Lisa Bunn

Bernd Schulz
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Re: Lisa Bunn

Beitrag von Bernd Schulz »

Wie ich gerade festgestellt habe, hatte ich den im aktuellen Paket enthaltenen 24er Grauburgunder im Dezember 2025 schon mal getrunken und für gar nicht schlecht befunden. Heute gefällt er mir noch einen Tick besser:

Bild

Aus meiner Sicht ist das ein trockener Weißer, der nahezu jedem Anspruch gerecht werden kann, da er durchaus mehrheitsfähig ist, ohne auf den anspruchsvollen Weinfreund banal klümpchensfruchtig zu wirken. Er mutet weder süßlich noch staubtrocken an, die Säure ist einigermaßen lebendig, aber sie brennt empfindlicheren Trinkern beileibe kein Loch in die Magenwand. Alle Komponenten greifen hervorragend ineinander, während man nie das Gefühl hat, ein mit diverser Kosmetik gestyltes Retortenprodukt zu trinken - alles in allem muss man das erst einmal so hinbekommen! Hut ab, Frau Bunn! Wenn Grauburgunder der Basisklasse, dann unbedingt so!

Herzliche Grüße

Bernd
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Schönibert
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Re: Lisa Bunn

Beitrag von Schönibert »

Haha, stimmt, ich hatte den ja auch schon im Glas letztes Jahr. Na dann bin ich mal gespannt auf die Nachverkostung.
Schönibert hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 13:25 Lisa Bunn 2024 Grauer Burgunder
[...]
Viele Grüße,
Euer Schöni
Bernd Schulz
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Re: Lisa Bunn

Beitrag von Bernd Schulz »

In meinem Glas liegt gerade der trockene 24er Riesling vom Rotliegenden:

Bild

Auf dem Etikett des erstaunlich alkoholarmen Weins würde bei einem Martin Müllen sicher "Kabinett trocken" stehen ;) - mir gefällt dieser leichtgewichtige, aber trotzdem substanzhaltige Rieslingstil sehr gut, obwohl die Grenze zum Anstrengenden nicht weit entfernt liegt, weshalb man sicher nicht von Mehrheitsfähigkeit sprechen kann. Und natürlich wird es in Nierstein nicht jedes Jahr möglich sein, solch einen trockenen Leichtwein zu erzeugen. Lisa Bunn hat hier offenbar die Chancen, die 2024 bot, in (für mich) erfreulicher Weise genutzt, anstatt den Wein zu chaptalisieren, um ihm mehr Körper zu verleihen und ihn auf diese Art etwas glatter zu bügeln.

Nachkauf für mich = 3 von 3 zum durch das Juli-Paket entstandenen Preis. Beim regulären Kurs von 15 Euro wäre ich dagegen raus, obwohl auch die 15 Euro keinen Mondpreis darstellen.

Herzliche Grüße

Bernd
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Schönibert
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Re: Lisa Bunn

Beitrag von Schönibert »

2024 Lisa Bunn Niersteiner Vom Rotliegenden Riesling trocken

Hallo Bernd, das hast du meines Erachtens sehr zutreffend beschrieben. Da bleibt mir eigentlich nichts hinzuzufügen, außer das ich in der Nase einen laktischen Einschlag habe, keine Butter, aber sowas wie eine Crème Fraîche, was ich eher mit einen breiter aufgestellten Wein assoziiere und mich - zumindest Anfangs - kurz auf die falsche Fährte gelockt hat. Er ist aber tatsächlich leichtgewichtig im besten Sinne und trotzdem nicht ohne Struktur. Das macht mir große Freude.
Viele Grüße,
Euer Schöni
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Schönibert
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Re: Lisa Bunn

Beitrag von Schönibert »

2024 Lisa Bunn Grauer Burgunder

Gefällt mir heute noch weniger als letztes mal. Würziger, sherryartiger Eindruck, oxidativ, herb. Nicht gekippt, aber man denkt kurz, dass das hier der Fall sein könnte. Der Wein riecht nach Pferdeschweiß oder altem Zaumzeug. Früchte habe ich hier gar keine, es geht eher in eine Single Malt Richtung mit seiner weißen Eiche. Ganz eigenartige Flasche.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Bernd Schulz
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Re: Lisa Bunn

Beitrag von Bernd Schulz »

Schönibert hat geschrieben: Fr 10. Jul 2026, 22:25 Gefällt mir heute noch weniger als letztes mal. Würziger, sherryartiger Eindruck, oxidativ, herb. Nicht gekippt, aber man denkt kurz, dass das hier der Fall sein könnte. Der Wein riecht nach Pferdeschweiß oder altem Zaumzeug. Früchte habe ich hier gar keine, es geht eher in eine Single Malt Richtung mit seiner weißen Eiche. Ganz eigenartige Flasche.
Da würde ich aber wirklich meinen, dass mit der Flasche etwas nicht stimmt, denn die von dir beschriebenen Noten habe ich nicht im Entferntesten in dem Grauburgunder gefunden. Ich bin mal gespannt auf meine zweite Pulle!

Herzliche Grüße

Bernd
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Schönibert
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Re: Lisa Bunn

Beitrag von Schönibert »

Da bin ich bei dir, es passt nicht zu meinem Eindruck vom letzten Dezember. Da hatte mich der Wein allerdings auch nicht begeistert.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Bernd Schulz
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Re: Lisa Bunn

Beitrag von Bernd Schulz »

Dass dich der Wein im letzten Dezember nicht begeistert hat, kann ich schon verstehen. Früher war Grauburgunder - und ein solcher ist es nun mal - auch nicht mein Fall; mir fehlte da bei fast immer eher fülligem Körper die Säure und damit die Spannung. Beim Weißburgunder war es ähnlich, aber da war immerhin häufiger eine blütige Eleganz zu finden, die dem Grauburgunder abging.

Mit zunehmendem Alter bin ich aber nicht mehr so säuresüchtig. Und man muss ja bei der Beurteilung eines Weins auch nicht immer einer Meinung sein!

Herzliche Grüße

Bernd
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Schönibert
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Re: Lisa Bunn

Beitrag von Schönibert »

Weißburgunder mag ich. Grauburgunder ist bei mir wohl eher ein grundsätzliches Problem, Bernd. Find den einfach lahm. Das wird auch nichts mehr. Ist aber auch in Ordnung, es gibt ja genug Fans. Chardonnay ist auch oft lahm - aber manchmal nicht, so wie dieser hier:

2023 Lisa Bunn Chardonnay Reserve

Sattes, spätlesiges goldgelb. Sehr einnehmende Nase, Orangenschale und Salbei, irgendwie sehr Süd-Italienisch.

Bin in der Tat echt überrascht, wie dicht gewebt das hier mit den angegebenen 12% ist. Wird dann zunehmend würziger, Garrigue-Honig, Zimt und Pimentpfeffer in der Nase und dazu ne Kugel Vanilleeis.

Unerwartet, also das ganze - aber mich machts grad irgendwie ziemlich an. Und ja, blind wär ich komplett lost.
Viele Grüße,
Euer Schöni
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Re: Lisa Bunn

Beitrag von Bernd Schulz »

Schönibert hat geschrieben: Sa 11. Jul 2026, 21:14 2023 Lisa Bunn Chardonnay Reserve
Den hatte ich heute auch im Glas, denn Ralf Gundlach war bei mir, und er hatte genau diesen Wein im Gepäck, um ihn als erstes Getränk des Abends auszupacken. Witzigerweise hatte auch ich denselbigen Wein kaltgestellt, um ihn Ralf blind zu servieren, aber so war ich derjenige, der raten musste.
Schönibert hat geschrieben: Sa 11. Jul 2026, 21:14 Und ja, blind wär ich komplett lost.
War ich zugegebenermaßen auch! ich bin weder direkt auf die Sorte noch auf das Herkunftsland gekommen (mein erster Rateversuch ging in Richtung Österreich, erst mein zweiter dann in Richtung Deutschland).

Und wir waren beide von dem Wein nur bedingt begeistert. Nicht schlecht, aber seine 23 Euro Originalpreis gewiss nicht wert - das war unsere einhellige Meinung. Eine genauere VKN folgt morgen.

Herzliche Grüße

Bernd
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