Empfehlungen weniger bekannter Protagonisten

Bernd Schulz
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Registriert: Sa 11. Dez 2010, 23:55

Re: Empfehlungen weniger bekannter Protagonisten

Beitrag von Bernd Schulz »

Auch dieser hochspannende Weißwein, den ich gerade nachverkoste, war gestern ein Mitbringsel von Ralf:

Bild

Mit dem eigenwilligen Stil muss man natürlich klarkommen (Ralf hatte gestern mit der flüchtigen Säure zunächst etwas mehr Probleme als ich), aber der Wein, bei dem man durchaus schmeckt, dass er aus einem Mini-Ertrag stammt, ist in puncto Dichte und Intensität schon eine Ansage! Ich bin schwer beeindruckt!

E 466 scheint Florian Reus trotz der viskosen Textur übrigens nicht zugesetzt zu haben ;) , denn es ist eine ganze Menge Weinstein ausgefallen.

Herzliche Grüße

Bernd
Ralf Gundlach
Beiträge: 2458
Registriert: So 30. Jan 2011, 23:13

Re: Empfehlungen weniger bekannter Protagonisten

Beitrag von Ralf Gundlach »

weinaffe hat geschrieben: So 16. Feb 2025, 00:55 Hallo Ralf, hallo Bernd,

der sympathische und ambitionierte Florian Reus ist noch ganz am Anfang und auf der Suche nach seinem endgültigen Weinstil. So gut die 2021er auch waren, hatte er mit den 2022er doch Probleme. Einige Weine hatten sehr viel flüchtige Säure, vor allem auch sein Top-Chardonnay. Die 2023er sollten jetzt wieder besser ausgefallen sein. Wenn man möglichst gar nichts am Wein macht und mit wenig Schwefel arbeiten will, sind solche Fehltöne natürlich immer eine Gefahr.

LG
Bodo
Hallo Bodo,

den 22er Chardonnay habe ich vorhin aufgemacht. Am Anfang hatte der eine flüchtige Note, die sich aber nach relativ kurzer Zeit verabschiedete. Vielleicht hat das Jahr in der Flasche den Weinen gut getan. Ich habe mir ansonsten keine Notizen gemacht, aber das war schon richtig gut, mit viel Substanz. Da ist nix typisch deutsch. Ich werde den Rest in den nächsten Tagen probieren und berichten.

Gruß

Ralf
Ralf Gundlach
Beiträge: 2458
Registriert: So 30. Jan 2011, 23:13

Re: Empfehlungen weniger bekannter Protagonisten

Beitrag von Ralf Gundlach »

Ralf Gundlach hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 20:12
weinaffe hat geschrieben: So 16. Feb 2025, 00:55 Hallo Ralf, hallo Bernd,

der sympathische und ambitionierte Florian Reus ist noch ganz am Anfang und auf der Suche nach seinem endgültigen Weinstil. So gut die 2021er auch waren, hatte er mit den 2022er doch Probleme. Einige Weine hatten sehr viel flüchtige Säure, vor allem auch sein Top-Chardonnay. Die 2023er sollten jetzt wieder besser ausgefallen sein. Wenn man möglichst gar nichts am Wein macht und mit wenig Schwefel arbeiten will, sind solche Fehltöne natürlich immer eine Gefahr.

LG
Bodo
Hallo Bodo,

den 22er Chardonnay habe ich vorhin aufgemacht. Am Anfang hatte der eine flüchtige Note, die sich aber nach relativ kurzer Zeit verabschiedete. Vielleicht hat das Jahr in der Flasche den Weinen gut getan. Ich habe mir ansonsten keine Notizen gemacht, aber das war schon richtig gut, mit viel Substanz. Da ist nix typisch deutsch. Ich werde den Rest in den nächsten Tagen probieren und berichten.

Gruß

Ralf
Und ich habe den heute doch noch weiter probiert:

Den Geruch will ich nicht weiter beschreiben, da bin ich auch nicht gut. Die flüchtigen Noten verflogen allerdings sehr schnell. Am Gaumen ist das herausfordernd, im positiven Sinne, weil komplex. Da tauchen Noten von dezent gerösteten Brot auf, etwas grüner Hafer, aber auch feiner Pfirsich, sehr delikat. Auch leichte florale Noten. Mit Luft wird dieser Wein immer feiner. Der Körper ist eher mittelgewichtig, aber mit ordentlich Extrakt. Der Wein geht insgesamt dezent Richtung Naturwein. Mit etwas Gripp. Das ist klasse, ohne Zweifel. Ich hatte vorher einen hervorragenden Maconnais aus dem gleichen Jahrgang im Glas, aber der hier ist noch mal etwas besser ( wenn auch etwas teurer). Lang im Abgang, die Noten bleiben lange haften.

93 Punkte. Kostet ab Hof 25 Euro

Gruß

Ralf
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