Foradori

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Schönibert
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Re: Foradori

Beitrag von Schönibert »

2018 Foradori Manzoni Bianco Fontanasanta

Tunesische Salzzitrone, spannend adstringierend, knacketrocken, es irritiert ein wenig eine Apfelweinessig Note, tatsächlich aber nur in der Nase, keine derartige Säure am Gaumen, jedoch vielleicht schwingt da etwas fauler Apfel mit. Hm. Nicht soooo nice. Die letzten Flaschen waren da irgendwie attraktiver. Karaffieren? Mal beobachten.
Viele Grüße,
Euer Schöni
amateur des vins
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Re: Foradori

Beitrag von amateur des vins »

Fährt das Weingut nicht auch die Naturweinschiene? Ist sehr lange her bei mir. Aber dann würd's ja wieder die Clichées bestätigen...
Besten Gruß, Karsten
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Schönibert
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Re: Foradori

Beitrag von Schönibert »

Hallo Karsten, ja, sogar ziemlich offensiv.

Die Farbe ist schon bemerkenswert, davon abgesehen ist der Wein ziemlich trüb, das wirkt bei einem weißen schon etwas schmutzig. Die Farbe selbst ist aber ein sattes und sehr schönes, sonniges gelb mit sowohl grünen als auch roten Reflexen. Schon funky. Von der Farbdichte würde ich so zwischen Spät- und Auslese sagen, aber bei weitem nicht so viskos.

In der Karaffe verfliegt grad etwas diese schräge, faulige Apfelwein-Note zum Glück und es wird eher sherry-artig, Manzanilla. Nun denn.
Viele Grüße,
Euer Schöni
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EThC
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Re: Foradori

Beitrag von EThC »

...auf dem Gut gibt's beides, die weißen Fontanasantas sind aber deutlich Natur. Da auf dem Gut nach wie vor gerne experimentiert wird, ist die Qualität nicht unbedingt gleichbleibend, auch der Essig ist da durchaus mal ein Thema, wie Emilio Zierrock hier kurzweilig erläutert:

https://terroirundadiletten.podigee.io/ ... io-zierock
Viele Grüße
Erich

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Schönibert
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Re: Foradori

Beitrag von Schönibert »

Unterm Strich hat mich der Wein heute überhaupt nicht erfreut, das bleibt anstrengend - oder sagen wir herausfordernd - und für mich eigentlich keine Trinkaufforderung. Wär grundsätzlich ein Fall für die Sauce, wenn ich nicht selbst da Angst hätte, dass der mir diese versaut. Bin ich raus.

Gekauft für 19 Euro 2020.

Widme mich nun 2020 Foradori Teroldego Sgarzon

Erstmal komplett verschlossen, da kommt überhaupt nichts rüber. Daher mal doppeldekantiert und eine halbe Stunde später habe ich hier dann doch deutlich Druck mit Kaminrauch und reifer schwarzer Johannisbeere, aber mit ordentlich Säure unterlegt, das ist grad sehr interessant. Wacholderbeeren sind jetzt auch noch mit dabei. Diese Angelegenheit macht mir durchaus Spaß. Wohin steckt man das, keine Ahnung. Sui generis.

Gekauft für 27 Euro 2022.
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Re: Foradori

Beitrag von EThC »

Schönibert hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 19:44 Wohin steckt man das
...nirgendwo hin, steht für sich. Am besten über zwei bis drei Tage trinken...
Viele Grüße
Erich

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Re: Foradori

Beitrag von Schönibert »

EThC hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 19:47 ...nirgendwo hin, steht für sich.
Erich, gern zu Ende lesen, schrieb ich bereits.

Ob von der Flasche etwas bis morgen noch überlebt, we will see.
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Re: Foradori

Beitrag von EThC »

...bin kein Lateiner, nur Ingenieur... :oops:
Viele Grüße
Erich

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Re: Foradori

Beitrag von Schönibert »

EThC hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 19:47 Am besten über zwei bis drei Tage trinken...
Steht in der Tat sehr stabil da. Hat in der Flasche mit dem Korken drauf draußen auf dem Balkon übernachtet. Zu den schwarzen Johannisbeeren kommen jetzt Schwarzkirschen dazu mit ihrer sehr erfrischenden Säure und tun dem Wein ganz gut. Rauch hab ich hier nicht mehr aber das Tannin stützt das ganze oder rahmt es streng ein, wie man will. Denk auch, dass der morgen weiterhin Spaß machen würde, ich terminiere die Bottle aber jetzt. Insgesamt entschädigt das für den Flop mit dem Bianco. Danke für den Hinweis, Erich.
Viele Grüße,
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Re: Foradori

Beitrag von EThC »

Schönibert hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 20:09 ich terminiere die Bottle aber jetzt
👍🏼😁
Viele Grüße
Erich

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