Roussillon - die Weißweine

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Bernd Schulz
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Re: Roussillon - die Weißweine

Beitrag von Bernd Schulz »

Vor etwa zwanzig Jahren war ich ein großer Freund der Weine von Gerard Gauby; besonders angetan hatte es mir sein "kleiner" Rotwein "Les Calcinaires", aber auch seine höherpreisigen Weine haben durchaus in geringen Mengen den Weg in meinen Keller gefunden (zum 2000er "La Muntada" gibt es bereits eine VKN in Geralds Datenbank). Mittlerweile scheint Gerards Sohn Lionel im Betrieb das Ruder übernommen zu haben - ich habe mir jetzt nach langer Zeit noch einmal (zum Abverkaufspreis bei PdP ;)) einen Gauby gegönnt, aber diesmal einen Weißen:

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Es handelt sich um einen beeindruckend starken, weil alles andere als uneleganten Weißwein aus dem tiefsten französischen Süden. Offenkundig zeichnet sich die Domaine Gauby durch eine langjährige Konstanz als erstklassiger Erzeuger im Roussillon aus - wirkliche Kenner des Gebiets wissen das wohl längst, aber mir ist das gerade erst wieder richtig klargeworden.... :oops:

Herzliche Grüße

Bernd
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Re: Roussillon - die Weißweine

Beitrag von EThC »

...nicht so brutal wie zuerst vermutet:

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Viele Grüße
Erich

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Re: Roussillon - die Weißweine

Beitrag von EThC »

...ist zwar orange, stell ich aber trotzdem mal hier ein:

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Erich

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Re: Roussillon - die Weißweine

Beitrag von EThC »

...zwar ein ganz schöner Muschelbegleiter, aber in die Nachkaufränge schafft's der Wein nicht so ganz:

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Erich

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officertommy
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Re: Roussillon - die Weißweine

Beitrag von officertommy »

Gestern in einer kleinen Runde Naturweinaffiner und -"geschulter" Weinfreunde zur Verkostung angeboten: Matassa VdF Brutal Orange 2024, 100% Macabeu, 10 vol%alc.
Den Wein habe ich tags zuvor geöffnet u nach einem (eher abstossenden) Probeschluck in die Kühlung gegeben, dann am nächsten Abend karrafiert.

Farblich ergab sich ein dunkles, trübes Orange, das ins bräunliche ging.
In der Nase zeigten sich dann Zitrusfrüchte, dann sprach jemand von "Brett", dies wurde vom Rest der Runde nicht bestätigt. Am Gaumen dann die Enttäuschung: Es zeigte sich eine starke Bitterkeit mit unbalancierter Säure und Salz, so dass alle unisono davon sprachen, dass dies keinen Trinkspaß verursacht. Eine detailliertere Beschreibung ist mir nicht möglich.
Die Flasche wurde - zu meiner Enttäuschung ob meiner Erwartung- entsorgt. Etwas überrascht war ich von den mir bekannten Verkostungsbeschreibungen im Netz und hier. Ob dieser negative Eindruck nun am Jahrgang, an der Flasche oder an den Verkostern lag, sei dahin gestellt. Ob dieser Wein "freakig" ist oder "funky"? Naja. Hätte ich dem Wein noch mehr Zeit geben sollen? Vielleicht. Sei es drum...
Beste Grüße

Jörg
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Re: Roussillon - die Weißweine

Beitrag von EThC »

...zum 18er, den ich in 2024 getrunken habe, hatte ich Folgendes formuliert:

Der Name „Brutal“ in Verbindung mit der etikettalen Aufmachung läßt selbst bei mir vermuten bis erwarten, daß es hier ordentlich freakig zugeht, letztlich handelt es sich jedoch um einen eher braven, wenn auch nicht unspannenden Orange, aber womöglich war er ja in jüngeren Jahren noch etwas wilder unterwegs, wer weiß? Der Hauptreiz entspringt dabei dieser einzigartigen Adstringenz, die auf den Trockenagrumen aufbaut, insgesamt fehlt’s dann aber doch an Komplexität für die „3er“-Riege…

Also insgesamt aus meiner Sicht damals im sechsten Jahr recht ordentlich, aber nicht außergewöhnlich (gut).

Bei diesen Sachen ist's halt in manchen Jahren top, in anderen flop. Ich hab auch schon einige Anfangsflopper dann einfach mehrere Tage stehen lassen, im Extremfall bis zu 30, um dann manchmal eine erstaunliche Wendung zum Positiven festzustellen. Aber das passiert natürlich nicht immer und während einer Weinrunde hilft's auch niemandem so wirklich...
Viele Grüße
Erich

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