...bin ja nun alles andere als ein BDX-Spezialist, aber ja, "bordeauxig" ist das für mich auch nicht. Dennoch (oder gerade deswegenSchönibert hat geschrieben: ↑Di 17. Feb 2026, 20:48 Hallo Erich, klingt für mich überhaupt nicht bordeauxig. Aber da „überschätzen“ sich junge Winzer in Rheinhessen ganz gern mal, mein Eindruck. Soll heißen, ihr Wein ist gar nicht mal verkehrt aber ihm DAS Label aufzukleben ist dann auch nicht zielführend.
Rheinhessen - Diverse
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Re: Rheinhessen - Diverse
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
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Erich
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- Schönibert
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Re: Rheinhessen - Diverse
Aber, wo steht das denn, dass das ein Bordeaux Style sein soll, ich find dazu nichts. Oder leitest du das einfach aus den verwendeten Rebsorten her?
Viele Grüße,
Euer Schöni
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Re: Rheinhessen - Diverse
...in dem Begleitbrief zum 17. "Fund" der WEG von Carsten Henn steht: "...von einem lang gehegten Traum: ein Bordeaux-Cuvée so wie es sie früher einmal gab - schlank und elegant bei aller Reife, mit subtilem Holzeinsatz und enormem Trinkfluß. Also die Art Weine, die das Bordeaux berühmt gemacht haben, bevor durch Parker eine Dynamik ins Spiel kam, die zu mehr Alkohol, mehr Holz, mehr Frucht, mehr Wucht führte."
Viele Grüße
Erich
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Re: Rheinhessen - Diverse
Au weia.
Edit: Der Marketing-Text ist kompletter Selbstmord.
Edit: Der Marketing-Text ist kompletter Selbstmord.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Euer Schöni
Re: Rheinhessen - Diverse
Ich hänge mich mal an die Notiz von Stefan an, da bei demstefane hat geschrieben: ↑Do 5. Jun 2025, 00:22 Heiligenblut, Weinheim
Weinheimer Riesling Melaphyr 2020,
12%
€ 14,50
Ein Riesling von schwarzem Melaphyr-Vulkangestein, fast ein Jahr auf der Hefe belassen.
Ein fahles Gelb mit leichtem Grünstich im Glas.
In der Nase dominieren kalkig-kreidig-mineralische Töne. Etwas Apfelschalen, aber sonst kaum Fruchteindrücke. Dafür kräutrige und steinige Noten und etwas Hefe.
Im Mund dann Mineralik, Druck und Frische. Wunderbare Steinobstaromen, hinterlegt wieder mit Kräutern und einer tollen salzigen Mineralität. Ein karger Riesling, jedoch mit ganz feiner Struktur und genau richtiger Phenolik. Schön Zug und Spannung am Gaumen, recht forsche, aber gut eingebundene Säure.
Toller Wein.
16/20
Riesling Melaphyr 2022 vom Weingut Heiligenblut,
den ich vor 2 Tagen mit dem Winzer Martin Hannemann verkosten durfte, ähnliche Eindrücke vorhanden waren.
Nach der Handlese folgte eine mehrstündige Maischestandzeit, danach blieb der Wein ein ganzes Jahr lang auf der Vollhefe.
Was in der Nase auch hier zuerst auffällt, ist die mineralisch-kreidige Rauchigkeit gefolgt von einer dunklen Würze, nur ganz zurückhaltende (gelbe) Fruchtassoziationen mit Zitrusanklängen.
Auch am Gaumen sehr schlanke, zurückgenommene Frucht, dafür viel Mineralik und kräutrige Würze. Die Säure kommt jahrgangsbedingt moderat und saftig daher. Martin bestätigte das und meinte, dass sich insoweit der Jahrgang auch deutlich von 2023 und insbesondere von 2021 unterscheide. Man habe deshalb auch auf die Maischestandzeit wert gelegt. Das bekommt m.E. dem Riesling sehr gut, denn zu der Säure kommen dann noch nussige Töne und ein feiner, ganz dezent bitterer phenolischer Gripp hinzu, die dem Wein einen zusätzlichen Rahmen geben und für Komplexität sorgen.
Gelungener Riesling, der neugierig auf andere Jahrgänge und insbesondere auf den Lagenwein Riesling Heiliger Blutberg macht.
VG Nora
Re: Rheinhessen - Diverse
Klingt interessant, Nora, könnte man bei Gelegenheit mal mit Wagner-Stempels Melaphyr vergleichen. Davon hätte ich den 18er und 20er Jahrhgang in petto.
Re: Rheinhessen - Diverse
Hat mit Marketing-Text nichts zu tun. Bei dem Projekt geht es darum, jährlich mit unterschiedlichen Winzern zu unterschiedlichen Themen einen „besonderen“ Wein zu kreieren. Das gelingt mal mehr und mal weniger. Der Wein nimmt nicht die üblichen Handelswege sondern wird unter den Abonnenten verteilt. Wenn man so will eine Subskription der besonderen Art. 3/3 Nachkäufe sprechen aber dafür, dass hier zumindest ein trinkbares Ergebnis zu Stande gekommen ist.Schönibert hat geschrieben: ↑Di 17. Feb 2026, 21:33 Au weia.
Edit: Der Marketing-Text ist kompletter Selbstmord.
Jetzt bin ich aber neugierig geworden. Elah. -oder war es Michael- ein Berliner nimmt doch immer noch am Projekt teil.
Re: Rheinhessen - Diverse
Auch den
Heimersheimer Silvaner 2022 vom Weingut Heiligenblut
konnte ich vor ein paar Tagen mit dem Winzer Martin Hannemann verkosten.
Nach einwöchiger Maischestandzeit wurde der Most abgepresst und der Wein wanderte ohne jegliche Schönung in gebrauchte Barriques, wo er etwa 18 Monate auf der Hefe verblieb, bevor er ohne Filtration und mit geringer Schwefelung abgefüllt wurde. Alk. 11,0 % vol.
Die Nase ist initial hefig-mostig, mit viel Schwenken kommt gelbe, an reife Birne erinnernde Frucht zum Vorschein.
Auch am Gaumen geschmacklich zunächst hefig, leicht an Bier erinnernd, später dann die gelbe Frucht. Im Antrunk gibt es sofort eine feine Cremigkeit, haptisch meint man die Hefe auf der Zunge zu spüren, die Säure ist der Rebsorte entsprechend moderat, den Rahmen erzeugt dann der ganz feine Gerbstoffgriff ohne jegliche Bitternote.
Dabei bleibt der Wein immer auf der feinen fast federleichten Seite. Macht Spaß!
Sweet Spot: Sommer, Sonne, Terrasse, auf dem Teller Fisch oder Hühnchen mit viel Gemüse direkt vom Grill.
Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Energie und Kreativität die beiden jungen Hannemann-Brüder in den Umbau und die Weiterentwicklung ihres Weinguts stecken und dabei dennoch großen Respekt vor früheren Generationen zeigen.
VG Nora
Heimersheimer Silvaner 2022 vom Weingut Heiligenblut
konnte ich vor ein paar Tagen mit dem Winzer Martin Hannemann verkosten.
Nach einwöchiger Maischestandzeit wurde der Most abgepresst und der Wein wanderte ohne jegliche Schönung in gebrauchte Barriques, wo er etwa 18 Monate auf der Hefe verblieb, bevor er ohne Filtration und mit geringer Schwefelung abgefüllt wurde. Alk. 11,0 % vol.
Die Nase ist initial hefig-mostig, mit viel Schwenken kommt gelbe, an reife Birne erinnernde Frucht zum Vorschein.
Auch am Gaumen geschmacklich zunächst hefig, leicht an Bier erinnernd, später dann die gelbe Frucht. Im Antrunk gibt es sofort eine feine Cremigkeit, haptisch meint man die Hefe auf der Zunge zu spüren, die Säure ist der Rebsorte entsprechend moderat, den Rahmen erzeugt dann der ganz feine Gerbstoffgriff ohne jegliche Bitternote.
Dabei bleibt der Wein immer auf der feinen fast federleichten Seite. Macht Spaß!
Sweet Spot: Sommer, Sonne, Terrasse, auf dem Teller Fisch oder Hühnchen mit viel Gemüse direkt vom Grill.
Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Energie und Kreativität die beiden jungen Hannemann-Brüder in den Umbau und die Weiterentwicklung ihres Weinguts stecken und dabei dennoch großen Respekt vor früheren Generationen zeigen.
VG Nora