Jetzt freue ich mich auf die kommenden 2023 Auslieferungen nach dem Sommer und etwas Ruhe bzgl. der Sub., obwohl es doch immer wieder Spaß macht...
Bordeaux 2025
Re: Bordeaux 2025
Meine Bestellungen sind auch durch: Larcis Ducasse, Brane Cantenac, La Gafelerie, Gruaud L., BSB, Troplong Mondot, Canon, LLC, Figeac, LCHB, Montrose, L. Conselleinte, VCC. Jeweils 2,3 Flaschen.
Jetzt freue ich mich auf die kommenden 2023 Auslieferungen nach dem Sommer und etwas Ruhe bzgl. der Sub., obwohl es doch immer wieder Spaß macht...
Jetzt freue ich mich auf die kommenden 2023 Auslieferungen nach dem Sommer und etwas Ruhe bzgl. der Sub., obwohl es doch immer wieder Spaß macht...
Re: Bordeaux 2025
Hallo zusammen,
zum Abschluss der Kampagne anbei noch diese Kolumne von Christoph Raffelt zu Bordeaux:
LG,
Björn
https://www.tesdorpf.de/journal/kolumne ... j44r63ZFAA
zum Abschluss der Kampagne anbei noch diese Kolumne von Christoph Raffelt zu Bordeaux:
LG,
Björn
https://www.tesdorpf.de/journal/kolumne ... j44r63ZFAA
--------------------------------------------
"Not that we needed all that for the trip, but once you get locked into a serious drug-collection, the tendency is to push it as far as you can." (Hunter S. Thompson, Fear and Loathing in Las Vegas)
"Not that we needed all that for the trip, but once you get locked into a serious drug-collection, the tendency is to push it as far as you can." (Hunter S. Thompson, Fear and Loathing in Las Vegas)
Re: Bordeaux 2025
Furchtbarer Artikel, widersprüchlich und unterkomplex.
Cheers,
Ollie
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
- Jochen R.
- Beiträge: 3058
- Registriert: Mo 6. Dez 2010, 19:53
- Bewertungssystem: Auf Benutzername klicken
Re: Bordeaux 2025
Ich habe den Artikel zumindest mal gerne gelesen, danke Björn!
Es wird ja bestimmt noch aufgeklärt, was furchtbar, widersprüchlich und unterkomplex ist.
Viele Grüße,
Jochen
Es wird ja bestimmt noch aufgeklärt, was furchtbar, widersprüchlich und unterkomplex ist.
Viele Grüße,
Jochen
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)
-
amateur des vins
- Beiträge: 5199
- Registriert: Sa 10. Mär 2012, 21:47
- Wohnort: Berlin
Re: Bordeaux 2025
Er hätte mal damit anfangen können, nicht wie wild zwischen Masse und Spitze hin-und-herzuspringen und beide in einen Topf zu werfen.
Besten Gruß, Karsten
-
Matthias Hilse
- Beiträge: 469
- Registriert: Di 30. Nov 2010, 18:12
- Kontaktdaten:
Re: Bordeaux 2025
Guten Abend,amateur des vins hat geschrieben: ↑Do 18. Jun 2026, 20:44 Er hätte mal damit anfangen können, nicht wie wild zwischen Masse und Spitze hin-und-herzuspringen und beide in einen Topf zu werfen.
die Auswahl des "Zitierankers" ist beliebig jenseits der Semantik, die sich hieraus entwickeln läßt. In meiner über 20-jährigen professionellen Befassung mit Bordeaux bin ich bisher noch nicht auf den Namen des Verfassers dieser Kolumne gestoßen. Jener Weinhandel aber, in dessen Namen (implizit) dies veröffentlicht wird, dürfte ja selber mit seiner Jahrhunderte überspannenden Geschäftstätigkeit genau Gegenstand der in diesem - bitte entschuldigen Sie - erbärmlichen Text angeklagten Maledeien sein.
Wenn der Text also jenseits aller Platitüden, Verallgemeinerungen, Inkonsistenzen, Banaliäten u.e.m. zu etwas taugt, dann vielleicht die Verschlankung des "Kolumnenhosts" TESDORPF in Topf, in den hineinzuwerfen diesen Text man sich leicht eingeladen fühlt.
Wer jetzt, inmitten der Subskription 2025, mit einer Kritik kommt, die genau in dieser Primeurkampagne "aber so etwas von gestern" ist - wer also in seiner Kolumne genau das beklagt, was gerade gelöst wird, der zeigt eigentlich nicht anderes als: sein Blick ist von gestern.
In einer Zeit der ubiquitären Gegenwart ist das aber nichts anderes als ein Ausweis mißglückter Vergangenheitsbewältigung.
Nur kurz zum Nachdenken: wo liegt die Logik in der Annahme, ein 0,3ha Weinberg würde nach anderen ökonomischen Gesetzmäßigkeiten funktionieren als ein "100ha Pauillac"?
Worüber ich aber wirklich etwas ratlos bin: nun gibt es in Bordeaux seit vielen Jahren wieder einen Jahrgang, der all die Gene in sich vereinigt, die zu einem "comeback" der Primeurs (zumindest für die Weine, die zukünftig diese Art der Inverkehrbringung prägen werden - und natürlich gehört da weder Senejac von Chasse Spleen dazu) führen können - und was wird an die Oberfläche gebracht? Eine argumentearme retrospektive Kritik an einem genialen Inverkehrbringungsmechanismus, der wie jede andere historisch verwurzelte "Ordnung der Dinge" sich in diesen Zeiten perpetuierender Veränderung neu "erfinden" muss.
Mit erstaunlich verwunderten Grüßen,
Matthias Hilse
- Dominik Mueller
- Beiträge: 282
- Registriert: Sa 8. Jul 2023, 17:48
- Wohnort: Deutschland
- Kontaktdaten:
Re: Bordeaux 2025
Was an diesem Artikel furchtbar oder gar erbärmlich sein soll, ist mir nach Lektüre der hier geposteten Kommentare nicht schlüssig geworden. Das mag natürlich an meinem fehlenden Verständnis liegen.
Für mich als Weinliebhaber und somit Konsument ohne Interessenskonflikt ist die Subskription mit Ausnahme der Sonderformate weiterhin ein Modell, das mir keinen Vorteil bietet. "Von gestern" nicht, aber es bringt mir einfach nichts, bei einem Wein ein paar Euros zu sparen, indem ich in Vorkasse gehe. Bordeaux kann ich immer und überall kaufen. Alle Châteaux, alle Jahrgänge.
Wenn ich selbst an dem Beitrag etwas bemängeln wollte, wäre es eher die offensichtliche Gratwanderung zwischen der Kritik und dem etwas überraschend gekommenen Schluss, Bordeaux 2025 sei doch ganz fein und subskripierbar, was ich auf die Tatsache zurückführe, dass der Text bei einem Weinhändler veröffentlicht wurde.
Nun ist Herr Raffelt keine "Wein-Prominenz", wer sich in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland mit Wein beschäftigt hat, hätte aber schon auf seinen Namen stoßen können.
Für mich als Weinliebhaber und somit Konsument ohne Interessenskonflikt ist die Subskription mit Ausnahme der Sonderformate weiterhin ein Modell, das mir keinen Vorteil bietet. "Von gestern" nicht, aber es bringt mir einfach nichts, bei einem Wein ein paar Euros zu sparen, indem ich in Vorkasse gehe. Bordeaux kann ich immer und überall kaufen. Alle Châteaux, alle Jahrgänge.
Wenn ich selbst an dem Beitrag etwas bemängeln wollte, wäre es eher die offensichtliche Gratwanderung zwischen der Kritik und dem etwas überraschend gekommenen Schluss, Bordeaux 2025 sei doch ganz fein und subskripierbar, was ich auf die Tatsache zurückführe, dass der Text bei einem Weinhändler veröffentlicht wurde.
Nun ist Herr Raffelt keine "Wein-Prominenz", wer sich in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland mit Wein beschäftigt hat, hätte aber schon auf seinen Namen stoßen können.
Meine Wein-Notizen
Ihr findet mich außerdem in den wineBANKs, zumeist im Rheingau.
Ihr findet mich außerdem in den wineBANKs, zumeist im Rheingau.
- EThC
- Beiträge: 10858
- Registriert: Fr 27. Feb 2015, 16:17
- Wohnort: ...mal hier, mal dort...
- Kontaktdaten:
Re: Bordeaux 2025
...er ist sicher keine Bordeaux-Prominenz, er ist einfach viel globaler aufgestellt. Aber wohl durchaus in anderen Bereichen von Relevanz, z.B. hinsichtlich der VDP-GG-Präsentationen, diese sehr ausführlichen Berichte kommen meinen Vorlieben doch erstaunlich nahe, anders als bei so manchem Jubelverkoster. Aus Verbrauchersicht sind mir solcherart gestrickten Artikel auf jeden Fall lieber -auch wenn hier meine persönlichen Kerninteressen gar nicht Thema sind-, aber ich kann schon verstehen, daß der Artikel bei BDX- / Sub-Fans und -Abhängigen eher schlecht wegkommt...Dominik Mueller hat geschrieben: ↑Fr 19. Jun 2026, 08:00 Nun ist Herr Raffelt keine "Wein-Prominenz", wer sich in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland mit Wein beschäftigt hat, hätte aber schon auf seinen Namen stoßen können.
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
https://ec1962.wordpress.com/
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
https://ec1962.wordpress.com/
Re: Bordeaux 2025
Hallo,
etwas systematische Kritik an dem Artikel:
Zum Titel: Moment mal, wurde Bordeaux nicht eigentlich zum Trinken gemacht?
Ja, das ist sicher das Grundproblem vieler Kampagnen seit 2010. Zu hohe Preise, hohe Lagerbestände. Ist allerdings nicht mehr nur ein Problem von BDX, sondern betrifft auch Burgund, GG etc. Und haben wir nicht gerade eine Kampagne, die bei breit anerkannt hohen Qualitäten die Preise senkt? Aber gut lesen wir weiter.
Noch bis vor wenigen Jahren war Bordeaux samt seiner Unterappellationen das größte Qualitätsweinbaugebiet Frankreichs.
Ja schon, aber was hat das mit der Ausgangsthese und vor allem mit der Subskription zu tun? Wir reden ja über die 1 % in diesem Gebiet, die en primeur verkauft werden und nicht über Rodungsprämien, wie sie auch in BDX schon wieder gezahlt werden. Äpfel ./. Birnen
Judgement of Paris / China Boom
Diese historische Referenz irritiert nun massiv. Diese Weinprobe hatte anerkanntermaßen den gesamten Bordeauxmarkt herausgefordert und nachhaltung reformiert. Der China Boom ist vorbei. We know. Was will uns der Autor damit sagen? Der Markt geht hoch und er geht mal wieder runter. Richtig. Das hat genau welche Bedeutung für die jetzige Subskriptionskampagne?
Spätestens mit den „Jahrhundertjahrgängen“ 2009 und 2010 hatten es die Cru Classé-Ezeuger gnadenlos übertrieben.
Kann man so sagen. Erklärt halt nicht so gut, wieso 2015,2016, 2018 (2019 Corona), 2020, 2022 ziemlich gut liefen. Was hätten denn die Chateaus der Meinung des Autors nach tun sollen? Ihren Wein für weniger Geld verkaufen nehme ich an. Das ist ein so altes wie wohlfeiles Argument. Viele Winzer in Burgund tun das bis heute und im Handel werden ihre Bouteillen dann doch für dreistelliges Geld gedreht. Es gab einen Markt, es gab eine Spekulation, viele haben mitspekuliert. Viele hier auf dem Forum ("ich habe mir mit sechs Flaschen Lafite die gesamte Subskirptions finanziert" - kein Originalzitat, findet sich aber in alten threas als Aussage). Nun gibt es eine Marktkorrektur. Einheitspreise gab´s bei mir in der DDR und hat auch nicht so super funktioniert.
Wer dabei so gut wie gar keine Rolle mehr gespielt hat, waren die Bordeaux-Liebhaber.
Ich bin ja der erste, der dieses Jammerlied gerne auflegt. Ist halt leider: Quatsch. Musste ich auch lernen. Die Weine wurden qualitativ durch die Bank besser. Früher untrinkbare Plörre verwandelt sich in haltbares, zugängliches Zeugs. In der Preislage von 15-30 Euro finden sich Weine, mit einer Haltbarkeit, an die kein gleich teures Gewächs sonstwo auf der Welt rankommt. Kauft halt niemand oder zumindest zuwenige, weil wir auf die großen Namen schauen. Die geraten immer mehr aus der Sichtweite, weil die Billionäre dieser Welt im Luxussegment die Preise treiben. Ist das die Schuld der Chateau oder haben wir es mit unfairer Verteilung zu tun. Ich hätte da eine Vermutung. Und klar, es gibt die Fälle, in denen Luxuserzeuger und Luxusnachfrager in einer Person vereint sind - da will ich mit Kritik an Bordeaux nicht sparen. Weil die aber eben auch verkaufen müssen, wird die Subs 2025 jetzt so viel günstiger. Dazu sagt der Autor sicher gleich was...
Bordeaux schrumpft sich gerade (hoffentlich) gesund. Allerdings trifft es vor allem die einfachen Betriebe momentan sehr hart
Kleine Betriebe sind nicht in der Subs. Was will der Autor mit hier sagen? Vielleicht wären hier Aussagen zu den Pachtzinsen für Neuverpachtungen im Grand Cru Segment interesssant gewesen oder Verkaufspreise für Chateaus bei Inhaberwechsel? Entre-Deux-Mers geht´s schon lange schlecht. Rebflächen wurden immer wieder mal neuen Nutzungen zugeführt.
Junge Winzer scheren aus dem alten AOC-System aus
Gute Sache. Der Markt sucht Lösungen. Gab´s auch schon früher. Ich erinnere mich gerne an die herrlichen Weine von Maugey aus dem Entre-Deux-Mers. Es wird auch bei den Grand Cru Classé mit Weißwein und Rosé experimentiert. Schön. Aber Subskription? Darüber geht doch der Artikel, dachte ich.
Ich bin gespannt, wann die konservative Riege der Grand Cru Classé-Besitzer auf die Bordeaux-Krise endlich konsequenter (oder überhaupt) reagieren wird.
Und ich bin gespannt was der Autor denen vorschlagen würde. Ich habe einen Tipp: Preis reduzieren?! Passiert gerade. Direktvertrieb? Latour macht´s vor und auch sonst suchen die Chateaus immer mehr die Negociants zu umgehen. Ob das zu ihrem Vorteil ist, ein so etabliertes Vertriebssystem zu umgehen und damit eigene Kosten zu kreieren, wird man sehen.
Oder findet Bordeaux seine Identität irgendwann auch im günstigeren Bereich wieder?
Die guten alten Zeiten. Der Erdölkrise. Wann kommen sie wieder? Da wo eine Comtesse 1982 noch so wahnsinnig billig war, später 100 PP bekam und ich mit dem Verkauf alles zahlen konnte. Wo es nur eine Handvoll Betriebe gab, die überhaupt nur in Subs angeboten wurde. Wo eine Durststrecke von 1961-1982 zurückgelegt wurde, bevor BDX überhaupt wieder Relevanz bekam. Ja, wann kommen sie wieder? Hoffentlich nie.
Tatsächlich ist die Subskriptionsofferte 2025 ein erster Schritt. Der Jahrgang ist exzellent bei attraktiven Preisen.
Aha. Es wurde also an der Preisschraube gedreht. Damit endet also der Artikel. Und verlinkt auf Chasse Spleen 2023. Während der Chasse Spleen 2025 - der zweifellos bessere Wein - in der Subs gerade mal 27 Euro kostet. Das ist wiederum eine gute Zusammenfassung des Artikels. Eine zweiellos richtige Eingangsfrage, eher fernliegende Ausführungen zum Marktgeschehen, ein richtiger Verweis, dass es gerade deutlich billiger geworden ist aber der Link müsste jetzt eigentlich zum Subs-Angebot gehen. Statt dessen geht er auf einen Wein, den der Auftraggeber noch in seinen Beständen hat.
Mich überzeugt´s nicht.
Grüße,
Wolf
etwas systematische Kritik an dem Artikel:
Zum Titel: Moment mal, wurde Bordeaux nicht eigentlich zum Trinken gemacht?
Ja, das ist sicher das Grundproblem vieler Kampagnen seit 2010. Zu hohe Preise, hohe Lagerbestände. Ist allerdings nicht mehr nur ein Problem von BDX, sondern betrifft auch Burgund, GG etc. Und haben wir nicht gerade eine Kampagne, die bei breit anerkannt hohen Qualitäten die Preise senkt? Aber gut lesen wir weiter.
Noch bis vor wenigen Jahren war Bordeaux samt seiner Unterappellationen das größte Qualitätsweinbaugebiet Frankreichs.
Ja schon, aber was hat das mit der Ausgangsthese und vor allem mit der Subskription zu tun? Wir reden ja über die 1 % in diesem Gebiet, die en primeur verkauft werden und nicht über Rodungsprämien, wie sie auch in BDX schon wieder gezahlt werden. Äpfel ./. Birnen
Judgement of Paris / China Boom
Diese historische Referenz irritiert nun massiv. Diese Weinprobe hatte anerkanntermaßen den gesamten Bordeauxmarkt herausgefordert und nachhaltung reformiert. Der China Boom ist vorbei. We know. Was will uns der Autor damit sagen? Der Markt geht hoch und er geht mal wieder runter. Richtig. Das hat genau welche Bedeutung für die jetzige Subskriptionskampagne?
Spätestens mit den „Jahrhundertjahrgängen“ 2009 und 2010 hatten es die Cru Classé-Ezeuger gnadenlos übertrieben.
Kann man so sagen. Erklärt halt nicht so gut, wieso 2015,2016, 2018 (2019 Corona), 2020, 2022 ziemlich gut liefen. Was hätten denn die Chateaus der Meinung des Autors nach tun sollen? Ihren Wein für weniger Geld verkaufen nehme ich an. Das ist ein so altes wie wohlfeiles Argument. Viele Winzer in Burgund tun das bis heute und im Handel werden ihre Bouteillen dann doch für dreistelliges Geld gedreht. Es gab einen Markt, es gab eine Spekulation, viele haben mitspekuliert. Viele hier auf dem Forum ("ich habe mir mit sechs Flaschen Lafite die gesamte Subskirptions finanziert" - kein Originalzitat, findet sich aber in alten threas als Aussage). Nun gibt es eine Marktkorrektur. Einheitspreise gab´s bei mir in der DDR und hat auch nicht so super funktioniert.
Wer dabei so gut wie gar keine Rolle mehr gespielt hat, waren die Bordeaux-Liebhaber.
Ich bin ja der erste, der dieses Jammerlied gerne auflegt. Ist halt leider: Quatsch. Musste ich auch lernen. Die Weine wurden qualitativ durch die Bank besser. Früher untrinkbare Plörre verwandelt sich in haltbares, zugängliches Zeugs. In der Preislage von 15-30 Euro finden sich Weine, mit einer Haltbarkeit, an die kein gleich teures Gewächs sonstwo auf der Welt rankommt. Kauft halt niemand oder zumindest zuwenige, weil wir auf die großen Namen schauen. Die geraten immer mehr aus der Sichtweite, weil die Billionäre dieser Welt im Luxussegment die Preise treiben. Ist das die Schuld der Chateau oder haben wir es mit unfairer Verteilung zu tun. Ich hätte da eine Vermutung. Und klar, es gibt die Fälle, in denen Luxuserzeuger und Luxusnachfrager in einer Person vereint sind - da will ich mit Kritik an Bordeaux nicht sparen. Weil die aber eben auch verkaufen müssen, wird die Subs 2025 jetzt so viel günstiger. Dazu sagt der Autor sicher gleich was...
Bordeaux schrumpft sich gerade (hoffentlich) gesund. Allerdings trifft es vor allem die einfachen Betriebe momentan sehr hart
Kleine Betriebe sind nicht in der Subs. Was will der Autor mit hier sagen? Vielleicht wären hier Aussagen zu den Pachtzinsen für Neuverpachtungen im Grand Cru Segment interesssant gewesen oder Verkaufspreise für Chateaus bei Inhaberwechsel? Entre-Deux-Mers geht´s schon lange schlecht. Rebflächen wurden immer wieder mal neuen Nutzungen zugeführt.
Junge Winzer scheren aus dem alten AOC-System aus
Gute Sache. Der Markt sucht Lösungen. Gab´s auch schon früher. Ich erinnere mich gerne an die herrlichen Weine von Maugey aus dem Entre-Deux-Mers. Es wird auch bei den Grand Cru Classé mit Weißwein und Rosé experimentiert. Schön. Aber Subskription? Darüber geht doch der Artikel, dachte ich.
Ich bin gespannt, wann die konservative Riege der Grand Cru Classé-Besitzer auf die Bordeaux-Krise endlich konsequenter (oder überhaupt) reagieren wird.
Und ich bin gespannt was der Autor denen vorschlagen würde. Ich habe einen Tipp: Preis reduzieren?! Passiert gerade. Direktvertrieb? Latour macht´s vor und auch sonst suchen die Chateaus immer mehr die Negociants zu umgehen. Ob das zu ihrem Vorteil ist, ein so etabliertes Vertriebssystem zu umgehen und damit eigene Kosten zu kreieren, wird man sehen.
Oder findet Bordeaux seine Identität irgendwann auch im günstigeren Bereich wieder?
Die guten alten Zeiten. Der Erdölkrise. Wann kommen sie wieder? Da wo eine Comtesse 1982 noch so wahnsinnig billig war, später 100 PP bekam und ich mit dem Verkauf alles zahlen konnte. Wo es nur eine Handvoll Betriebe gab, die überhaupt nur in Subs angeboten wurde. Wo eine Durststrecke von 1961-1982 zurückgelegt wurde, bevor BDX überhaupt wieder Relevanz bekam. Ja, wann kommen sie wieder? Hoffentlich nie.
Tatsächlich ist die Subskriptionsofferte 2025 ein erster Schritt. Der Jahrgang ist exzellent bei attraktiven Preisen.
Aha. Es wurde also an der Preisschraube gedreht. Damit endet also der Artikel. Und verlinkt auf Chasse Spleen 2023. Während der Chasse Spleen 2025 - der zweifellos bessere Wein - in der Subs gerade mal 27 Euro kostet. Das ist wiederum eine gute Zusammenfassung des Artikels. Eine zweiellos richtige Eingangsfrage, eher fernliegende Ausführungen zum Marktgeschehen, ein richtiger Verweis, dass es gerade deutlich billiger geworden ist aber der Link müsste jetzt eigentlich zum Subs-Angebot gehen. Statt dessen geht er auf einen Wein, den der Auftraggeber noch in seinen Beständen hat.
Mich überzeugt´s nicht.
Grüße,
Wolf
„Es war viel mehr.“
Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
Re: Bordeaux 2025
Dass dieser Schluss überraschend kommt, liegt daran, daß der Text keinen roten Faden hat und selber nicht weiß, was er eigentlich aussagen möchte jenseits "Bordeaux Kommerz, Kommerz teuer, teuer schlecht, irgendwie".Dominik Mueller hat geschrieben: ↑Fr 19. Jun 2026, 08:00 Wenn ich selbst an dem Beitrag etwas bemängeln wollte, wäre es eher die offensichtliche Gratwanderung zwischen der Kritik und dem etwas überraschend gekommenen Schluss, Bordeaux 2025 sei doch ganz fein und subskripierbar (...)
Wie bereits von amateur angemerkt wurde: Die Verquickung von Entre-deux-mers und den Grands Crus Classés, die beide an völlig unterschiedlichen Problemen leiden. Die Geschichtsvergessenheit, ausgerechnet 1960 als Bezugsjahr für den "völlig anderen Rebsortenspiegel" zu wählen. (Es waren übrigens keine PiWis / interspezifische Rebsorten im heutigen Sinne, sondern durchaus pilzanfällige Hybride / Direktträger, die per EU-Entscheid gerodet werden mussten, weil die daraus gewonnenen Weine eher ungut waren. Schade, hatten sie doch Ruhm und Glanz des Bordelais begründet, nicht wahr?)
Abgesehen vom Klimawandel, der "das Atlantische" heutzutage etwas schwieriger macht als noch in den 70ern - auf welche "Klassik" wird hier also rekurriert? Die mit Foxton? Oder die ehrlich und bestimmt völlig unvergleichliche "Identität auch im günstigen Bereich", die vermittels Touriga Nacional und Alvarinho wiedergewonnen werden kann? (Wer argumentiert eigentlich, Weißwein sei der Obi-Wan Kenobi des Bordelais?)
Und dann diese brilliante Gedankenkette:
Ahja, der Kommerz! Handel! Kapitalismus! In Bordeaux erst seit, Moment, 2009! Weswegen nun das Problem ist:Stattdessen haben sie Bordeaux immer mehr und mehr kommerzialisiert und letztlich zu einem Massenprodukt gemacht.
Was aber doch kein Problem ist, sondern eine Stärke, weil:Die Lager der Zwischenhändler sind voll, es gibt zu viel Bordeaux am Markt.
Was aber ein Problem ist, wenn sie diese Menge auch tatsächlich produzieren, denn sonst ist man wieder am Ausgangspunkt: "Massenprodukt", "zu viel Wein", "zu teuer". Weil es ja keinen Unterschied gibt zwischen Masse und Klasse, dabei ach ich weiß auch nicht genau, aber subst 2025, v.a. die ganzen kleinen, "ehrlichen" (wtf?) Weine, das lohnt sich voll hard und ist der richtige Schritt in die richtige Richtung, irgendwie!Der größte Vorteil, den Bordeaux eigentlich hat, ist doch, dass man dort größere Mengen Wein in hoher Qualität erzeugen kann.
Schreibt's und öffnet einen 1990er, bekanntermaßen das kühlste der drei Kaltjahre 1988, 1989 und 1990. Vom Umstand abgesehen, daß man das Experiment eher nicht mit einem gleichalten deutschen Spätburgunder oder einem Bâtard-Montrachet durchführen könnte, um schlaue Meinungsartikel zu schreiben. Der Vollständigkeit halber: Solche Spätburgunder und BMs gibt's natürlich, wenn man das Sample sehr, sehr, sehr fein kuratiert. Chasse Spleen hingegen ist run of the mill.Außerdem habe ich angefangen, gereifte Weine auf dem Sekundärmarkt zu kaufen, weil ich nun mal gerne Bordeaux trinke, vor allem die kühleren Jahre, die so wenig mit den parkerisierten, hoch konzentrierten Weinen zu tun haben, die so lange en vogue waren.
Ist die Verfügbarkeit alter und deutlich mit Genuss trinkbarer Weine nun ein bug oder ein feature? Sagt das irgendetwas aus über noch eine Qualität, die Bordeaux hat, die vielleicht wichtig werden könnte bei der Wahrnehmung der Region?
Aber Rettung naht:
Ach so, ja, richtig, Bordeaux ist unnahbar (wtf?) und hat eine elitäre Etikette (wtf!?), weil... <hier muss jeder Leser seine eigenen Vorurteile raunen, der Artikel bricht ab wie der letzte Funkspruch der Challenger>.Sommeliers, die sie fast komplett verloren haben, zurück ins Boot holen? Und vielleicht auch die jüngeren Leute, die großenteils so gar nichts mit der elitären Etikette von Bordeaux anfangen können, indem man sich etwas nahbarer präsentiert?
Für Bullshit-Bingo ist aber noch Platz: "Parker" (Bingo!), "Gier" (Bingo!!), "meine Freunde in Neujork sagen das auch" ("Versenkt!!!"). Nunja, wenn solch Geistesschaffen gefällt, will ich dem Genuss nicht im Wege stehen. Als weiter, wie man bei uns sagt, als weiter.
Ich geh mir erst mal ein total preiswürdiges 2025er GG subsen, das lohnt sowas von.
Cheers,
Ollie
PS: Der Artikel von David Styles (iirc) auf Winesearcher, der hier neulich verlinkt wurde, war von ähnlich trauriger Qualität. Nichts von dem, was darin stand, könnte nicht durch den Jahrgangsbericht der Uni Bordeaux totgeschlagen werden wie ein räudiger Hund. Aber die Lust am "ist ja alles gar nicht so, wie die Medien schreiben" ist halt stark. Winter is here, gell.
Zuletzt geändert von Ollie am Sa 20. Jun 2026, 10:58, insgesamt 1-mal geändert.
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)