Hallo,
Ich war ja lange Jahre recht treuer Bunn-Kunde, und war auch in den Anfängen (ab 2012) ziemlich begeistert von den Weinen.
Irgendwann, so ab 2018, 2019 wurde es anders, ich fand die Weine OK (die Roten zunehmend besser als weiss), aber Begeisterung fand nicht mehr statt. Die Weine wurden aus meiner Sicht karger, magerer, hatten weniger Substanz. Zum einen. Zum anderen stellte ich fest, dass die (meisten) Weine nicht besonders gut reifen. Wenn ich jetzt hin und wieder Restbestände öffne (2019-2022), dann gibt es hin und wieder einen Treffer, aber doch recht oft auch Enttäuschendes.
Ich schliesse nicht aus, da mal wieder was zu bestellen (am ehesten Rot), aber vorerst warte ich mal ab.
Ich bin mir aber sicher, dass dieses insgesamt sehr sympathische Weingut ausreichend Fans hat, und wünsche dem sympathischen Winzerpaar nur das Beste. Meins ist es halt nicht mehr so ganz, eben Geschmackssache.
Lisa Bunn
Re: Lisa Bunn
Beste Grüße
Gaston
Gaston
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Bernd Schulz
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Re: Lisa Bunn
Meine Wahrnehmung geht durchaus in eine ähnliche Richtung - besser sind die Weine in den letzten sieben, acht Jahren nicht geworden. Trotzdem besitzen sie, wenn man auf das eine oder andere Monatspaketangebot zurückgreift, immer noch ein spektakulär zu nennendes PGV, denn in der Kategorie von 5 oder (mit Versand) 6 Euro bekommt man nirgendwo sonst etwas qualitativ Vergleichbares. Nun befinden sich die meisten hier in einer anderen Einkommenssituation, weshalb sie es nicht nötig haben, auf solche Preiskracher zurückzugreifen, aber ich bin ehrlich gesagt froh, wenn ich für so kleines Geld derart mindestens solide bis teilweise immer noch verdammt gute Alltagsweine bekommen kann. Insofern wird das Weingut für mich nach wie vor eine nicht ganz unwichtige Einkaufsquelle bleiben.
Herzliche Grüße
Bernd
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OnlineEThC
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Re: Lisa Bunn
...ich bin da bei Gaston, in meiner Bewertungsliste stehen noch 4 "3er", 1 x weiß, 3 x rot, alle aus 2015. Ich hatte auch noch andere Weine aus dem Basisbereich anfangs bei den "3ern", die sind aber alle bei späteren Nachverkostungen teils deutlich abgerutscht, was was über das Lagerpotential aussagen könnte. Wahlweise auch über meine Verfassung...
Als ich mich dann ab 2016 an die Niersteiner Lagenrieslinge rangewagt habe, war's eigentlich durchweg "underwhelming" bis enttäuschend, da kam keiner an den 15er Dienheimer für einst 10 Euronen ran.
Ich kann aber Bernd durchaus verstehen, die Basissachen sind ja nicht schlecht, sie haben sich nur von meinen persönlichen Vorlieben entfernt. Und wenn man sie jung wegtrinkt...
Als ich mich dann ab 2016 an die Niersteiner Lagenrieslinge rangewagt habe, war's eigentlich durchweg "underwhelming" bis enttäuschend, da kam keiner an den 15er Dienheimer für einst 10 Euronen ran.
Ich kann aber Bernd durchaus verstehen, die Basissachen sind ja nicht schlecht, sie haben sich nur von meinen persönlichen Vorlieben entfernt. Und wenn man sie jung wegtrinkt...
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
https://ec1962.wordpress.com/
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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Re: Lisa Bunn
Ein Wein aus dem Lisa-Bunn-Restbestand:
2021 Portugieser Reserve
13 vol., 24 Monate Barrique. Sattes Bordeaux-Rot. Eher zarte Nase, Veilchen, eher dunkle Frucht, rauchige Anklänge. Am Gaumen Blaubeere und Kirsche, auch etwas Leder und Tabak, mineralischer Anklang, gute, frische Säure (2021!), Holz strukturierend im Hintergrund, mittlerer bis voller Körper, kaum bis kein Tannin, schöne Würze, hinter gar ein dezent schokoladiger Schmelz, mittlere Länge. (89 P.)
Das ist ein schönern Rotwein, trotz "Reserve" und Barrique im Ausdruck ganz deutlich deutlich cool climate, frisch und relativ belebend mit keinerlei Schwere. Ich schätze es, dass hier aus einer Rebsorte, die eher für einfache und einfachste Zechweine steht, ein ziemlich seriöses Getränk gekeltert wurde, das mir einige Freude bereitet. Den Preis von ca. 25 Euro verstehe ich einerseits (2 Jahre Barrique), andererseits meine ich in dieser Preiskategorie beispielsweise sehr sehr gute Spätburgunder zu bekommen, die ich wahrscheinlich vorziehen würde. Davon abgesehen eine angenheme Rotwein-Erfahrung aus einer kaum beachteten Rebsorte. Lisa Bunn in rot gefällt mir nach wie vor.
2021 Portugieser Reserve
13 vol., 24 Monate Barrique. Sattes Bordeaux-Rot. Eher zarte Nase, Veilchen, eher dunkle Frucht, rauchige Anklänge. Am Gaumen Blaubeere und Kirsche, auch etwas Leder und Tabak, mineralischer Anklang, gute, frische Säure (2021!), Holz strukturierend im Hintergrund, mittlerer bis voller Körper, kaum bis kein Tannin, schöne Würze, hinter gar ein dezent schokoladiger Schmelz, mittlere Länge. (89 P.)
Das ist ein schönern Rotwein, trotz "Reserve" und Barrique im Ausdruck ganz deutlich deutlich cool climate, frisch und relativ belebend mit keinerlei Schwere. Ich schätze es, dass hier aus einer Rebsorte, die eher für einfache und einfachste Zechweine steht, ein ziemlich seriöses Getränk gekeltert wurde, das mir einige Freude bereitet. Den Preis von ca. 25 Euro verstehe ich einerseits (2 Jahre Barrique), andererseits meine ich in dieser Preiskategorie beispielsweise sehr sehr gute Spätburgunder zu bekommen, die ich wahrscheinlich vorziehen würde. Davon abgesehen eine angenheme Rotwein-Erfahrung aus einer kaum beachteten Rebsorte. Lisa Bunn in rot gefällt mir nach wie vor.
Beste Grüße
Gaston
Gaston