, während der aromatische, eindrucksvolle 2006er Brunello di Montalcino im Glas zum Leben erwacht. Er verkörpert die unbändige Energie von Poggio di Sotto und umschmeichelt die Sinne mit einer wunderbar reifen Mischung aus roten und blauen Früchten, die von einer Welle kühlender Säure belebt wird. Bis zum Schluss ausdrucksstark und elegant, hinterlässt der 2006er einen Hauch süßer, bereits gut eingebundener Tannine, während Noten von Pflaumenschale und ein blumiges Aromenspiel im wunderbar integrierten, langen und spannungsgeladenen Abgang nachklingen. Mit weiterer Reife verspricht dieser Wein noch viele weitere Genussmomente.”
Ich zitiere hier auszugsweise den „Weinkenner” aus 2011: Der Brunello von Poggio di Sotto hat eine andere Zielsetzung. „Ich will keinen großen Wein machen, sondern den bestmöglichen Sangiovese-Wein von Montalcino“, betont Piero Palmucci, der bis September 2011 Besitzer von Poggio di Sotto war. Palmucci wollte keine Röstnoten im Wein und keine verschmolzenen Tannine. Er fand, dass ein Brunello Säure braucht, um die Frische zu bewahren. Er möchte reife, aber keine hochreifen Trauben. Er mag keine Schokoladentöne. Und er wusste, dass die Sorte Sangiovese, aus der ein Brunello gekeltert wird, raffinierte salzig-mineralische Noten annehmen kann, wenn man entsprechende Böden hat und nicht zu spät liest. So hat Palmucci am Ende einen Wein geschaffen, der eine unverwechselbare Persönlichkeit besitzt, aber gleichzeitig alle qualitativen Merkmale eines großen Weins aufweist. Palmucci ist weder gelernter Önologe noch Winzer. Er war Versicherungsmakler. Den größten Teil seines Lebens hat er in Schweden verbracht. Als er den Job an den Nagel hing, war er 50 und kaufte das Weingut. Das war vor 30 Jahren. Er hatte Spaß daran, auf dem Land zu leben, die Jahreszeiten hautnah zu erleben, mit der Raupe die steilen Weinberge hoch und runter zu pflügen. Als Berater hat er sich bewusst einen älteren Herrn ausgesucht, der jene Zeit repräsentiert, da in der Toskana noch kein Merlot und keine Barriques existierten, sich weder Deutsche noch Amerikaner für die Weine interessierten und die Winzer auf Gedeih und Verderb der Sorte Sangiovese ausgeliefert waren: Giulio Gambelli. „Bester Interpret der Sangiovese“ sagen sie in der Toskana über den Mann mit den schlohweißen Haaren, der mit 14 als Hilfsarbeiter im Keller einer Genossenschaft begonnen hatte, von Tancredi Biondi Santi, dem Vater des heutigen Besitzers des Brunello-Guts Il Greppo, entdeckt worden war und der sich sein ganzes Arbeitsleben lang nur mit den Sonderheiten der Sangiovese beschäftigt hat.
Die Weine von Montevertine und der Brunello von Case Basse tragen beispielsweise seine Handschrift. Er macht die Weine „mit Nase und Zunge“, sagen sie in der Toskana über ihn ob seiner überragenden Verkostungsfähigkeiten. Als ich Piero Palmucci vor einem Jahr das letzte Mal auf Poggio di Sotto traf, sagte er über diesen Gambelli: „Er riecht am Wein und weiß, ob der Weinberg Hagel abbekommen hat oder nicht.“ Palmucci hat sein Weingut im September 2011 schweren Herzens verkauft. Er ist 81 und hat über 20 Jahrgänge vinifiziert. Der neue Besitzer heißt Claudio Tipa, ein römischer Pharmaindustrieller, der den Wein liebt und bereits zwei andere Weingüter in der Toskana besitzt: Colle Massari und Grattamacco. Er will den Palmucci-Stil beibehalten. Doch Giulio Gambelli kann ihm nicht mehr helfen. Anfang Januar ist der Maestro 86jährig gestorben.”
Ciao
Hasi
Ragazzi!
Ich habe schon sehr sehr viele und auch sehr sehr viele sehr sehr gute Brunellos getrunken, dieser gestrige Sangiovese mit der unverkennbaren Handschrift Piero Palmuccis und Giulio Gambellis jedoch war ein himmlisches Ereignis, er präsentierte sich als „der Marcello Mastroianni unter den Brunellos” und ich würde ihn unter die 5 besten Weine aus Montalcino reihen, die ich seit 1985 getrunken habe!
Nachdem „3am Bloom”, das in London gekaufte Bild von Johnny Depp seines neuen Zyklus` „Yesterday`s Flowers” gestern bei uns angekommen ist, war das natürlich ein sehr spezieller Grund zu feiern und mein Abstieg in den Keller auf der Suche nach einem ebenso speziellen Brunello kein einfacher! Ich habe bereits einen „Cerretalto 2010” von Giacomo Neri und einen „Case Basse” von Soldera in den Händen gehabt, mich dann aber für den Brunello des verstorbenen Kult-Winzers PIERO PALMUCCI entschieden.
Palmucci selbst hat als Trinkfenster für den 2006 angegeben ihn nicht vor 2026 zu öffen und ihn dann in den folgenden 10 Jahren zu geniessen. Der Wein erhielt seinerzeit 97 Parker-Punkte (was heutigen 99-100 entspricht).
Renate und ich haben gestern einen der eindrucksvollsten Bruenllo-Momente unseres Lebens gehabt und ich rufe hier 99 Punkte auf, bestätige alles was Galloni schreibt (siehe folgend) und noch viel mehr. Möglicherweise haben wir gestern den absoluten Höhepunkt des 2006-er Brunellos von Poggio di Sotto erwischt, es hat einfach ALLES gepasst! Und wenn man Palmuccis Weine zumindest ein wenig kannte oder kennt, war es auch nicht verwunderlich, dass beim Einschenken (ich habe NICHT dekantiert oder belüftet, und es gab nicht mal die Idee eines Bodensatzes!) ein sehr heller Rotwein ins Glas kam, das war die Handschrift des legendären biodynamischen Weinbauern aus Castelnuovo dellÀbate. Er schaffte es stets äusserst elegante Brunellos auf die Flaschen zu bekommen, die dennoch auch diese Brunello-„Wucht” zu bieten hatten, aber mit sehr viel Stil!
Antonio Galloni schrieb nach einer Verkostung des Weins, der für 4 Jahre in großen Botti ausgebaut wurde, und den er mit 97 Punkten bewertete: „Walderdbeeren und Blaubeeren verbinden sich mit Earl Grey, Lavendel, Rosenblüten und würzigen Orangenschalen, während der aromatische, eindrucksvolle 2006er Brunello di Montalcino im Glas zum Leben erwacht. Er verkörpert die unbändige Energie von Poggio di Sotto und umschmeichelt die Sinne mit einer wunderbar reifen Mischung aus roten und blauen Früchten, die von einer Welle kühlender Säure belebt wird. Bis zum Schluss ausdrucksstark und elegant, hinterlässt der 2006er einen Hauch süßer, bereits gut eingebundener Tannine, während Noten von Pflaumenschale und ein blumiges Aromenspiel im wunderbar integrierten, langen und spannungsgeladenen Abgang nachklingen. Mit weiterer Reife verspricht dieser Wein noch viele weitere Genussmomente.”
Ich zitiere hier auszugsweise den „Weinkenner” aus 2011: Der Brunello von Poggio di Sotto hat eine andere Zielsetzung. „Ich will keinen großen Wein machen, sondern den bestmöglichen Sangiovese-Wein von Montalcino“, betont Piero Palmucci, der bis September 2011 Besitzer von Poggio di Sotto war. Palmucci wollte keine Röstnoten im Wein und keine verschmolzenen Tannine. Er fand, dass ein Brunello Säure braucht, um die Frische zu bewahren. Er möchte reife, aber keine hochreifen Trauben. Er mag keine Schokoladentöne. Und er wusste, dass die Sorte Sangiovese, aus der ein Brunello gekeltert wird, raffinierte salzig-mineralische Noten annehmen kann, wenn man entsprechende Böden hat und nicht zu spät liest. So hat Palmucci am Ende einen Wein geschaffen, der eine unverwechselbare Persönlichkeit besitzt, aber gleichzeitig alle qualitativen Merkmale eines großen Weins aufweist. Palmucci ist weder gelernter Önologe noch Winzer. Er war Versicherungsmakler. Den größten Teil seines Lebens hat er in Schweden verbracht. Als er den Job an den Nagel hing, war er 50 und kaufte das Weingut. Das war vor 30 Jahren. Er hatte Spaß daran, auf dem Land zu leben, die Jahreszeiten hautnah zu erleben, mit der Raupe die steilen Weinberge hoch und runter zu pflügen. Als Berater hat er sich bewusst einen älteren Herrn ausgesucht, der jene Zeit repräsentiert, da in der Toskana noch kein Merlot und keine Barriques existierten, sich weder Deutsche noch Amerikaner für die Weine interessierten und die Winzer auf Gedeih und Verderb der Sorte Sangiovese ausgeliefert waren: Giulio Gambelli. „Bester Interpret der Sangiovese“ sagen sie in der Toskana über den Mann mit den schlohweißen Haaren, der mit 14 als Hilfsarbeiter im Keller einer Genossenschaft begonnen hatte, von Tancredi Biondi Santi, dem Vater des heutigen Besitzers des Brunello-Guts Il Greppo, entdeckt worden war und der sich sein ganzes Arbeitsleben lang nur mit den Sonderheiten der Sangiovese beschäftigt hat.
Die Weine von Montevertine und der Brunello von Case Basse tragen beispielsweise seine Handschrift. Er macht die Weine „mit Nase und Zunge“, sagen sie in der Toskana über ihn ob seiner überragenden Verkostungsfähigkeiten. Als ich Piero Palmucci vor einem Jahr das letzte Mal auf Poggio di Sotto traf, sagte er über diesen Gambelli: „Er riecht am Wein und weiß, ob der Weinberg Hagel abbekommen hat oder nicht.“ Palmucci hat sein Weingut im September 2011 schweren Herzens verkauft. Er ist 81 und hat über 20 Jahrgänge vinifiziert. Der neue Besitzer heißt Claudio Tipa, ein römischer Pharmaindustrieller, der den Wein liebt und bereits zwei andere Weingüter in der Toskana besitzt: Colle Massari und Grattamacco. Er will den Palmucci-Stil beibehalten. Doch Giulio Gambelli kann ihm nicht mehr helfen. Anfang Januar ist der Maestro 86jährig gestorben.”
Ciao
Hasi