...noch ein neuer Faden für ein legendäres Weingut! Warum gab's den noch nicht?
2011er Blaufränkisch - Rust Ried Mariental - trocken - Qw
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
Ernst Triebaumer – Ried Oberer Wald Blaufränkisch 2017, 13 % vol.
Am ersten Tag sehr verschlossen. In der Nase nur verhaltene Anklänge reifer dunkler Früchte wie Pflaume, Blaubeere und Sauerkirsche.
Am zweiten Tag karaffiert, jedoch ohne erkennbare positive Entwicklung: Der Wein bleibt verschlossen, wirkt dumpf und eindimensional. Dezente Frucht, zwar sortentypisch Blaufränkisch, insgesamt aber ausgesprochen zurückhaltend. Am Gaumen im Abgang eine störende scharf-bittere Note.
Es stellt sich die Frage nach einem möglichen Flaschenfehler, was innerhalb der Verkostungsrunde jedoch nicht eindeutig geklärt werden konnte. Insgesamt eine große Enttäuschung und dem aufgerufenen Preis keinesfalls angemessen. Der verbliebene Rest der Flasche wird sinnvollerweise als Kochwein verwendet.
Eine neue Erfahrung!
Natürlich kenne ich Ernst Triebaumer - dem Namen nach. Tatsächlich hatte ich aber bisher erst extrem wenige Weine des Guts, und das waren allesamt Blaufränkisch. (Ein einsames Mariental harrt noch auf den richtigen Moment.)
Dieser hier war kürzliche Beifang:
Ernst Triebaumer, Ried Bandkräftn 2022 Chardonnay
Der allererste Eindruck suggeriert mäßig starke Reduktion bei großer Dichte, aber ich bin (im Nachhinein) nicht sicher, ob das paßt. Vollkommen dominiert wird dieser Eindruck nämlich alsbald von einer UHU-Note, die ich in dieser "Sauberkeit" und Intensität noch nicht hatte: Wenn ich über "Naturweine" maule, dann haben diese zwar bisweilen (selten) noch etwas ausgeprägtere Fehltöne, aber nicht in dieser Reinheit. Einher geht das mit einer Schärfe in der Nase, die sicher nicht auf die 13,5 Umdrehungen zurückzuführen ist.
Am Gaumen findet sich all dies zwar auch, ist aber aufgrund der Dichte und Reife ein Stück weit maskiert. Die Säure ist frisch, aber völlig im Rahmen - die Sensation gen Abgang muß also wohl mit dem Ethylacetat (oder Aceton) zu tun haben. Schafft man es, an diesem krassen Fehlton vorbeizuschmecken, zeigt sich dichte, reife, typisch gelbe Frucht. Das hätte ziemlich interessant sein können...
Sorry, aber nee. Trinkbar, Potential andeutend, aber in meinen Augen leider fehlerhaft.
Zuletzt geändert von amateur des vins am Fr 26. Jun 2026, 09:55, insgesamt 1-mal geändert.
...der 21er war im Januar 25 nicht verklebt, war aber auch nichts, das in meinen Augen Größe hatte, auch nicht die Anlagen dazu. Hatte Deine Flasche auch einen Jahrgang
Und: ein vor nicht allzu langer Zeit probierter 2011er Marienthal erschien noch sehr jung...
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.