Frankreich war das Vorbild, aber nur was das burgundische System der Klassifizierung betraf. Aber bei Weißwein und insbesondere beim Riesling war Frankreich stilistisch gerade eben nicht ein Vorbild. Elsässer Rieslinge wollte niemand kopieren. Ein stilstisches Modell, was anfänglich eher eine Rolle spielte, waren Wachauer Smaragde.amateur des vins hat geschrieben: ↑Di 21. Jul 2026, 21:15 Naja, Ulli - ein bißchen schlachtest Du hier schon einen Strohmann: Nur, weil das VDP-Konzept zu GG nicht geschlossen war, ist oder sein wird, heißt das ja keineswegs, daß Fronkraisch nicht das große Vorbild gewesen wäre:
Du bist schlecht informiert. Beim initialen Rollout der VDP-Klassifikation war vorgesehen, dass die Regeln ganz genauso für die restsüßen Weine gelten sollten: Prädikatsverbot und Lagenverbrauch. Die Süßweine sollten exakt dem selben Konzept folgen wie die trockenen.Und daß es nicht ausschließlich ein Marketinginstrument war, entspringt IMHO schon daraus, daß man sich zunächst vollständig auf trockene Weine kaprizierte und die Süßweinkultur mehr schlecht als recht später zu integrieren versuchte.
Dummerweise hatte man das im Vorfeld nicht mit den VDP-Betrieben an der Mosel abgestimmt, und als die begriffen, was da auf sie zukommt, kam es zum Aufstand, welcher fast den VDP zerlegt hätte. Im Ergebnis hat man dann nichts "mehr schlecht als recht integriert", sondern zur Befriedung bei den Süßweinen einfach alles genauso gelassen, wie es vor 2001 war (außer dass man die Lagen klassifiziert hat).
Gruß
Ulli