Fabian1855 hat geschrieben: ↑Mi 13. Mai 2026, 19:21
Für mich spielen mittlerweile strategische Überlegungen nach dem Muster „werden die Weine bei Arrivage teurer sein?“ oder „bekomme ich diesen oder jenen Wein dann überhaupt noch?“ so gut wie gar keine Rolle mehr. Ehrlich gesagt, hat das letzte Jahrzehnt gezeigt, dass es weder bei Verfügbarkeit (Sondergrößen ausgenommen) noch beim Preis Schwierigkeiten bei späterer Beschaffung gibt. [...] Viele gute Jahrgänge 16, 19, 20, 22 sind nach meinem Eindruck im Übermaß vorhanden. Bei den gegenwärtig zu besichtigenden Irrungen der Weltwirtschaft und einer rückläufigen Konsumentenschar wird die Tendenz vermutlich sogar zunehmend noch mehr gegen ein Future in Form von en primeur sprechen.
Das sehe ich inzwischen genauso. Und es vergeht ja auch kaum eine Woche, in der man nicht irgendwelche Angebote für Weine aus zurückliegenden Jahren unter dem Primeurpreis bekommt.
Andererseits reuen mich die Weine, die ich
en primeur gekauft habe, auch nur dann, wenn sie nicht meinen Erwartungen entsprechen (was mit den Jahren und wachsender Erfahrung glücklicherweise immer seltener geworden ist). Wenn da irgend etwas zu niedrigeren Preisen im Handel auftaucht, als ich mal dafür bezahlt habe: ja mei, dann ist das eben so. Als ich den Kauf getätigt hatte, war das Geld weg, und es lohnt sich nie,
sunk money hinterherzutrauern.
Rational bin ich in Sachen Subskription eher verhalten, aber emotional doch stark verstrickt.
Das kenne ich nur allzu gut
Gruß
Ulli