Bordeaux 2025

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
Zaccetti
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Zaccetti »

Bellefont-Belcier ist doch noch auf dem Markt für 38.- Franken resp. 44.50 Euro erschienen. Damit teurer wie 2024, jedoch günstiger wie 2023
Zaccetti
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Zaccetti »

Château Laroque ist da mit 24.80.- Fr resp. 26.75 Euro.

Wie Bellefont-Belcier preislich in der Mitte zwischen 2023 und 2024 platziert.

Flächenmässig gehört Laroque zumindest zu den Grossen ;)
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UlliB
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von UlliB »

Die Weine von Moueix sind heute erschienen, ohne großes Trara, da sie nicht über die normale Distribution in Bordeaux laufen. Darunter sind auch die sehr hoch bewerteten Belair-Monange, La Fleur Pétrus und Trotanoy. Preise ähnlich wie 2024, wenn ich das richtig sehe.

Wer also ein wenig Kleingeld übrig hat... ;)

Gruß
Ulli
Zaccetti
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Zaccetti »

Château Malescot St Exupéry 37.30.- Fr / 41 Euro, für die Schweizer 15%, für die Deutschen 7% günstiger wie der 2023
Ollie
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Ollie »

So weiter geht's mit

Margaux


Margaux
Eigentlich braucht man nichts zu schreiben zu diesem Wein. Alles, was 2025 ausmacht, alles, was Margaux ausmacht. Das Rätsel dieser freundlichen Sphinx ist: „Wie lautet deine Frage?“. Die richtige Antwort: Dieser Wein macht alle Fragen überflüssig. Trotz der satten Frucht (13.8 Vol% aus 89 CS, 6 M, 4 CF, 1 PV) und absurd dichten Substanz völlig schwerelos und von einer überirdischen, dabei sehr natürlichen Schönheit, natürlich einer der vier Superästheten des Médoc, und natürlich der schönste. Angeblich 100% Holz, aber wo, wenn 22 hl/ha dagegendrücken? Trügerisch trinkbar, aber kaum auszudenken, was passiert, wenn der Wein erst herangereift ist. Sehr, sehr lang. Natürlich 98-100, so denn Wertungen hier überhaupt noch sinnhaft sind.

Pavillon Rouge
Wie bereits mehrfach herausgestellt, ist 2025 ein Jahr der sehr deutlichen stilistischen Differenzierung zwischen den einzelnen Châteaux. Gleichzeitig zeigt sich sehr deutlich die Familienbande bei Zweitweinen und sogar den assoziierten Châteaux, weswegen dieses Jahr beide Kategorien sehr, sehr ernsthaft in Betracht gezogen werden sollten beim Einkauf. Case in Point ist dieser Pavillon Rouge. Schon die Papierform verheisst Gutes (70 CS, 16 M, 4 CF und 10(!) PV, satte 13.9 Vol% bei ebenfalls 22 hl/ha), und im Glas ist der Pavillon von gleicher Eleganz wie der Grand Vin. So sehr sogar, daß der (minus Château-Wechsel) direkt im Anschluss verkostete Rauzan Ségla in dieser Disziplin doch deutlich von der Klippe fiel. Fantastisch (94-96), und meine sehr hohe Wertung rührt ursächlich von dieser Eleganz, es darf also kontrovers diskutiert werden. (Sowieso eine sehr schöne Familie, der Weiße Pavillon ist auch sehr, sehr gut.) - Nebenbemerkung: 2025 ist naturgemäß ein hervorragendes Petit-Verdot-Jahr, das erklärt die im Jahrgangsvergleich sehr hohen PV-Anteile in viele Médocs, so auch hier.

Palmer
Eine Merlot-Bombe (55 M, 41 CS, 4 PV), und natürlich folgt daraus eine sehr satte Frucht. Aber in was für einer sprachlos machende Perfektion! Dank der Jahrgangscharakteristik bei aller (wie üblich enormen) Konzentration (13.5 Vol%) extrem elegant, schön, frisch und völlig schwerelos. Klingt im Nachgeschmack nur sehr widerwillig aus (Colin Hay würde das einen „asymptotischen Wein“ nennen). Nur knapp hinter den Topweinen und einer der vier Superästheten (damit sind wir dann auch komplett). Was eine Schönheit, wow (97-99), und Benchmark-Merlot auf dem linken Ufer.

Alter Ego de Palmer
Nicht nur die Assemblage ist quasi-komplementär zu Palmer (54 CS, 40 M, 6 PV), auch der Charakter ist etwas kühler (13 Vol%). Wie üblich in diesem Jahr: enorme Dichte gepaart mit Leichtigkeit (20 hl/ha), Frische und Eleganz. Sehr offen und süffig, wunderbare Länge, im Hausstil gehaltener und ebenfalls sehr schöner Wein. Sehr optimistische 93-95, aber vielleicht unterschätzt man den Wein etwas wegen seiner fast unverschämten Offenheit.

Brane Cantenac
Zweimal verkostet, und hier zeigt dich deutlich die Varianz der Samples und/oder der Wahrnehnmung. Auf dem Château ganz auf die Dichte gestellt ("il ya du gras et de la matière", wie der Schotte sagt), aber nicht fruchtopulent (wie etwa 2022), sondern wirklich von der Textur her. Neuholz (80%) und Tannin völlig vergraben (es hat aber eine Menge davon), satte, aber frische Frucht (80 CS, 18 M, 1 CF, 1 Carménère, 13.2 Vol% und ein guter pH=3.62), dabei aber eine wundervolle Schwerelosigkeit und Länge. Bei der zweiten Verkostung dann deutliche Brane-Nase (angbrannter Rosmarinzweig usw.) und mehr Struktur, aber beide Male superb (96-98). Große Emotion (Dreifaltigkeitswein). Wird eine Weile benötigen, um sich richtig zu entfalten und Komplexität aufzubauen, obwohl das jetzt schon eimerweise zu schlürfen geht.

Rauzan Ségla
Nach Ch. Margaux verkostet, was dem Wein vielleicht etwas unfaire Startbedingungen gab, aber erstens Supergaumen, zweitens großer Rauzan-Fan - was soll schon schiefgehen? Jahrgangsbedingt sehr dicht, fast sämig (ein Drittel Merlot, und we’re not at Palmer anymore) und strukturiert, was ihm trotz Duclos-Politur ursächlich Punkte bei der Eleganz kostet (siehe meine Diskussion von Pavillon Rouge). Der Wein schiebt kräftig (13.5 Vol%) und erinnert mich ein wenig an den ebenfalls superben 2018er (sic), nur mit mehr Präzision - das ist schon ein tolles Spektakel. Ein sehr, sehr guter Rauzan dieses Jahr, aber die Margalaiser Befreiungsfront sitzt heute da drüben (Spalter!). 95-97

Durfort-Vivens
Einer der wenigen Weine (tatsächlich nur drei), bei denen ich mir nicht sicher war, ob die Jahrgangscharakteristik und die Entwicklungsrichtung des Hausstils vielleicht nicht doch etwas destruktiv interferiert hätten. Waren die frühen D-Vs satt und fett, und troffen (trieften?) sie vor Schwarzwälder Kirschtorte, so wurden die letzte Jahrgänge reiner und klarer im extrem fruchtigen Cabernet-Ausdruck (Kunststück, bei einem der höchsten CS-Anteile im ganzen Médoc). 2022 war sogar mir die Frucht zu viel, hier schoss der Jahrgang quer, aber 2025 ist das Pendel vielleicht etwas weit in die entgegensetzte Richtung ausgeschlagen. Sehr kühle, schwarze Cabernet-Frucht (91%, Rest Merlot; 13 Vol% und pH=3.70), unglaublich konzentriert (25 hl/ha), was den Wein sehr vertikal und intellektuell (positiv gesehen) bzw. etwas freudlos (negativ gesehen) macht. Eher anspruchsvolles Streichquartett als ohrwurmige Symphonie. Okay, er setzt sich gegen den ebenfalls sehr konzentrierten, direkt davor verkosteten Haut-Bages-Libéral durch, und der ist ja nun eine Energiebombe. Wirkt der Durfort also vielleicht deshalb so gesetzt und ernsthaft? Die Materialqualität steht außer Frage, aber der Wein muss sich öffnen, ich bekomme ja noch beim Schreiben Atemnot, so zugeschnürt ist er. Sehr vorsichtige 92-94, aber eigentlich guter Dinge, daß hier Großes lauert. 18 Monate Ausbau in 45% neuem Holz, 40% in Fudern, 15% in TAVA-Amphoren.

Ferrière
Ferrière, der vor Haut-Bages-Libéral gereicht wurde, erscheint ebenfalls deutlich zurückgenommener als frühere Jahrgänge - die ich aber fairerweise nur zur Arrivage kenne, nicht en primeur. Auch hier ein knappes Drittel im Betonei- bzw. Amphorenausbau, je 35% in neuem und ein- und zweijährigem Holz. Die Frucht ist sehr dicht (25 hl/ha, 66 CS, 24 M, 6 PV (der Gesamtbestand!), 4 CF, bei nur 12.7 Vol% und einem recht hohen pH=3.80), die Länge ordentlich, aber so richtig will der Funke auch hier noch nicht überspringen. Vorsichtige 89-91, analoge Diskussion zu Durfort-Vivens, das hier dürfte eine der besten Iterationen ever sein.

Lascombes
Ich glaube, man muss ein bißchen ausholen und einen Kontext herstellen. Lascombes, immerhin ein Deuxième Grand Cru Classé, hat eine ziemlich bewegte Geschichte, mit zahlreichen Besitzerwechseln in den letzten Jahrzehnten und zahlreichen Versuchen, dem Wein wenn nicht Klasse, so doch wenigstens Verkaufbarkeit einzutrichtern (im ursprünglichen Wortsinne). Vor einigen Jahren hat man dann Axel Heinz von Ornellaia geholt, der nun das Weingut auf links gekrempelt hat. Es ist wichtig zu verstehen, daß er - wie so unglaubliche viele Menschen, denen ich in meinen zwei Wochen begegnen konnte - nicht nur einen sehr wachen Verstand hat, sondern auch eine sehr scharf umrissene Vision dessen, wohin er Lascombes entwickeln möchte. Natürlich hat La Côte, ein reiner Merlot, sofort Kritiker und Bewunderer gleichermaßen auf den Plan gerufen, im Wein „eine Fortführung des Masseto mit anderen Mitteln“ zu sehen. Diese Sicht macht ihn sichtlich betroffen, aber nicht nur emotional, sondern hauptsächlich intellektuell, wie jemanden, der daran verzweifelt, daß Leute seinen Gedanken nicht folgen können, weil sie nicht sehen können, was er zu sehen imstande ist. Aber natürlich müssen sich auch Axel Heinz und sein Team erst mit den Möglichkeiten - und eben: Grenzen - des Terroirs auseinandersetzen und lernen, lernen, lernen. Und daß Terroir auch im gescholtenen Bordeaux keine vernachlässigtere Größe ist, zeigt kein Wein besser als La Côte. Fangen wir also mit ihm an, auch wenn er nicht en-primeur angeboten werden wird, aber am Wein kann man einige Aspekte auskristallisieren, die für den Grand Vin relevant sind.

La Côte (Lascombes)
100% Merlot von kalkreichen Tonböden mit - nach eigener Aussage im Médoc recht einzigartigen - Adern an blauem Ton (s.a. Pomerol). Aus vielen Gründen klassischer Boden für Merlot, also gut gedacht, einen reinsortigen Wein auszukoppeln. Schafft auch Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit für die Veränderungen im Weingut. Sehr viel Dichte auch hier (25 hl/ha), aber mit einer erstaunlich kühlen Frucht für Merlot (nur 13.5 Vol%!), weit weg von der toskanischen Offenherzigkeit oder der Molligkeit eines Weins vom rechten Ufer. Sehr intelligent, denke ich mir beim Verkosten, denn gegen das Terroir kann man nichts tun: Der Wein schmeckt wie ein Merlot, aber natürlich eine sehr "médocanische" [médocaine] Interpretation davon. Und kaum macht meine innere Stimme das Maul zu, sagt Axel Heinz: "… aber natürlich eine sehr médocanische Interpretation", am Terroir käme man schließlich nicht vorbei. Nun ist natürlich klar: ich bin kein Genie, Axel Heinz ist kein Genie, und La Côte ist ganz bestimmt auch kein Genie. Sondern: Der Wein ist derart offensichtlich, im Sinne von: er rastet ein, „klickt“ mit der Idee davon, was "Médoc" ist, und macht Axel Heinz’ Vision überdeutlich offenbar, daß es eine intellektuelle Freude ist. Gleichzeitig ist die Stärke des Weins auch seine Schwäche. Denn am Ende merkt man doch, wie begrenzt die Möglichkeiten sind. Ja, das ist ein super verstandener und erzeugter Merlot (und der Grand Vin profitiert enorm von diesem know-how), aber ein reiner Merlot wird niemals den Olymp des Médoc erreichen. Oder? Wir werden sehen, wie hoch er kommt. Diese Iteration bekommt von mir 93-95, aber man muss sich La Côte als einen glücklichen Wein vorstellen.

Lascombes Grand Vin
Und nun also der eigentliche Margaux. Nach der Vorstellung von La Côte (und im Wissen, wozu Merlot in Margaux möglich ist, denn Palmer hatte schon scharf geschossen) waren die Erwartungen zugegebenermassen hoch. Hier macht die Rebsorte aber nur ein starkes Drittel aus (35%), 60% sind Cabernet Sauvignon (die restlichen 5% CF und PV ohne weitere Angabe). Auch hier 25 hl/ha und 13.5 Vol%, der Wein ist also sehr jahrgangstreu. Eher rote Frucht mit viel Frische, vielleicht etwas mehrheitsfähig, allerdings mit der für mich typisch italienischen Unernsthaftigkeit, die französische Wein zu vermeiden suchen wie die Pest, was den Wein unheimlich einnehmend macht. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob Lascombes ein besonders gut getroffener Margaux ist, aber es ist ein sehr, sehr guter Wein (93-95, am oberen Ende der Spanne), dessen Besonderheit eben diese leichte, unbekümmerte Art ist. Daß wir uns nicht irren: Das ist sorgfältig choreografiert, mit aller größtem Aufwand wird der Eindruck erweckt, daß das Resultat völlig beiläufig, überhaupt nicht bewusst und schon gar nicht mit größtem Aufwand erreicht wurde - sprezzatura in Reinform, und natrürlich muss verkauft werden - aber wie gesagt, sie stehen erst am Anfang, und da wird sich noch Einiges zurechtruckeln. Eine willkommene Bereicherung des Universums, beobachten! Der Zweitwein Chevalier de Lascombes ist Dank der Assemblage ein guter Botschafter beider Bemühungen (70 M, 27 CS und 3 PV), aber natürlich eine Klasse darunter (88-90). Gerade im Zurücktrinken fällt er ein wenig von der Klippe; der Preis muss es richten.

Kirwan
Zwei Verkostungen, auf dem Château hat er mir besser gefallen. Sehr saftige, reife (13.5 Vol%), aber eher rote Frucht (63 CS, 25 M, 7 CF, 4 PV, 1 Carménère), was dem Wein im Kontext der anderen Margaux etwas Besonderes verleiht. Sehr schöne Energie (pH=3.50), dichte, konzentrierte, aber sehr seidige Textur (IPT 68 trotz 25 hl/ha). Extraktion mittels R-Pulse sowie Co-Impfung (Hefen und Milchsäurebakterien) geben dem Wein einen zeitlich Vorsprung, weil der BSA viel schneller und im Stahl beendet wird und der Wein folglich früher ins Holzfass gefüllt werden kann (nur 35% neu). Entsprechend harmonisch und "trinkfertig" präsentiert er sich bereits. Das ist ein vielleicht ein Hauch mehrheitsfähig, weshalb man ihn vielleicht abtut, aber dieser sehr energetische Wein macht sehr viel Spaß, beschert einem das Erlebnis des allerersten Cashmere-Pullis und ist sehr gut (91-93+). - Ich hatte zwar keine direkten 1:1-Vergleich, aber ich glaube, man kann Kirwan und Lascombes in eine stilistische Kategorie packen, ohne einen der beiden zu beleidigen. Nur entlang der großen Linien, freilich, aber doch immerhin.

Malescot-St-Exupéry
Satte Frucht, sehr mehrheitsfähiger Bau, aber durch die jahrgangstypische Frische und Präzision funktioniert dieser sehr mehrheitsfähige Stil wirklich sehr gut (90-92).

du Tertre
Wieder so ein Wein, der auf einer Sammelverkostung auffällt. Hier gab’s wohl harte Arbeit, die sich in Verbindung mit dem Jahrgang ausgezahlt hat. Sehr satte, dunkle Frucht, dichte Textur mit guter Struktur (Tannin und Säure), schöne Länge voller Wohlgeschmack. Sehr gut (91-93).

Cantenac Brown
Grob zwei Drittel Cabernet, ein Drittel Merlot. Etwas rustikal im Kontext des Jahrgangs, aber schon sehr gut (89-91)

Giscours
Irgendwie wirkt Giscours auf mich seit einigen Jahrgängen etwas anachronistisch. Wo andere Erzeuger, speziell solche in Margaux, sich bemühen, einen weniger extrahierten, schon früh harmonischen Stil zu fahren, bleibt Giscours der ewige Junggeselle. Okay, man könnte sagen, Giscours bliebe seinem kernigen Stil treu, und das sei ja bitteschönauch etwas wert. Ja, das könnte man wohl. Wer diesen Stil also mag, wird hier einen sehr, sehr hochbewerteten Giscours vorfinden, und der Wein wird bestimmt sehr gut und lange reifen. Für mich ist das mittlerweile etwas zu viel, ich bin eine Dame draußen im Hotel L’Amour. 90-92 (defensive Wertung, nur einmal auf einer Sammelverkostung)

Angludet
Solider und gelungener Margaux, sehr gut (87-89).


Übrigens hat Colin Hay seine Margaux-Notizen ebenfalls herausgebracht.

Als nächstes mache ich Haut Médoc und Pessac-Léognan.

Cheers,
Ollie

EDIT: Typos und Auto-Correct-Blödsinn behoben
Zuletzt geändert von Ollie am Do 7. Mai 2026, 06:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Ollie »

Ach, ich hatte einen vergessen.

Nachzügler St-Julien

Ducru-Beaucaillou
Sehr wuchtig, viel Kraft, Saft und Struktur, viel davon und lang, auch viel (wie immer sehr gutes) Holz. Der Rabauke unter den Top-St-Juliens, etwa wie Lynch-Bages in Pauillac - und wohl auch für den gleichen Kundenkreis gebaut. Nicht mein bevorzugter Stil, erst recht nicht 2025, aber in sich geschlossen. 94-96, aber der Wein wird eine Weile brauchen, bis er sich beruhigt hat, aber dann hat er sich diese Wertung verdient.

(wird oben nachgetragen)

Cheers,
Ollie
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kimgranz
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von kimgranz »

Am Montag geht es wohl mit Cheval Blanc weiter. Informationen zufolge hat man sich beim Jahrgang 2025 dafür entschieden, keine Weine zurückzubehalten, sondern den gesamten Ertrag auf den Markt zu bringen. Demnach wird es nach der Subskription keinen „Late Release” geben.
Sauternes
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Sauternes »

Ich kann mich erinnern das Chateau La Tour Figeac aus der Subcription ausgestiegen war, und nun das hierhttps://www.millesima.de/chateau-la-tou ... -cb-6.html, eine Kertwende warum auch immer.

Gruß Heiko
Matthias Hilse
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Matthias Hilse »

Sauternes hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 19:35 Ich kann mich erinnern das Chateau La Tour Figeac aus der Subcription ausgestiegen war, und nun das hierhttps://www.millesima.de/chateau-la-tou ... -cb-6.html, eine Kertwende warum auch immer.

Gruß Heiko
Es mag eine Frage meiner Erinnerung(sfähigkeit) sein, aber ich wüßte nicht, dass dieser eigentlich immer phantastische Saint-Emilion, der so ein wenig den großen Atem seines ehemaligen "Inkludenten" trägt, je aus der Subskription ausgestiegen wäre. Es ist nur leider so, dass der Wein nicht sehr oft hierzulande angeboten wird.
Es sei hier nur eine kurze Randbemerkung, aber die Tatsache, dass zwar die MwSt. in Europa in gewisser Weise "harmonisiert abgewickelt" wird, die aber nicht weniger bedeutende Verbrauchssteuer hingegen nicht, hat dazu geführt, dass die meisten Weinversender nur noch die Kunden in ihrem eigenen Land bedienen. Dies hat dazu geführt, dass die Liquidität bei einigen Weinen deutlich nachgelassen hat.
Wie dem auch sei: wer je einen La Tour Figeac 2009 im Glas hatte und mit diesem Wein "resonant geflirtet" hat, der soll sich unbedingt den 2025er angucken.
Besser als hier kann man sein Geld in Saint-Emilion im Jahrgang 2025 in dieser Preisklasse nicht "investieren".

Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
Sauternes
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Sauternes »

Es gab da einen Bericht in einem Online Magazin, ich werde das morgen Mal suchen.
Den Vergleich 2009 -2025 notiere ich mir, habe einige Flaschen la Tour Figeac getrunken, hat mir immer gefallen, nur leider die letzten Jahre nichts nachgekauft und deshalb keine Flasche mehr im Keller, das sollte sich ändern.
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