Weingut Keller

Ursula
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Ursula »

2024 Riesling limestone mit 10,5 V0l.% Alk., Pr.Nr.16/25 und Diam verkorkt

sehr helles Gelb mit grünlichen Reflexen.
glockenklarer Zitrusduft, Spuren von Hefe,noch etwas C0 2,sehr einladend.

kellertypische Balance auf der Zunge, der dezente RZ ( schätze 10-12 Gramm ) wird durch die sehr lebendige und prägnante Säure bestens eingebunden.Federleicht und äußerst trinklustfördernd. Macht Appetit auf mehr.

Feiner Spaßwein, Kellers Einstiegswein ins Rieslingreich ( für knapp über 10 Euro ).
Das gibts nichts zu meckern, außer daß davon schon nichts mehr lieferbar ist.Punkte:88-89.


Gruß Ursus
Ursula
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Ursula »

wir drei Weinnasen haben uns für 2026 in puncto Riesling viel vorgenommen.
Zum Start ins Glück entkorkten wir einen

2018 Nierstein Pettenthal, Riesling GG mit 12,5 Vol.% Alk.,Pr.Nr.32/19 und formidablem 49er Naturkork Flor ND

überraschend helles Gelb im Glas ( im Gegensatz zum 18er Schloßberg von Breuer ).
Feinster Tabak in der Nase,nobler Rauch, Anflüge von Zitrus und Steinobst,total frisch.

Seidige Brillanz auf der Zunge,vielschichtige Finesse. Die Säure ist lebendig und animierend, kein schmeckbarer RZ,die Balance ist schlicht perfekt bei vibrierender Spannung.Absoluter Hochgenuß ohne Abstriche.Wird noch über Jahrzehnte begeistern.

Für uns der beste trockene Riesling aus 2018, den wir bislang genießen durften. Volle Punktzahl.

Gruß Ursus
Ursula
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Ursula »

...aktuelle Feinschmecker, Dez.Ausgabe 2025: ...."Wir können uns nicht erinnern, jemals schon eine so grandiose Kollektion vorgefunden zu haben wie die 2024 von KP Keller."...
[/quote] Schade, dass Keller keine 2024er Weine bei Hofschuster eingereicht hat. Hier hätte mich interessiert wie die Weine im Vergleich zu anderen Winzern abgeschnitten haben.


hallo Rieslingfan,

habe heute früh die Bewertungen von Wein-plus für die 24er Keller-Rieslinge entdeckt und freue mich, daß sich Herr Hufschuster meiner Bepunktum
für das Oberer Hubacker, Riesling GG exakt angeschlossen hat.........

Gruß Leo
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Rieslingfan
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Rieslingfan »

Danke für den Hinweis zu den Bewertungen von Hofschuster.
Gruß Markus
Ursula
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Ursula »

2021 Westhofen Kirchspiel, Riesling GG mit 12,5 V0l.% Alk, Pr.Nr.16/22 und 49er Naturkork Flor ND

Ein Volltreffer, nicht nur vom Inhalt der Flasche her gesehen.
Das Etikett, die Kapsel,der wertige Naturkork. Das ist schon stimmig und herzerwärmend ( für mich zumindest ) und steigert stets aufs Neue die Vorfreude auf den Genuß der großen Kellerweine.
Im Glas zeigt sich ein strahlendes Gelb und in der Nase die typische Kirchspiel-Kräuterwürze. Sehr subtil,sehr genau,sehr fein strukturiert auch auf der Zunge.Enorm frisch, mundwässernd und feingliedrig mit der gewohnt excellenten Keller-Balance,schön durchgegoren, saftig mit Grip und lebendiger Rieslingsäure.

Fein gewoben und extraktreich, daher auch ein langer und verspielter Abgang.Man schmeckt förmlich die Sorgfalt und die Hingabe des Winzers für die Gewinnung einen solchen Tropfens.
Man muß diesen Wein jetzt gewiß noch nicht öffnen, macht dabei aber bestimmt auch keinen Fehler.Ein großer Wein, der 95 P. wert ist.

Gruß Ursus
Ursula
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Ursula »

Wir haben in unserer kleinen Weinrunde ( nur so zum Spaß ) mal den

21er Riesling "von der Fels" und das

21er Westhofen Kirchspiel Riesling GG gegeneinander verkostet.

Was, so die Fragestellung, macht das GG besser und wertiger als den vdF ?
Für sich allein getrunken würde der vdF qualitativ schon locker nach unserer Einschätzung die Kriterien für eine Einstufung als GG erfüllen. Rechtlich möglich wäre das aber nicht, weil dieser Wein aus mehreren kellerschen GG-Lagen ( aber auch mit einem beachtlichen und schmeckbaren Anteil an Trauben aus der Lage Kirchspiel )zusammengestellt ist ( s. unsere Beschreibungen vom 9.12.25 und vom 1.2.26 ).
Im direkten Vergleich präsentiert sich das GG doch noch ein Stück komplexer, extraktreicher und vor allem auch finessiger als der vdF.
2 bis 3 Punkte Differenz zugunsten des GG ( 95 P. zu 92 P.) können wir verantworten.

Die verständliche Frage nach den Einkaufspreisen ( ab Weingut ) sieht in der Antwort das GG rund doppelt so teuer wie den vdF.

Für uns drei Weingenießer war die Entscheidung im Jahr 2022 rel.einfach:
Da die Keller-GGs auch für uns ( ab Weingut und damit gut bezahlbar )nicht in der gewünschten Menge verfügbar waren, haben wir uns gerne mit dem vdF "getröstet" und es nicht bereut.Gleiches gilt auch für den Jahrgang 2024.

Gruß Ursus
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