2022 Domaine Gerber Alsace Pinot Noir Hahnenberg
Sehr rauchig und viel Tanin, auch dahinter recht aggressiv aufgestellt. Heidelbeeren, auch etwas schwarze Kirsche. Aber zu viel Fass.
Da ich den Wein im Mai 2024 schon mal im Glas hatte, kann ich sagen, dass der sich da doch deutlich anders zeigte. Fruchtig, frontal schön, aber es blieb nicht so viel. Im Prinzip nicht wiederzuerkennen. Erstaunlich.
Jetzt würd ich den eher etwas längerfristig weglegen.
Alsace Pinot Noir
- Schönibert
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Re: Alsace Pinot Noir
Viele Grüße,
Euer Schöni
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- Schönibert
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Re: Alsace Pinot Noir
2024 Domaine Mittnacht Fréres Pinot Noir
Ne sehr schlanke Nummer. Himbeeren oder, wegen einer durchaus vorhandenen Säure, besser rote Johannisbeeren. Vielleicht etwas Marzipan aber ohne jegliche Süße. Ganz erfrischend. Ein klein bisschen kommt dann dass Fass durch. Ok, der ist noch ziemlich jung - aber ausbaufähige Substanz ist hier eigentlich nicht vorhanden. Wenn er wenigstens etwas widerspenstig wäre.
Edit:
Positiv fällt auf, auf dem Rückenetikett ist folgendes angegeben:
Bodencharakter Muschelkalk etc.,
Hanglage(n) Ost,
Durchschnittsalter (nicht Mindestalter) der Reben 30 Jahre,
Erntedatum 19. und 20. September 2024,
100% éraflé, also entrappt, für die Nicht-Francophonen hier,
10 Tage Mazeration,
Fermentation naturelle, also Naturhefen/Sponti,
Minimum an Sulfiten, glauben wir jetzt gern einfach mal.
3863 Bouteillen, am 19. März 2025 abgefüllt.
Demeter.
So viel Transparenz beeindruckt und erfreut mich dann schon tatsächlich.
Ändert aber nix an meiner Meinung zu der Flasche hier.
Ne sehr schlanke Nummer. Himbeeren oder, wegen einer durchaus vorhandenen Säure, besser rote Johannisbeeren. Vielleicht etwas Marzipan aber ohne jegliche Süße. Ganz erfrischend. Ein klein bisschen kommt dann dass Fass durch. Ok, der ist noch ziemlich jung - aber ausbaufähige Substanz ist hier eigentlich nicht vorhanden. Wenn er wenigstens etwas widerspenstig wäre.
Edit:
Positiv fällt auf, auf dem Rückenetikett ist folgendes angegeben:
Bodencharakter Muschelkalk etc.,
Hanglage(n) Ost,
Durchschnittsalter (nicht Mindestalter) der Reben 30 Jahre,
Erntedatum 19. und 20. September 2024,
100% éraflé, also entrappt, für die Nicht-Francophonen hier,
10 Tage Mazeration,
Fermentation naturelle, also Naturhefen/Sponti,
Minimum an Sulfiten, glauben wir jetzt gern einfach mal.
3863 Bouteillen, am 19. März 2025 abgefüllt.
Demeter.
So viel Transparenz beeindruckt und erfreut mich dann schon tatsächlich.
Ändert aber nix an meiner Meinung zu der Flasche hier.
Viele Grüße,
Euer Schöni
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- Schönibert
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Re: Alsace Pinot Noir
2023 Reichenberg Pinot Noir Reserve
Im Riesling Glas besser aufgehoben als im größeren. Etwas Wacholder, viel Kaminrauch, wenn man ganz tief reinriecht kommt ein Armagnac. Irgendwie schmeckt der geräuchert, was ja ganz witzig ist, aber es fehlt Tiefe. Oder Substanz. Nach dem Rauch fällt er nämlich ab, hier gibt’s dann heißen Gummireifen (Michelin oder Conti, da bin ich noch am hadern), aber weder Frucht, noch die auf dem Rückenetikett mehrfach bemühte Vanille, kann ich hier finden.
Im Riesling Glas besser aufgehoben als im größeren. Etwas Wacholder, viel Kaminrauch, wenn man ganz tief reinriecht kommt ein Armagnac. Irgendwie schmeckt der geräuchert, was ja ganz witzig ist, aber es fehlt Tiefe. Oder Substanz. Nach dem Rauch fällt er nämlich ab, hier gibt’s dann heißen Gummireifen (Michelin oder Conti, da bin ich noch am hadern), aber weder Frucht, noch die auf dem Rückenetikett mehrfach bemühte Vanille, kann ich hier finden.
Zuletzt geändert von Schönibert am So 22. Feb 2026, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße,
Euer Schöni
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amateur des vins
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Re: Alsace Pinot Noir
Schönibert hat geschrieben: ↑Sa 21. Feb 2026, 21:48 heißen Gummireifen (Michelin oder Conti, da bin ich noch am hadern)
Besten Gruß, Karsten
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joern_ribu
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Re: Alsace Pinot Noir
amateur des vins hat geschrieben: ↑Sa 21. Feb 2026, 23:14Schönibert hat geschrieben: ↑Sa 21. Feb 2026, 21:48 heißen Gummireifen (Michelin oder Conti, da bin ich noch am hadern)![]()
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Salute - und immer einen guten Wein im Glas wünscht
Jörn
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Re: Alsace Pinot Noir
...meine wilden Zeiten, in denen ich auch mal deutlich Gummi auf der Straße gelassen habe, sind Jahrzehnte her, aber den Geruch von Fulda Y 2000-Rauch hab ich noch abrufbar. Zu Conti und Michelin kann ich allerdings nichts sagen...
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
https://ec1962.wordpress.com/
Erich
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- Schönibert
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Re: Alsace Pinot Noir
Nun denn, ich denke hier driftet Ihr eher ein wenig in das befreundete Reifenduftforum ab. Das sind natürlich jetzt Nuancen, wenn noch ein Ami auftaucht, sozusagen als Pirat, ein Goodyear, sind wir alle Lost.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Euer Schöni
Re: Alsace Pinot Noir
Pinot Noir "Clos de la Faille" 2023 (Albert Mann) 13%Vol. Für Pinot dunkle Farbe, am Rand ziegelfarbene Aufhellung ohne Blautöne. In der Nase fast stumm, auch längeres Belüften lockt hier nicht viel mehr hervor als eine etwas diffuse Rotfrucht. Bei Bordeaux würde ich sagen: Verschlussphase.
Der Gaumen präsentiert sich besser, kühle Pinot-Frucht, Himbeere und etwas Herbes - Schlehe? Aber auch hier sehr zurückhaltend. Frische Säure, einiges Tannin, betont würzig. Wirkt nicht deutsch, aber burgundisch irgendwie auch nicht.
Teuer, wie alles von diesem Winzer, aber in weiß liefert er auch beständig für's Geld. Hier im Moment nicht, aber vielleicht wird das ja noch. Abwarten.
Gruß
Ulli
Der Gaumen präsentiert sich besser, kühle Pinot-Frucht, Himbeere und etwas Herbes - Schlehe? Aber auch hier sehr zurückhaltend. Frische Säure, einiges Tannin, betont würzig. Wirkt nicht deutsch, aber burgundisch irgendwie auch nicht.
Teuer, wie alles von diesem Winzer, aber in weiß liefert er auch beständig für's Geld. Hier im Moment nicht, aber vielleicht wird das ja noch. Abwarten.
Gruß
Ulli
- Schönibert
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Re: Alsace Pinot Noir
Interessant, Dein Vergleich mit Bordeaux, was die Entwicklung betrifft.
Ist eine solche Verschlussphase, wie sie bei Bordeaux ja regelmäßig vorkommt, bei Burgund eher untypisch? Ich dachte, es gibt Burgunder, die Jahre-, wenn nicht Jahrzehnte unzugänglich bleiben und erst dann überhaupt "genießbar" werden. Das ist doch immer einer dieser Vorwürfe von Parker gewesen, warum er mit Burgund eigentlich nichts anfangen kann. Also so wird es in dem Film Mondovino - zugegebenermaßen natürlich entsprechend plakativ und provokativ - dargestellt. Alix de Montille bezeichnet Ihren Vater Hubert in dem Film übrigens als überhaupt auch erst nach sehr, sehr langer Zeit "genießbar", er sei eben so wie seine Weine. Das hatte mir gut gefallen.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Euer Schöni
Re: Alsace Pinot Noir
Das ist zunächst einmal eine Definitionsfrage - was versteht man unter "Verschluss"?Schönibert hat geschrieben: ↑Mo 13. Jul 2026, 14:29 Interessant, Dein Vergleich mit Bordeaux, was die Entwicklung betrifft.
Ist eine solche Verschlussphase, wie sie bei Bordeaux ja regelmäßig vorkommt, bei Burgund eher untypisch? Ich dachte, es gibt Burgunder, die Jahre-, wenn nicht Jahrzehnte unzugänglich bleiben und erst dann überhaupt "genießbar" werden. Das ist doch immer einer dieser Vorwürfe von Parker gewesen, warum er mit Burgund eigentlich nichts anfangen kann. Also so wird es in dem Film Mondovino - zugegebenermaßen natürlich entsprechend plakativ und provokativ - dargestellt. Alix de Montille bezeichnet Ihren Vater Hubert in dem Film übrigens als überhaupt auch erst nach sehr, sehr langer Zeit "genießbar", er sei eben so wie seine Weine. Das hatte mir gut gefallen.
Ein Bordeaux in voller Verschlussphase ist aromatisch tot. Der riecht nach überhaupt nichts, da könnte man auch Wasser im Glas haben. Und im Gaumen machen sich nur die Strukturkomponenten bemerkbar: Tannin und Säure, und ggf. noch der Alkohol. Aromatisch ist da nichts.
Verschlussphasen in diesem Sinne kenne ich tatsächlich fast nur von Bordeaux; ganz gelegentlich hatte ich solche auch mal bei Syrah von der Nordrhone. Aber zumindest bislang bei Rotweinen aus anderen Sorten nicht, definitiv nicht bei Spätburgunder / Pinot noir.
Da gibt es wie auch bei manchen Weißweinen in der Entwicklung Phasen, in denen sich die Weine nicht gut präsentieren, die Komponenten harmonieren nicht, manches sticht hervor, anderes scheint zu fehlen - manche Weine können da regelrecht garstig und tatsächlich "ungenießbar" sein. Aber aromatisch tot sind sie in dieser Phase eben nicht.
Ich bezeichne solche Phasen als "Rumpelphase", mit Verschlussphase meine ich tatsächlich nur das, was ich oben für Bordeaux beschrieben habe und leider nur zu gut kenne. Aber andere Leute definieren das anders, für die sind auch Spätburgunder oder Rieslinge manchmal "verschlossen", auch wenn sie aromatisch etwas zeigen (nur gerade nichts Gutes).
Gruß
Ulli