Libanon

Kle
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Re: Libanon

Beitrag von Kle »

Musar 1998 ist nach wie vor 1 a. Ich hätte es nicht übel genommen, wenn er abgebaut hätte, genoss es einfach, eine weitere Flasche in Händen zu halten, am weichen, teils durchfeuchteten Korken zu ziehen, auch das abgebrochene Stück zu entfernen und ihn im Glas zu sehen, wie früher angereifte Spätburgunder mit einem Schuss Dornfelder aussahen. Wissend, wie sehr die Nase täuschen kann, freute ich mich über vollen Pflaumen/Dörobst-Geruch ohne falsche Erwartungen und fand es in Ordnung, dass im Mund überalterter Branntwein mit Fruchtakzenten zu schmecken war. Ruh dich aus, altes Schlachtross, du hast deine Schuldigkeit getan - von wegen. Schon nach wenigen Minuten Luft erwachte er mit Rumtopf, Kaffee, alkoholisch anmutender Schärfe, Gebranntem und verschiedenen, auch süßlichen, Citrusfrüchten. So bleibt er in jetzt drei Tagen und bewegte sich praktisch nicht bis auf eine besonders weiche, sanft likörige Phase. Keine flirrend betörende Aromatik dieses Mal, eher gravitätisch rund, aber sehr schön.
Ich erinnere mich eines bizarren Barba-grisca, von dem nur noch eine Flasche da war, so daß ich nicht erfahren konnte, ob der ungereimte Geschmack sich auch in den anderen gefunden hätte.
André Gide (Der Immoralist/Übers.Felix Paul Greve)
Kle
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Re: Libanon

Beitrag von Kle »

… und nun begeisterte Chateau Musar 98 verdeckt bei einer Altlastenprobe. Mit fideler Frische, voller, lebendiger Frucht und dem typischen Facettenreichtum war er u.a. Beaucastel 88, Montes Alpha M 96 oder Alena 95 überlegen, mihalten konnte nur L'Ermita 1997.
Ich erinnere mich eines bizarren Barba-grisca, von dem nur noch eine Flasche da war, so daß ich nicht erfahren konnte, ob der ungereimte Geschmack sich auch in den anderen gefunden hätte.
André Gide (Der Immoralist/Übers.Felix Paul Greve)
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maha
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Re: Libanon

Beitrag von maha »

Musar 2000
Zur Grillage. Leider schon ziemlich müde. Dunkles Rot, schon ins bräunliche übergehend. Der Korken war auch nicht mehr der frischeste und brach beim Ziehen entzwei. Im Geschmack gab’s noch müde dunkelrote Frucht und ein paar tertiäre Aromen. Nicht besonders komplex und auch nicht besonders lang.
Den hatte ich schon performanter im Glas.
So gerne ich die Jungs mag, leider gibt es immer wieder große Flaschenvarianzen, oder in dem Fall würde ich den Korken als Übeltäter ausmachen.
Eine hab ich noch, ich bin gespannt.

Gruß Marko
Der schönste Sport ist der Weintransport!
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