bordeauxlover hat geschrieben: ↑Mo 23. Dez 2024, 22:46
...Ohne genau nachzugucken meine ich, dass Ihr den zusammen verschnabuliert habt, oder doch nicht...?
Wenn ich in meine VKNs schaue, muss ich befürchten, überhaupt noch nie etwas von Guy Amiot getrunken zu haben - ansonsten hätte ich das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Geralds Datenbank dokumentiert! Insofern bleibt die Antwort auf deine Frage an Ralf hängen....
falls du feine Chardonnays magst: er hat auch Weine von David Moret. Der Einstiegs-Chardonnay ist ein ganz feiner in der Preisklasse um die 20 Euro. Ansonsten kann ich dir noch den Santenay „Clos Genet“ von Clair empfehlen, ein sehr schöner Pinot Noir.
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
In der Nase muss ich an Darth Vader denken…die dunkle Macht. Und das setzt sich am Gaumen fort. Dunkle Kirschen, etwas Schlehen, mit Luft auch Brombeeren. Hört sich unspektakulär an. Aber mit der Aromatik von feuchten Waldboden und ganz dezenten Holz ist das schon eine richtig klasse, mit guter Struktur und Tiefe. Der Clos de Chapitre glänzt nicht durch Eleganz oder Feinheit. Das kann man, soweit ich weiß auch nicht in Fixin erwarten. Kraft und Power sind am Start. Aber das ist das absolut oberste Regal eines grundehrlichen, vielleicht bäuerlichen Pinots, der gar nicht das Bedürfnis hat feine Kleider zu tragen. Da wirkt nichts gewollt oder gemacht. Die 14% Alkohol sind perfekt eingebunden. Und am Ende geht nochmal richtig die Post ab durch die phänomenale Länge.
Ostbelgier hat geschrieben: ↑So 7. Jul 2024, 18:14
Hallo zusammen,
diesen hier habe ich dank Ralf im Glas. Natürlich eine Nummer kleiner als der Mikulski, aber ganz sicher nicht schlecht. Douhairet-Porcheret: Bourgogne Pinot Noir 2019. Direkt nach dem Öffnet Brombeeren und Sauerkirsche. Dann bildet sich eine Note von weissem Pfeffer, im Laufe der Zeit wird aus der Sauer- eine Süsskirsche und eine dezente Note nach Tabakblättern. Immer behält er eine ausgesprochene Seidigkeit und Eleganz, für seinen Rang ist der Nachhall sehr schön. Das ist ein Wein, von dem ich gerne mehr Flaschen im Keller hätte. Ich finde ihn nun perfekt trinkreif.
Viele Grüße
Markus
Heute habe ich meine letzte Flasche geöffnet. Und es hat sich nicht mehr viel geändert. Ein wunderschöner Pinot Noir in der Klasse, der die Form sicher noch in den nächsten 2-3 Jahren so behalten wird. Der hat bei mir das „Burgunderfieber“ mit ausgelöst. Ich freue mich schon sehr, dieses Jahr das Dorf Monthelie zu sehen, welches ja sehr schön sein soll.
Hallo Markus,
wenn ich die Wahl zwischen dem Mikulski und dem Douhairet-Porcheret hätte, dann würde ich wegen der Eleganz und Feinheit den letztgenannten wählen. Das ist Pinot Noir, wie ich ihn liebe.