Von Winning, Deidesheim
Riesling Deidesheimer Mäushöhle Erste Lage 2021
12%
€ 14,50
Die Trauben stammen von Sandstein- und Kalkböden, zum überwiegenden Teil im großen Holz vergoren und ein Jahr auf der Hefe belassen.
Ein recht helles, leicht fahles Goldgelb im Glas.
In der Nase zunächst Weinbergspfirsich und viele Zitrusaromen, etwas Grapefruit kommt dazu, bevor dann auch kräuterig-würzige Dufteindrücke folgen (frisches Gras, vielleicht sogar etwas Rosen). Mit der Zeit kommt auch eine leichte Salznote durch.
Am Gaumen eher leicht- bis mittelgewichtig, aber auf eine sehr einnehmende Art. Insgesamt sehr balanciert: straff, aber doch ausgewogen, die Säure deutlich spürbar, aber nicht dominierend. Auch am Gaumen zuerst wieder Zitrusnoten, dann kommt eine leichte Steinnote dazu. Insgesamt sehr frisch.
Für mich eine ganz kleine Spur zu sehr auf der leichtgewichtigen Seite. Es wäre interessant zu sehen, wie der Wein in einem wärmeren Jahr als 2021 ausfällt.
16/20 (knapp)
Die Frage beantworte ich mir dann mal selbst:
stefane hat geschrieben: ↑Sa 11. Jun 2022, 19:10
Von Winning, Deidesheim
Deidesheimer Mäushöhle Riesling 2018
Der Riesling aus der VDP Erste Lage "Deidesheimer Mäushöhle", von Buntsandstein-Kalk-Böden. Ein Jahr im Holzfaß ausgebaut.
In der Farbe ein mitteldichtes Goldgelb mit grünen Reflexen.
In der Nase insgesamt sehr exotisch: zuerst Pfirsich und Limette, dann immer mehr Aromen von Bergamotte, Zitronenzeste und eine leichte Würzigkeit.
Am Gaumen dann sehr saftig und zitrisch-frisch. Wieder weißer Pfirsich, Limette, grüne Birnennoten und Salzzitrone, dazu eine staubige Kreide-Stein-Note. Schöne Balance mit einer sehr ausgewogenen Struktur und viel Frische. Schöner Druck und Zug, lebhaft und erfrischend.
16/20
Für mich würde hier das Votum eindeutig zu Gunsten des 2018ers ausfallen (auch wenn Erich mich jetzt vermutlich auf seine Ignore-Liste setzen wird

).
Den Druck und den Zug, den ich damals dem 2018er bescheinigt habe, hat der 2021er für mich nicht. Außerdem empfand ich den 2018er als aromatisch etwas reichhaltiger und mehrdimensionaler, nicht so sehr auf das Zitrische konzentriert wie den 2021er.