Kai Schätzel

amateur des vins
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Re: Kai Schätzel

Beitrag von amateur des vins »

sorgenbrecher hat geschrieben:andere, zu denen ich mich eindeutig zähle, empfinden die Weine unreif, deutlich vor der physiologischen Reife gelesene.
Kann man so sehen, und tatsächlich war das meine Erwartung bei dem niedrigen Alkohol, zumal im Warmjahr. Prinzipiell bin ich auch bei Dir; "antihedonistisch" ist nicht mein primäres Beuteschema.

Nur habe ich in dieser Erwartung nach störenden Unreifenoten gesucht und bin nicht sicher, fündig geworden zu sein: Ist es die Adstringenz? Die bekommt man auch in physiologisch reife Weine. Störend grüngemüsig fand ich den jedenfalls nicht.

Aber das Schöne ist: Du mußt die nicht mögen. Spart auch potentiell 'ne Menge Geld. :mrgreen:
Ich möchte sowas auch nicht jeden Tag trinken. Vielleicht war ich ja besonders aufgeschlossen, weil's "mal 'was Anderes" war? Gestern fand ich den Wein jedenfalls faszinierend (aber nicht lekker(tm)) und bin schon auf den Rest nachher gespannt...
Besten Gruß, Karsten
amateur des vins
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Re: Kai Schätzel

Beitrag von amateur des vins »

Update:
amateur des vins hat geschrieben:Schätzel, Pettenthal GG 2015
[+1d] Bekommt eine ganz leicht metallische Note und wirkt insgesamt disjunkter.
Immernoch gut bis sehr gut, aber nicht mehr ganz so faszinierend.
Besten Gruß, Karsten
Ursula
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Re: Kai Schätzel

Beitrag von Ursula »

2016 Nierstein Hipping, Riesling GG , a.Pr.Nr.15/17, 11,5 Vol.% Alk.

einladender,verheißungsvoller, ja sogar nobler Duft, roter Hang in bestem Stil. ich kann mich gar nicht " satt" riechen.Riesling in Perfektion.
Auf der Zunge folgt dann leider die Ernüchterung:grüne Säure, ein etwas bitterer Schleier überzieht Zunge und Gaumen. Ich finde nichts, was ich als GG-würdig bezeichnen würde.

Nach 2 Stunden im Glas noch keine Besserung.Nur im Duft nach wie vor großartig.

Fair bewerten kann ich den Wein vielleicht nicht, zwischen Duft und Geschmack liegen da ganze Welten für mich.Was tun ?
Frau hat die Lösung : was nicht schmeckt, wird verkocht. Aber vorher darf ich noch dran riechen!

Gruß Ursus
officertommy
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Re: Kai Schätzel

Beitrag von officertommy »

Schätzel 20-24 Steiner Silvaner
Aus über 200 Jahre alten, biodynamisch bewirtschafteten Reben in den Nackenheimer Lagen Hipping und Rothenberg auf rotem Schiefer.
Nach 36 Stunden Kaltmazeration wurde die Maische mit den Füßen untergestoßen und anschließend mit allen Trubstoffen spontan im Fass vergoren.
Fünf Jahrgänge (2020–2024) reiften dann gemeinsam in 1.200-Liter-Eichenfässern und wurden nach rund 28 Monaten unter Florhefe im September 2025 ungefiltert abgefüllt.
Farbe: goldbraun, trüb
Nase: Feine, unaufdringliche Aromen von Zitrus und Apfel, begleitet von kräuterigen sowie floralen Noten von Jasmin und Flieder.
Gaumen: Frisch mit lebendiger, zugleich sehr harmonischer Säure. Nashibirne, grüner Apfel und Kaki, markante schiefrige Mineralität, langer, eleganter Nachhall.

Ein spannender, komplexer und erfrischender Wein mit großer Tiefe und bemerkenswerter Balance. Am zweiten Tag wirkt er für mich noch harmonischer und machte sehr viel Trinkspaß, auch bei den hiesigen tropischen Temperaturen aufgrund seiner 11,5 vol.. Wunderbarer naturiger Silvaner.

Nachkauf: 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Beste Grüße

Jörg
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EThC
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Re: Kai Schätzel

Beitrag von EThC »

...klingt spannend ❗️👍🏼
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

https://ec1962.wordpress.com/
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