Vor einiger Zeit hatte Volker im 20er Thread den 19er und 20er dieses Weins verglichen, und das hat mich neugierig gemacht. Guy Amiot: Beaune Longbois rouge 2019. Das ist ein nach dem Öffnen erstaunlich fligraner, feingliedriger Wein. Eher lichte Farbe. Sehr feiner, ziselierter Duft nach Heidelbeeren, roten Johannisbeeren, feinem Leder. Am Gaumen ebensolches mit einer deutlichen Bodennote, die diesem Luftikus Bodenhaftung gibt. Dann haben wir ihn 3 Stunden offen in den Kühlschrank gestellt, und er hat sich völlig verwandelt in einen offenen, brombeerigen, aber auch jetzt nicht zu schweren Wein. Hier zeigt der Winzer, was aus dieser Lage, ganz oben am Hang von Beaune unmittelbar an der Waldgrenze (Nomen est omen) möglich ist. Der Winzer empfiehlt eine Trinkreife zwischen 5 und 10 Jahren, und das passt.
Viele Grüße
Markus
Burgund 2019
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Ostbelgier
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Re: Burgund 2019
Louis Jadot (Domaine Gagey) Beaune 1er Cru Aux Cras
Blasses Rubinrot von strahlender Intensität. Im eleganten, ein wenig zurückgenommenen Bukett zeigen sich vornehmlich frische rote Früchte und Waldbeeren mit dezent dunklen Anklängen (Sauerkirsche, Erdbeere), unterlegt von erdigen Tönen, etwas Trüffel, und umwoben von delikatem Rauch. Das ist wunderbar gourmand, wirklich schön, eher einladend als einnehmend – ein Eindruck, der sich am Gaumen bestätigt: Der Körper schlank, bei ausgewogenem Alkohol und hoher Säure, ohne das nötige Gewicht vermissen zu lassen. Die Frucht ist saftig und von überraschender Intensität (wieder Kirsche, Erdbeere, etwas Pflaume), komplementiert durch eine präsente Mineralik, die in einen langen, mundwässernden Abgang mündet, der nach mehr verlangt. Sehr gut, vielleicht sogar ausgezeichnet – und ein Beweis dafür, dass die Schwergewichte im Burgund wie Jadot mehr als fähig sind, feine Weine zu keltern.
Blasses Rubinrot von strahlender Intensität. Im eleganten, ein wenig zurückgenommenen Bukett zeigen sich vornehmlich frische rote Früchte und Waldbeeren mit dezent dunklen Anklängen (Sauerkirsche, Erdbeere), unterlegt von erdigen Tönen, etwas Trüffel, und umwoben von delikatem Rauch. Das ist wunderbar gourmand, wirklich schön, eher einladend als einnehmend – ein Eindruck, der sich am Gaumen bestätigt: Der Körper schlank, bei ausgewogenem Alkohol und hoher Säure, ohne das nötige Gewicht vermissen zu lassen. Die Frucht ist saftig und von überraschender Intensität (wieder Kirsche, Erdbeere, etwas Pflaume), komplementiert durch eine präsente Mineralik, die in einen langen, mundwässernden Abgang mündet, der nach mehr verlangt. Sehr gut, vielleicht sogar ausgezeichnet – und ein Beweis dafür, dass die Schwergewichte im Burgund wie Jadot mehr als fähig sind, feine Weine zu keltern.
Meine Wein-Notizen
Ihr findet mich außerdem in den wineBANKs, zumeist im Rheingau.
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