Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Hohe Brisanz, kurzes Verfallsdatum
bordeauxlover
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von bordeauxlover »

Herzlichen Dank, sehr informativ. Kleiner Einwand: Gibt es Weine ganz ohne Sulfite? Kaum, oder? Ohne zugesetzte Sulfite? Sehr selten, oder? Diese Info scheint mir daher nicht so wirklich weiterführend. Oder habe ich da etwas Wesentliches übersehen?

Schöne Grüße
Armin
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UlliB
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von UlliB »

nm_ hat geschrieben: Sa 18. Jul 2026, 20:50 Ich habe auf Basis einiger Händlerseiten, auf denen die Zutatenlisten ohne viel Aufwand automatisch abrufbar waren, eine Übersicht über Zusätze in VDP GGs 2024 erstellt. Vielleicht interessiert das hier ja auch den ein oder anderen.
Oh ja, mich zum Beispiel. Vielen Dank für deine Mühe.

Und es ist sehr interessant, dass etliche 24er VDP-GGs chaptalisiert wurden, auch solche von hoch renommierten Mitgliedern. Ich hatte das schon vermutet, aber nicht weiter verfolgt.

Die Gründer des Vereins, der ursprünglich mal VDN hieß (wofür das "N" da stand, kann man ja mal recherchieren), dürften sich im Grabe umdrehen. Aber den heutigen Mitgliedern ist das sch***egal, hauptsache der Stil entspricht der Erwartung an ein GG und die Kasse klingelt.

Gruß
Ulli
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EThC
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von EThC »

...super, vielen Dank! Das bestätigt ein paar der CMC-Verdächtigen, die das wohl prophylaktisch in alles reinhauen und nicht nur da, wo's aus speziellen Gründen vertretbar bzw. angemessen scheint. Und es räumt auch in gewisser Weise den Verdacht aus, daß Bischel und Wagner-Stempel Heerkretz und Scharlachberg jeweils für den anderen mitmachen, auch wenn die 21er der beiden Güter quasi gleich schmeckten...
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

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weinaffe
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von weinaffe »

Hallo zusammen,

es geht auch durchaus ohne QR-Code. Manche Winzer, die auch nichts zu verbergen haben, schreiben einfach alle erforderlichen Angaben direkt auf das Rückenetikett. So z. B. der Zehntkeller in Iphofen (Bioland zertifiziert).

LG
Bodo
nm_
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von nm_ »

Ich habe mal alle 455 deutschen, trockenen 2024er die bei Lobenberg mit Zutaten verfügbar sind abgerufen, die vollständige Liste der Länge wegen nicht direkt im Post sondern hier: https://pastebin.com/3WhGWUgV

"Zusätze" sind im Folgenden alle Zutaten außer Sulfiten und Packgasen: Saccharose, Weinsäure, Metaweinsäure, Cellulose, Milchsäure, Gummiarabicum, Hefe-Mannoproteine, Carboxymethylcellulose, Ascorbinsäure, Zitronensäure, Konzentrierter Traubenmost, Äpfelsäure, Lysozym, Kaliumpolyaspartat.
Sulfite waren allen betrachteten Weinen zugesetzt. Packgase waren deklariert als: unter Schutzatmosphäre abgefüllt, Kohlendioxid, Stickstoff.

Alle Ergebnisse sind mit Vorsicht zu genießen: Ich habe die meisten Angaben ungeprüft von gute-weine.de übernommen ohne sie bei den Weingütern/anderen Händlern zu verifizieren. Bei Einzelfällen, die ich gestern angeschaut hatte, haben Zutatenangaben beim Händler gefehlt. Außerdem ist das Lobenberg Sortiment sicher keine repräsentative Stichprobe aller deutschen Weine.

Zusammenhang zwischen Preis und Anzahl Zusätzen
Anteil der Weine mit Zusätzen nach Preisband:
  • bis 15 €: 38 von 66 (58%)
  • 15–25 €: 55 von 139 (40%)
  • 25–40 €: 37 von 91 (41%)
  • 40–70 €: 26 von 112 (23%)
  • über 70 €: 14 von 47 (30%)
Je günstiger der Wein, desto häufiger enthält er Zusätze.


Median-Preis der Weine mit / ohne einzelnen Zusatz:
  • Saccharose: mit (118 Weine) 22,65 € – ohne (337) 29,00 €
  • Weinsäure: mit (70) 23,50 € – ohne (385) 29,50 €
  • Metaweinsäure: mit (20) 16,75 € – ohne (435) 28,05 €
  • Cellulose: mit (16) 18,95 € – ohne (439) 28,00 €
  • Gummiarabicum: mit (12) 22,00 € – ohne (443) 28,00 €
  • Milchsäure: mit (12) 20,50 € – ohne (443) 28,00 €
Jeder Zusatzstoff kommt häufiger in günstigeren Weinen vor.


Spearman-Rangkorrelation Preis vs. Anzahl Zusätze, nach Qualitätsstufe:
  • Gutswein: n = 26, rho = −.48, p = .014, Anteil mit Zusätzen: 46%
  • Ortswein: n = 42, rho = −.34, p = .029, Anteil mit Zusätzen: 43%
  • 1G/EG: n = 54, rho = −.26, p = .059, Anteil mit Zusätzen: 43%
  • GG: n = 121, rho = −.21, p = .022, Anteil mit Zusätzen: 36%
  • ---
  • Sonstige: n = 212, rho = −.20, p = .003, Anteil mit Zusätzen: 34%
  • Gesamt: n = 455, rho = −.19, p < .001, Anteil mit Zusätzen: 37%
"Teurer -> weniger Zusätze" gilt nicht nur insgesamt, sondern innerhalb jeder einzelnen Qualitätsstufe.

Zusammenhang zwischen VDP-Klassifikation und Anzahl Zusätzen
Anteil der Weine mit Zusätzen nach Klassifikation:
  • Gutswein: 12 von 26 mit Zusatz (46%), Median 14,25 €
  • Ortswein: 18 von 42 (43%), Median 19,15 €
  • 1G/EG: 23 von 54 (43%), Median 27,75 €
  • GG: 44 von 121 (36%), Median 52,00 €
  • ---
  • sonstige: 73 von 212 (34%), Median 22,00 €
Die Klassifikationsstufe scheint (im Gegensatz zum Preis) keinen großen Einfluss auf die Anzahl Zusätze zu haben.

Rangkorrelation Klassifikation (Gutswein = 1, Ortswein = 2, 1G/EG = 3, GG = 4) vs. Anzahl Zusätze, nach Preisband:
  • 0–15 €: n = 23, rho = +.25, p = .271, Anteil mit Zusätzen: 74% (Gutswein 15, Ortswein 7, 1G/EG 1)
  • 15–25 €: n = 58, rho = +.24, p = .068, Anteil mit Zusätzen: 43% (Gutswein 10, Ortswein 26, 1G/EG 18, GG 4)
  • 25–40 €: n = 54, rho = +.28, p = .039, Anteil mit Zusätzen: 43% (Gutswein 1, Ortswein 7, 1G/EG 24, GG 22)
  • 40–70 €: n = 76, rho = +.07, p = .546, Anteil mit Zusätzen: 33% (Ortswein 2, 1G/EG 11, GG 63)
  • über 70 €: n = 32, nur GGs – Anteil mit Zusätzen: 22%
  • ---
  • Gesamt: n = 243, rho = −.06, p = .325, Anteil mit Zusätzen: 40% (Gutswein 26, Ortswein 42, 1G/EG 54, GG 121)
Innerhalb der Preisbänder scheinen höher klassifizierte Weine sogar eher mehr Zusätze zu haben. Eventuell weil ein teurer Ortswein von einer anderen Art Hersteller stammt als ein günstiges GG?

Zusammenhang zwischen Region, Rebsorte, Hersteller und Anzahl Zusätzen
Anteil der Weine mit Zusätzen nach Anbaugebiet:
  • Franken: 25 von 36 (69%), Saccharose 3 (8%), Säuerung 22 (61%)
  • Rheinhessen: 32 von 58 (55%), Saccharose 30 (52%), Säuerung 7 (12%)
  • Baden: 18 von 40 (45%), Saccharose 13 (32%), Säuerung 12 (30%)
  • Rheingau: 18 von 40 (45%), Saccharose 15 (38%), Säuerung 9 (22%)
  • Nahe: 17 von 41 (41%), Saccharose 16 (39%), Säuerung 3 (7%)
  • Mosel Saar Ruwer: 23 von 75 (31%), Saccharose 22 (29%), Säuerung 0 (0%)
  • Pfalz: 36 von 142 (25%), Saccharose 19 (13%), Säuerung 32 (23%)
  • Württemberg: 0 von 10 (0%), Saccharose 0 (0%), Säuerung 0 (0%)
  • Ahr: 0 von 12 (0%), Saccharose 0 (0%), Säuerung 0 (0%)
  • Mittelrhein: 1 von 1 (100%), Saccharose 0 (0%), Säuerung 0 (0%)
Säuerung = mindestens eine von: Weinsäure, Milchsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure (Metaweinsäure und Ascorbinsäure zählen nicht)

Anteil der Weine mit Zusätzen nach Rebsorte:
  • Silvaner: 16 von 21 mit Zusatz (76%), Saccharose 3 (14%), Säuerung 13 (62%)
  • Riesling: 99 von 253 (39%), Saccharose 84 (33%), Säuerung 35 (14%)
  • Weißburgunder: 14 von 38 (37%), Saccharose 7 (18%), Säuerung 7 (18%)
  • Grauburgunder: 4 von 11 (36%), Saccharose 2 (18%), Säuerung 4 (36%)
  • Chardonnay: 12 von 36 (33%), Saccharose 9 (25%), Säuerung 11 (31%)
  • Spätburgunder: 13 von 68 (19%), Saccharose 7 (10%), Säuerung 8 (12%)
Hersteller (mind. 3 Weine) mit Zusätzen in keinen/allen/manchen Weinen:
  • Kein Zusatz (19 Hersteller): Markus Molitor (17 Weine), Dönnhoff (14), Seckinger (11), Peter Jakob Kühn (10), Franz Keller (9), Kissinger-Bähr (8), Reinhold und Cornelia Schneider (7), Clemens Busch (7), Meyer-Näkel (7), Weingut Andres (6), Rebholz, Ökonomierat (6), Lassak (5), Weingut Bertram-Baltes (5), Günther Steinmetz (4), Weingut Wagner-Stempel (4), Thomas Haag / Schloss Lieser (4), Aldinger (3), Vollenweider (3), Hofgut Falkenstein (3)
  • Alle Weine mit Zusatz (6 Hersteller): Müller Catoir (8 Weine), Dr. Loosen (7), Weingut Künstler (5), Gunderloch (3), Kühling–Gillot (3), St. Antony (3)
  • Manche Weine mit Zusatz: 34 Hersteller
Ob ein Wein Zusätze enthält scheint stark am Hersteller zu hängen: 42% der Hersteller setzen entweder allen oder keinen ihrer Weine mehr als Sulfite und ggf. Packgase zu.

Sonstiges
Hersteller entscheiden in manchen Fällen bei der gleichen Lage im gleichen Jahrgang sehr unterschiedlich, was sie ihrem GG zusetzen:
  • St. Antony Pettenthal: Saccharose
  • Gunderloch Pettenthal: Metaweinsäure
  • Kühling–Gillot Pettenthal: Saccharose, Weinsäure
Hersteller mit den meisten Zusätzen (Durchschnitt pro Wein, mind. 3 Weine):
  • Weingut Künstler: durchschnittlich 3,4 (5 Weine; Ascorbinsäure, Cellulose, Gummiarabicum, Saccharose)
  • Holger Koch: durchschnittlich 3,2 (9 Weine; Saccharose, Weinsäure, Gummiarabicum, Hefe-Mannoproteine)
Überschneidung Säuerung und Anreicherung:
  • Von 85 Weinen mit Säuerung enthalten 41 auch Saccharose (48%).
  • Von 118 Weinen mit Saccharose enthalten 41 auch eine Säuerung (35%).
Teuerste Weine mit Zusätzen:
  • Battenfeld–Spanier Zellertal Kreuzberg GG ’24, 235 €: Saccharose+Weinsäure
  • Robert Weil Monte Vacano ’24, 210 €: Saccharose+Weinsäure
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Jochen R.
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von Jochen R. »

nm_ hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 13:41 ...
Alle Ergebnisse sind mit Vorsicht zu genießen: Ich habe die meisten Angaben ungeprüft von gute-weine.de übernommen ohne sie bei den Weingütern/anderen Händlern zu verifizieren. Bei Einzelfällen, die ich gestern angeschaut hatte, haben Zutatenangaben beim Händler gefehlt. Außerdem ist das Lobenberg Sortiment sicher keine repräsentative Stichprobe aller deutschen Weine.
...
Über diese Aussage bin ich jetzt doch einwenig überrascht, war es doch bei LOB lange Praxis, so manche VKN (fast) 1:1 inkl. irgendwelcher Prozentangaben zu kopieren. Falls mich da tatsächlich was interessiert, schaue ich ganz sicher nach einer anderen Quelle.

Viele Grüße,
Jochen
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von nm_ »

Jochen R. hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 13:48 Über diese Aussage bin ich jetzt doch einwenig überrascht, war es doch bei LOB lange Praxis, so manche VKN (fast) 1:1 inkl. irgendwelcher Prozentangaben zu kopieren.
Mich hat das auch gewundert. Wenn die Zutatenangaben komplett fehlen würden wäre es weniger irreführend, sie waren aber (in den Fällen die mir aufgefallen sind) unvollständig da, zB:

Schäfer Fröhlich: Riesling Felsenberg Großes Gewächs 2024
https://www.gute-weine.de/produkt/schae ... 24-75162h/: Trauben, Sulfite
https://www.weingut-schaefer-froehlich. ... ing_GG.pdf: Trauben, Saccharose, Sulfite

Dr. Loosen: Riesling Wehlener Sonnenuhr Alte Reben Großes Gewächs 2024
https://www.gute-weine.de/produkt/dr-lo ... 24-74060h/: Trauben, Sulfite
https://drloosen.de/products/2024-wehle ... alte-reben > https://www.glvweuz.de/25761625325.htm: Trauben, Saccharose, CMC, Sulfite
Hier unterscheiden sich auch die Nährwerttabellen zwischen Händler und Hersteller.
amateur des vins
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von amateur des vins »

@nm_
Danke für den Aufwand; ich finde das durchaus interessant. Das Tüpfelchen auf dem i wäre jedoch, wenn Du das in aussagekräftige Graphen verpackt hättest - ich habe nicht den Nerv, mich durch die "Wand aus Text" zu arbeiten. Wie wurde uns im Studium eingetrichtert: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Irgendeine Chance, daß Du Dir die Mühe auch noch machst?
Besten Gruß, Karsten
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Rieslingfan
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von Rieslingfan »

Nach meiner Erfahrung sind die Inhaltsangaben bei Händlern mitunter nicht korrekt, d. h. es werden die Werte aus dem vorherigen Jahrgang angezeigt, bzw. sie sind zum Teil grundsätzlich falsch.

Aus meiner Sicht sollte man sich nach den Inhaltsstoffen stets über die Website des betreffenden Winzers informieren. Wobei es nach wie vor namhafte Winzer gibt, die die Inhaltsstoffe auf ihrer Website nicht angeben, bzw. wieder entfernt haben.
Gruß Markus
Nora
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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Beitrag von Nora »

nm_ hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 14:03
Jochen R. hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 13:48 Über diese Aussage bin ich jetzt doch einwenig überrascht, war es doch bei LOB lange Praxis, so manche VKN (fast) 1:1 inkl. irgendwelcher Prozentangaben zu kopieren.
Mich hat das auch gewundert. Wenn die Zutatenangaben komplett fehlen würden wäre es weniger irreführend, sie waren aber (in den Fällen die mir aufgefallen sind) unvollständig da, zB:

Schäfer Fröhlich: Riesling Felsenberg Großes Gewächs 2024
https://www.gute-weine.de/produkt/schae ... 24-75162h/: Trauben, Sulfite
https://www.weingut-schaefer-froehlich. ... ing_GG.pdf: Trauben, Saccharose, Sulfite

Dr. Loosen: Riesling Wehlener Sonnenuhr Alte Reben Großes Gewächs 2024
https://www.gute-weine.de/produkt/dr-lo ... 24-74060h/: Trauben, Sulfite
https://drloosen.de/products/2024-wehle ... alte-reben > https://www.glvweuz.de/25761625325.htm: Trauben, Saccharose, CMC, Sulfite
Hier unterscheiden sich auch die Nährwerttabellen zwischen Händler und Hersteller.
Vielen Dank auch von mir!

Ich möchte auf Folgendes hinweisen:

Auf Dr. Loosens Homepage steht auf den jeweiligen Zutatenlisten aller Weine, einschließlich der Prädikatsweine, folgender Eintrag: „Trauben, Saccharose, Carboxymethylcellulose, Enthält geringe Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Eiweiß und Salz“.

Daraus kann man entweder schließen, dass das Weingut ganz offensichtlich gegen das deutsche Weinrecht verstößt, weil es auch die Prädikatsweine chaptalisiert, oder man kann davon ausgehen, dass das Weingut der Pflicht zur Inhaltsangabe so nachkommt, dass es eine einzige, standardisierte Sammel-Zutatenliste für ihr gesamtes Portfolio nutzt.

Da ich ganz stark von Letzteren ausgehe, hilft diese Kennzeichnung dort nicht viel für den einzelnen Wein. Daraus könnte sich aber auch die Diskrepanz zwischen der Zutatenliste bei Lobenberg und bei dem Weingut erklären.

VG Nora
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