Lieber Ursus,
vielen Dank für deine Notizen speziell zum Weingut Keller. Ich kann noch davon träumen, einmal einen Gmax im Glas zu haben.
Eine Frage habe ich allerdings, gut gemeint und rein aus Interesse: Trinken deine Weinfreunde und du denn nur Keller und Breuer oder habt ihr auch andere Interessen auf diesem Gebiet? Gesetzt, dass ihr auch andere Weine genießt, wovon ich mal ausgehe, stehen diese in Qualität so weit hintenan, dass es sich nicht lohnen würde, diesen auch Posts im Forum zu widmen?
Danke und vinophile Grüße
Dominik
Weingut Keller
- Dominik Mueller
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Re: Weingut Keller
Meine Wein-Notizen
Ihr findet mich außerdem in den wineBANKs, zumeist im Rheingau.
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Re: Weingut Keller
lieber Dominik,
ich antworte gerne:
im reifen Weingenießeralter habe ich ( und gewiß auch meine beiden Weinbrüder )was trockene Rieslinge anbelangt schon ein bißchen Erfahrung angesammelt,viel probiert und getrunken aus allen nennenswerten europ. Anbaugebieten.
Viele gute und sehr gute Rieslinge,über die ich aber aus Zeitgründen keine Notizen im Forum eingestellt habe.Ich hatte und habe auch immer noch einen zeitraubenden Beruf,verbunden mit vielen Reisen.Jetzt zum Glück weniger.
Da muß mich ein Tropfen schon besonders ansprechen und begeistern, damit ich meine Freude darüber auch schriftlich rauslasse.Und Weine wie die von Keller,Breuer und auch Dönnhoff schaffen das am ehesten.Ich kaufe die Weine in Abstimmung mit meinen beiden Weinfreunden ein, immer direkt vom Weingut ( auch die Kellerkisten ) und die GGs und G-maxe genießen wir dann auch gemeinsam, wobei die Betonung deutlich auf "genießen"liegt.Auch wir trinken ( vielleicht auch altersbedingt ) mengenmäßig ein paar Flaschen weniger aufs Jahr gerechnet als in jungen Jahren, dafür aber deutlich qualitätsbewußter,anspruchs-und genußvoller;wohlwissend, daß Topqualität auch ihren Preis hat.
Was aber nicht bedeutet, daß eine frische Rieslingschorle z.B. von Fuhrmann-Eymael aus dem Pfälzer Dubbeglas beim Bad Dürkheimer Wurstmarkt (dem angeblich größten Weinfest der Welt )uns keine große Freude bereiten könnte......
Gruß Ursus
ich antworte gerne:
im reifen Weingenießeralter habe ich ( und gewiß auch meine beiden Weinbrüder )was trockene Rieslinge anbelangt schon ein bißchen Erfahrung angesammelt,viel probiert und getrunken aus allen nennenswerten europ. Anbaugebieten.
Viele gute und sehr gute Rieslinge,über die ich aber aus Zeitgründen keine Notizen im Forum eingestellt habe.Ich hatte und habe auch immer noch einen zeitraubenden Beruf,verbunden mit vielen Reisen.Jetzt zum Glück weniger.
Da muß mich ein Tropfen schon besonders ansprechen und begeistern, damit ich meine Freude darüber auch schriftlich rauslasse.Und Weine wie die von Keller,Breuer und auch Dönnhoff schaffen das am ehesten.Ich kaufe die Weine in Abstimmung mit meinen beiden Weinfreunden ein, immer direkt vom Weingut ( auch die Kellerkisten ) und die GGs und G-maxe genießen wir dann auch gemeinsam, wobei die Betonung deutlich auf "genießen"liegt.Auch wir trinken ( vielleicht auch altersbedingt ) mengenmäßig ein paar Flaschen weniger aufs Jahr gerechnet als in jungen Jahren, dafür aber deutlich qualitätsbewußter,anspruchs-und genußvoller;wohlwissend, daß Topqualität auch ihren Preis hat.
Was aber nicht bedeutet, daß eine frische Rieslingschorle z.B. von Fuhrmann-Eymael aus dem Pfälzer Dubbeglas beim Bad Dürkheimer Wurstmarkt (dem angeblich größten Weinfest der Welt )uns keine große Freude bereiten könnte......
Gruß Ursus
- Dominik Mueller
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Re: Weingut Keller
Danke für deine Antwort, Ursus. Das kann ich alles nachvollziehen. Mein Weinkonsum ist auch stark eingeschränkt, wodurch ich mich fast zwangsläufig auf Qualität konzentriere, obgleich ich in das absolute High-End äußerst selten vorstoße. Die Kellerkisten seien euch jedenfalls gegönnt! 
Meine Wein-Notizen
Ihr findet mich außerdem in den wineBANKs, zumeist im Rheingau.
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Re: Weingut Keller
unsere erste Flasche vom
2024 Abts.E. Riesling GG Trocken ( Westhofen Brunnenhäuschen ) mit 12,5 Vol.Alk., Pr.Nr.26/25 und 49er Naturkork Flor ND
helles Gelb mit grünlichem Schimmer.
dezent hefig und rauchig im Duft, erinnert ein bißchen an den Sprengungsgeruch im Kalksteinbruch, Zitrus-Kräuterwürze.
Auf der Zunge sehr aristokratisch mit zartem Schmelz, fest gewebt,Spannung und saftiger Biß. Mundwässernd, kein schmeckbarer RZ, kellertypische
elegante Balance, im Abgang zarte grüne Reflexe mit einem Hauch von Rhabarber.Macht schon Eindruck, wird aber gewiß noch eine große Zukunft vor sich haben.,
Die heutige Flasche ist ( wie so oft ) unserer Neugier und Ungeduld zum Opfer gefallen, der Aufstieg in die Kategorie " Weltklasse" ( ab 95 P.) ist gut abzusehen.Heute 94+ P.
Gruß Ursus
2024 Abts.E. Riesling GG Trocken ( Westhofen Brunnenhäuschen ) mit 12,5 Vol.Alk., Pr.Nr.26/25 und 49er Naturkork Flor ND
helles Gelb mit grünlichem Schimmer.
dezent hefig und rauchig im Duft, erinnert ein bißchen an den Sprengungsgeruch im Kalksteinbruch, Zitrus-Kräuterwürze.
Auf der Zunge sehr aristokratisch mit zartem Schmelz, fest gewebt,Spannung und saftiger Biß. Mundwässernd, kein schmeckbarer RZ, kellertypische
elegante Balance, im Abgang zarte grüne Reflexe mit einem Hauch von Rhabarber.Macht schon Eindruck, wird aber gewiß noch eine große Zukunft vor sich haben.,
Die heutige Flasche ist ( wie so oft ) unserer Neugier und Ungeduld zum Opfer gefallen, der Aufstieg in die Kategorie " Weltklasse" ( ab 95 P.) ist gut abzusehen.Heute 94+ P.
Gruß Ursus
Re: Weingut Keller
Man muß schon noch einmal genau auf das Etikett schauen,sonst glaubt man kaum, daß dieser trockene Ortswein schon bald seinen 14.Geburtstag feiern kann:
2012 Nierstein Riesling Trocken mit 12,5 Vol.% Alk.,Pr.Nr.47/13 und 49er Naturkork in Bestform
Gut, die Farbe im Glas ist schon ein strahlendes Gelb, was ich bei nicht wenigen jüngeren GGs verschiedener Erzeuger aus 2018 und gar aus 2024 in letzter Zeit überraschenderweise auch schon vorgefunden habe.
Feinste Zitrusaromen in der Nase, saftige und seidige Frische und rotliegende Würze,die kellertypische Ausgewogenheit auf der Zunge. Nicht ganz so weit durchgegoren wie die jüngeren trockenen Niersteiner Rieslinge von Keller, ich schätze mal 4 bis 5 gr. RZ, die aber durchaus passen.Da pappt und klebt nichts, die elegante und reife Säure des 12er Jahrgangs verhilft dem Wein zur großen Harmonie.
Langer,tänzelnder Nachhall, gepflegtes Understatement. 93 P.konservativ.
Gruß Ursus
2012 Nierstein Riesling Trocken mit 12,5 Vol.% Alk.,Pr.Nr.47/13 und 49er Naturkork in Bestform
Gut, die Farbe im Glas ist schon ein strahlendes Gelb, was ich bei nicht wenigen jüngeren GGs verschiedener Erzeuger aus 2018 und gar aus 2024 in letzter Zeit überraschenderweise auch schon vorgefunden habe.
Feinste Zitrusaromen in der Nase, saftige und seidige Frische und rotliegende Würze,die kellertypische Ausgewogenheit auf der Zunge. Nicht ganz so weit durchgegoren wie die jüngeren trockenen Niersteiner Rieslinge von Keller, ich schätze mal 4 bis 5 gr. RZ, die aber durchaus passen.Da pappt und klebt nichts, die elegante und reife Säure des 12er Jahrgangs verhilft dem Wein zur großen Harmonie.
Langer,tänzelnder Nachhall, gepflegtes Understatement. 93 P.konservativ.
Gruß Ursus
Re: Weingut Keller
2017 Dalsheim Hubacker, Riesling AUL, Pr.Nr.21/18 und 49er Naturkork
intensives, ins Goldene einmündendes Gelb im Glas.
Rosinen,hochfeine saubere Botrytis, ein Touch Honig in der Nase, sehr nobel und vielversprechend.
Reife Rieslingwürze, extraktreich mit viel Spannung, straffe und finessige Säure. Tolle Abstimmung zwischen edler Restsüße und stabiler Säure, da wird der Gaumen nicht zugeklebt.Kommt sehr frisch und jugendlich daher, ungemein saftig und reintönig, salzig-mineralisch,langer Nachhall.
Zu dritt haben wir diese o,75 l Fl.genossen; eigentlich schon eher Schluck für Schluck andächtig zelebriert.Das will für ausgewiesene Trockentrinker schon etwas heißen.Weltklassewein! Wird gewiß noch länger leben als wir drei Rieslingjünger.Ein Erlebnis.
Gruß Ursus
intensives, ins Goldene einmündendes Gelb im Glas.
Rosinen,hochfeine saubere Botrytis, ein Touch Honig in der Nase, sehr nobel und vielversprechend.
Reife Rieslingwürze, extraktreich mit viel Spannung, straffe und finessige Säure. Tolle Abstimmung zwischen edler Restsüße und stabiler Säure, da wird der Gaumen nicht zugeklebt.Kommt sehr frisch und jugendlich daher, ungemein saftig und reintönig, salzig-mineralisch,langer Nachhall.
Zu dritt haben wir diese o,75 l Fl.genossen; eigentlich schon eher Schluck für Schluck andächtig zelebriert.Das will für ausgewiesene Trockentrinker schon etwas heißen.Weltklassewein! Wird gewiß noch länger leben als wir drei Rieslingjünger.Ein Erlebnis.
Gruß Ursus