Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
Dies ist ein „Hommage-Wein“ zum Gedenken an den in 2024 verstorbenen Winzer, anscheinend eine Jahrgangscuvée aus 2022 und 2023:
oJ Pinot noir – trocken – Qw, Felix Peters
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
2024 Chardonnay Muschelkalk, Weingut Bürgermeister Carl Koch, Oppenheim
12,6 vol., 5,2g/l Säure, 0,0g RZ. Ohne Lagenangabe, in alten Eichenfässern vergoren. Mittleres goldgelb. Rebsortentypische, schöne Nase nach reifer gelber Frucht, dezente Butter- und Brioche-Töne. Am Gaume eine ähnliche Aromatik, wieder gelbe Frucht, ein Hauch Honigmelone, dezente butterige Töne, Holz kaum bis gar nicht spürbar, mittlerer Körper, fein ziselierte Säure, klar trockener Charakter, aber trotz 0g Restzucker keineswegs zu säurebetont, eine gewisse Fruchtsüsse sorgt für ausreichend Harmonie, wirkt frisch und hat Schwung, trinkanimierender Charakter, mittlere Länge, gelungener Chardonnay! 88+ P.
Hier würde ich bei einem Preis von 8,20 Euro ab Werk tatsächlich von einem ganz hervorragenden PGV sprechen. Ich war ja nie ein ausgesprochener Chardonnay-Verächter, burgundische Vertreter dieser Sorte könne ja ganz wunderbar sein, allerdings habe ich die aus naheliegenden Gründen viel zu selten im Glas. Vorliegendes Exemplar ist jedenfalls ein klarer Nachkaufkandidat - 3 von 3 auf der Erich-Skala.
Ganz vielen Dank für die Notiz, Gaston! Ich habe im Sommer 2015 eine Woche Urlaub in Oppenheim gemacht und bei dieser Gelegenheit auch das Weingut Bürgermeister Carl Koch heimgesucht. Schon damals fand ich die Weine des Betriebs richtig gut und dazu auch noch ausgesprochen preiswert - eigentlich wollte ich da schon längst wieder etwas bestellt haben! Demnächst werde ich den Vorsatz unbedingt in die Tat umsetzen.
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
2024 Riesling vom Löss, Weingut Carl Koch, Oppenheim
12,5% vol.; 5,2g Säure; 2,2g RZ. Lage Oppenheimer Sackträger. Über drei Tage getrunken. An den ersten beiden Tagen ziemlich verschlossen, vor allem Apfelfrucht und ein (nicht ganz angenehmer) Ton, den ich mit Kalk (oder Schwefel?) assoziiere. Am dritten Tag deutlich offener, Nase aber nach wie vor zurückhaltend, gelber Apfel, Trauben, dezente florale Töne (weisse Blüten), und wieder so eine leichte Kalkigkeit. Am Gaumen wieder gelbe Frucht, mittlerer Körper, eher milde, strukturgebende Säure, immer wieder dieser Kalk (oder was auch immer das ist), im Gesamtpaket nicht unangenehm, aber doch irgendwie speziell. Ein wenig Kräuter und auch Würze, aber sehr zurückgenommen, mittlere Länge. (86 P.)
Joa, das ist am dritten Tag ganz solide und ordentlich und ganz nett zu trinken, aber irgendwie auch nichts Besonderes. Ich habe da schon etwas mehr erwartet und kann eine gewisse Enttäuschung nicht verhehlen, zumal ein in nicht allzu lange zrückliegender Vergangenheit getrunkener 2016er Sackträger wirklich grossartig war. Den Chardonnay fand ich jedenfalls deutlich besser. Preis geht aber mit 8,- € in Ordnung.
Gerade gibt es den 24er Muskateller vom Bechtheimer Weingut Brüssel:
Was soll man dazu sagen? Richtig schlecht finde ich den Wein nicht, aber auch nicht richtig gut. Es war kein allzu kostspieliges Experiment, die drei Flaschen (2 x Spätburgunder und 1 x Muskateller) zu bestellen, aber das ist jetzt erst einmal kein Betrieb, bei dem ich das Bedürfnis verspüre, mich noch näher mit seinen Produkten auseinanderzusetzen. Da gibt es dann doch genug andere Erzeuger, die einen auf mich spannender wirkenden Stil verfolgen.
Was ich aber erfreulich mutig finde und ansonsten bislang so noch nie gesehen habe: Die Winzerin schreibt die Zutaten in Worten aufs Rückenetikett. Ohne erst einen QR-Code entziffern zu müssen, kann jeder sofort lesen, dass dieser Muskateller neben Trauben noch Weinsäure (L+), Citronensäure, CMC und Sulfite enthält. Richtig so, denn bei anderen Lebensmitteln werden die Inhaltsstoffe schließlich auch direkt aufs Etikett gedruckt!