Verschlussphasen

Was Sie schon immer über Wein wissen wollten, aber nie zu fragen wagten
TroisLacs
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Re: Verschlussphasen

Beitrag von TroisLacs »

Danke Ulli

doch, das hilft mir sehr. Wie gesagt, hätte ich jetzt weder auf den Jahrgang noch auf den Einzelwein hin eine Prognose erwartet. Wenn du das könntest. wärst du wohl in der Weinwelt reich und bekannt ;)
Als "Guidelines" ist das doch schon hilfreich.

2015 gehe ich nun aktiv an und die paar wenigen 2017-er dürften somit auch bald einmal fällig werden.
Und ja, probieren geht über studieren.

Merci!
Gruss, Sascha

„Riesling geht immer“!
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vonKorf
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Re: Verschlussphasen

Beitrag von vonKorf »

UlliB hat geschrieben: Do 15. Mai 2025, 10:57
TroisLacs hat geschrieben: Do 15. Mai 2025, 08:25 - lassen wir aktuell die Jahrgänge 2015-2016 und 2018-2020 noch schön im Keller? Tendenziell wohl sicher noch bis 2028 - 2030 (was dann bei den vielgehörten 10 Jahren ist, bevor man einen Bordeaux nicht öffnen sollte).
Wenn man vorsichtig sein möchte, ist das sicher gut so. Es kommt allerdings darauf an, wie viele Flaschen man von einem Wein hat. Sind es sechs oder sogar zwölf, kann man gelegentlich antesten, was los ist. Auch in Verschlussphasen gibt es manchmal Zwischenhochs.

Mitunter reichen die 10 Jahre aber bei weitem nicht. Beispiel Jahrgang 2005: da waren die Weine nach 10 Jahren immer noch völlig vernagelt, und die Top-Weine sind es auch heute noch. Da muss man immer mal wieder probieren und eine Flasche opfern.
Das heißt also, gerade bei den "Top-Weinen" sollte man nicht nur einmal (sagen wir) 100 € ausgeben, sondern mindestens sechs Mal; und das allein schon deswegen, um (nach 10 oder sogar deutlich mehr Jahren) die Chance zu haben, womöglich mit der letzten Flasche den jahre- oder gar jahrzehntelang vernagelten "Top-Wein" endlich auch in Top-Qualität genießen zu können. :roll:
(Es gab doch da mal einen Werbeslogan "Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben".... :lol: )
la-vita
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Re: Verschlussphasen

Beitrag von la-vita »

Wenn man die lästige Warterei auf die optimale Trinkreife umgehen will, kann man ja auch einen ganzen Weinkeller ersteigern. Da ist dann immer was trinkreifes dabei :D :

https://www.christies.com/en/stories/wi ... b8b28d8e97

Viele Grüße
Detlef
weinaffe
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Re: Verschlussphasen

Beitrag von weinaffe »

Für ältere Knaben wie mich ;) ist es ohnehin die bessere Strategie, gereifte Jahrgänge aus gut gepflegten Kellern zu kaufen. Mancher Weinhändler hat schon "geklagt", dass er gar nicht so viel ankaufen kann, wie derzeit auch aus guten Quellen angeboten wird. Erstaunlicherweise sind diese "Altweinkäufe" manchmal sogar billiger als aktuelle Jahrgänge mancher Chateaux, vor allem wenn man die gehypten Jahrgänge aussen vor lässt.

LG
Bodo
niers_runner
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Re: Verschlussphasen

Beitrag von niers_runner »

Wenn man feststellt, dass ein Wein (Riesling) sich im Umbau befindet, kann man dann den Korken wieder einsetzen und den Wein 1 oder 2 Jahre in den Keller legen oder kann man das vergessen? Wenn der Korken angefaßt wird, kommt der Wein mit Bakterien/Keimen in Berührung und kann das dazu führen, dass nach gewisser Zeit der Korken aus der Flasche fliegt?

Beste Grüße

Peter
Es entspricht dem Wesen des Genießens, dass der Erlebnisraum der Form einer Pyramide verwandt ist: es gibt viele Basisqualitäten, aber im strengen Sinne nur eine Spitze, und man steigt nicht freiwillig die Pyramide herab
(Matthias Hilse)
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Dominik Mueller
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Re: Verschlussphasen

Beitrag von Dominik Mueller »

Für solche Fälle wurde Coravin erfunden. Ernsthaft. Wenn du dir darüber Sorgen machst und der "Verlust" der Flasche für dich schmerzlich wäre, zum Beispiel weil es teurer Riesling ist, wird sich die Anschaffung rechnen.

Korken zurück in die Flasche ist für lange Zeiträume kein gangbarer Weg.
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EThC
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Re: Verschlussphasen

Beitrag von EThC »

...der Tausch von Korken ist ja generell Usus, allerdings wird da ja nix vom Wein entnommen und der eingeteagene Sauerstoff hält sich in Grenzen. Ob bei solchen Umverkorkungen auch aktiv mit Inertgas gearbeitet wird, weiß ich nicht, aber wenn, dann sicher erst in neuerer Zeit. Du könntest natürlich die Flasche vor dem Wiederverkorken mit Schutzgas aus der Flasche Deines MAG-Schweißgeräts fluten (in jedem besseren Haushalt vorhanden), dann ist alles gut...
Viele Grüße
Erich

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Dominik Mueller
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Re: Verschlussphasen

Beitrag von Dominik Mueller »

Soweit mir bekannt, wird die Flasche bei neuem Verkorken auf dem Weingut mit denselben Wein aufgefüllt und der neue Korken mittels Werkzeug so in die Flasche gedrückt, dass das dicht ist. Bei händischem "Korken zurück" wird das leider nicht gegeben sein.
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Re: Verschlussphasen

Beitrag von EThC »

...ob man den Korken jetzt mit einer Korkpresse reindrückt oder per Hand reinfummelt, dürfte bzgl. der Dichtheit keinen Unterschied machen, denke ich. Es sei denn, der gerade gezogene Korken ist schon verhärtet oder sonstwie beschädigt, ggf. auch durch den Korkenzieher. Der Zustand des Verschlußmittels ist also maßgeblich, nicht das Verfahren des Verschließens.
Das mit der Größe des verbleibenden Gasraums ist ein zweites, unabhängiges Thema.
Viele Grüße
Erich

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