Chianti (in allen Variationen)

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EThC
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Re: Chianti (in allen Variationen)

Beitrag von EThC »

Bernd Schulz hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 22:43 Wie macht man die? Einfach Zwiebeln in Rotwein garen
...die meisten Rezepte sehen vor, daß man die Zwiebeln erst etwas mit (braunem) Zucker in Oliven- oder Sesamöl ankaramellisiert, dann den Rotwein sowie etwas Balsamico und / oder Portwein / Madeira dazugibt und das Ganze dann köcheln läßt, bis alles reduziert ist. Kräuter wie Thymian oder Rosmarin schaden auch nicht. Besonders gut funktioniert's m.E. mit in Streifen geschnittenen Tropea-Zwiebeln. Du siehst also, daß man auch hier beliebig variieren bzw. eine Wissenschaft draus machen kann... :mrgreen:
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

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austria_traveller
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Re: Chianti (in allen Variationen)

Beitrag von austria_traveller »

Faschiertes (=Hackfleisch) mit dem Rest vom Chianti anbraten.
Da bräuchtest dann nur Nudeln dazu.
Oder ein leckeres "pollo alla chiantigiana"
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
Bernd Schulz
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Re: Chianti (in allen Variationen)

Beitrag von Bernd Schulz »

austria_traveller hat geschrieben: Mo 8. Jun 2026, 12:36 Faschiertes (=Hackfleisch) mit dem Rest vom Chianti anbraten.
So etwas in der Art habe ich heute Mittag ausprobiert (mit noch Zwiebeln und ein paar Oliven dazu). Das konnte man mit Nudeln wohl ganz gut essen.

Aber so viel von dem Chianti konnte ich dabei gar nicht verbraten - es ist immer noch knapp die Hälfte in der Flasche. Und ich fürchte, dieser Rest wird morgen in die Kanalisation verklappt werden, denn langsam aber sicher wirkt dieser Wein auf mich immer abstoßender....

Herzliche Grüße

Bernd
olifant
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Re: Chianti (in allen Variationen)

Beitrag von olifant »

Bernd Schulz hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 21:23 Mal wieder liegt bei mir ein Wein im Glas, der sich als Geschenk in meinen Keller verirrt hatte:

Bild

Eigentlich trinke ich nie Chianti, da Sangiovese eine der ganz wenigen Rebsorten ist, die ich grundsätzlich nicht besonders mag. Aber dieser Wein, der laut Rückenetikett bei Hawesko gekauft wurde, schmeckt gar nicht nach Sangiovese oder nach Chianti, sondern er schmeckt einfach nach irgendeinem sauber vinifizierten Rotwein von irgendwo her - und da wäre mir ein typischer Chianti doch noch lieber gewesen. Naja, immerhin ist das Zeug aus 2010 nicht tot.....

....wobei ich mich trotzdem frage, was ich jetzt mit dem Rest der Flasche machen soll....einfach tapfer weitertrinken? ......:?:

Herzliche Grüße

Bernd
Ein Chianti Riserva der Cantina "Leonardo da Vinci" aus 2010, da hätte ich mir wohl auch nichts mehr erwartet ;)
Ist jetzt eher weniger der Vorzeigebetrieb, eine (inzwischen grossabfüllende) Cantina Sociale mit Ursprung in der Region Montalcino, (falls ich mich richtig entsinne), die inzwischen schon lange neben Brunello und Rosso, eine Vielzahl sonstiger toskanischer Derivate anbietet und nun auch in der Romagna operiert. M.E. ein Abfüller i.W. für Supermarktware.
Ich für meinen Teil kann mich nicht entsinnen, dass mir ein Wein dieses Betriebs besonders geschmeckt hätte...
Grüsse

Ralf

Die Zukunft war früher auch besser.
Karl Valentin
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Dominik Mueller
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Re: Chianti (in allen Variationen)

Beitrag von Dominik Mueller »

2019 Marchese Antinori Tenuta Tignanello Chianti Classico Riserva (90% Sangiovese, 10% Cabernet Sauvignon)
Mittleres Rubinrot; dicke Tränen im Glas deuten auf eine gewisse Extraktion hin. In der Nase ein schönes, einnehmendes, mittelkräftiges Bukett roter sowie dunkler Früchte (Kirsche, Brombeeren, Pflaume, auch etwas eingekocht gewirkt: Backpflaume), ausbalanciert durch gewürzige Anklänge (Zimt, Zedernholz, Orangenzesten), die etwas über den Ausbau in französischen Barriques verraten, und einen Hauch von Veilchen. Die Primärfrucht bleibt aber tonangebend. Am Gaumen mit mittlerem Körper, weichem aber merklichem Tannin und mittelkräftiger Säure. Saftig und ausgewogen, durchaus mit Druck, präsentieren sich wieder Kirsche, Pflaume, Johannisbeere und Brombeere. Im gelungenen Abgang bleiben neben der Frucht auch Vanille und Bitterschokolade stehen. Präsentiert sich heute merklich ausgewogener und gefasster als bei meiner letzten Probe vor drei Jahren, wirkt dabei aber frisch, immer noch mit Kraft und Potential für mehr. Sehr gut.
Meine Wein-Notizen
Ihr findet mich außerdem in den wineBANKs, zumeist im Rheingau.
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