Klar wird es auch Steillagen treffen. Wenn man an der Mosel oder am Mittelrhein unterwegs ist, dann sieht man heute ja schon viele Brachen. Und wenn ich an der Mittelmosel Flaschenweine zu 5-7 Euro/Flasche aus Steillagen sehe, dann darf ich da schon heute eine wirtschaftliche Unterdeckung vermuten. Spätestens wenn die Winzer sich und ihre Familien korrekt einpreisen würden.
Anders sehe ich die Spitzenlagen, die durch Klimawandel verloren gehen werden. Das trifft natürlich den jeweiligen Winzer hart. Aber „genießerseitig“ wird da vermutlich einfach ein anderer Wein aus einer anderen Spitzenlage gekauft. Wenn ich keinen Niersteiner Roten Hang mehr bekomme, dann halt was aus der Pfalz oder von der Nahe oder dem Rheinhessischen Hinterland. Das geht im Deutschen Weinmarkt so lange gut, wie die potenziellen Spitzenlagen die Nachfrage bedienen können. Und da vermute ich heute schon, dass man mehr Markt bedienen könnte, als da ist. Oder umgekehrt: ich glaube da gibt es genug Reserve für die heutigen Weinfreaks. Ggfs. kommen durch den Klimawandel ja auch neue Lagen in der Spitze dazu.
Absatzrückgang Wein
- EThC
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Re: Absatzrückgang Wein
...da bin ich auch gespannt, wie sich das entwickeln wird (solange ich's noch verfolgen kann). Wenn man sich mal die Luftbilder vieler (Spitzen-) Lagen ansieht, kann man immer wieder sehen, daß vom tiefsten Punkt weg die ersten Zeilen bewirtschaftet sind und die oberen Zeilen offensichtlich schon länger brach liegen. Ich kann mir gut vorstellen, daß in solchen (Einzel-) Fällen die Bewirtschaftung unten aufgegeben und oben rekultiviert wird. Bis jetzt sind das alles noch Ausnahmen, aber sie existieren, ganze Lagen können da "wiederauferstehen" (z.B. Geisberg an der Saar).
Mal sehen was sich in den nächsten 20 Jahren wie behauptet und was untergeht...
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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Erich
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- Gerald
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Re: Absatzrückgang Wein
Hallo Erich
Grüße
Gerald
wenn es an der Temperatur liegt, gut möglich. Bei Trockenperioden könnte ich mir aber vorstellen, dass der obere Bereich am stärksten betroffen sind - zumindest bei meinem Garten hier (Südhang - war vor vielen Jahrzehnten ein Weingarten) ist das definitiv der Fall.Ich kann mir gut vorstellen, daß in solchen (Einzel-) Fällen die Bewirtschaftung unten aufgegeben und oben rekultiviert wird.
Grüße
Gerald
- EThC
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Re: Absatzrückgang Wein
...klar, noch ein Regulativ, was die Sache komplex macht. Wenn man für die Rekultivierung gleich "Alte Reben" mit entsprechender Wurzeltiefe bräuchte, würd's schon wieder schwierig...
Viele Grüße
Erich
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Re: Absatzrückgang Wein
aus Weinbau in der Krise - Sind neue Absatzmärkte die Lösung? (tagesschau.de)"Die Hauptkonsumenten sind über 55 Jahre alt und sie stehen für 77 Prozent des Weinkonsums. Diese Konsumenten werden älter und gehen schrittweise aus dem Markt raus", so Loose. Zurück blieben mehr junge Verbraucher, gerade diese hätten aber ihren Konsum besonders reduziert.
Auch ansonsten liefert der Beitrag nicht wirklich neues. Es wurde halt noch nicht von jedem gesagt…
- EThC
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Re: Absatzrückgang Wein
...daß ich das noch erleben darf, daß ich auch mal einer Mehrheit angehöre...Die Hauptkonsumenten sind über 55 Jahre alt und sie stehen für 77 Prozent des Weinkonsums
Viele Grüße
Erich
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Re: Absatzrückgang Wein
Wüsste gerne mal die Umsatzzahlen von Aperol.
Letztes Jahr am Gardasee, von nachmittags bis am Abend.
Alle trinken nur Aperol Sprizz.
Erst direkt zum Essen gibt es Wein.
Und es ist auf vielen Veranstaltungen auch hier im Lande zu beobachten.
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Viele Grüße
Rainer
"Nein, Alkohol trinke ich nicht. Ich trinke hier einen Schoppen Winzerwein!"
Rainer
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joern_ribu
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- Registriert: Mo 16. Jan 2012, 11:13
Re: Absatzrückgang Wein
Auch in einem ordentlichen Aprerol Sprizz steckt ein in gewisser Weise vinifiziertes Produkt - Prosecco.
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Salute - und immer einen guten Wein im Glas wünscht
Jörn
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