... und Buchs stinkt auch nach Katzenpisse, aber dem Zünsler gefällt das trotzdem sehr
Tement hat die übrigens auch im Garten stehen, weshalb das auch nicht OT sein kann
Ganz ehrlich: Ich mag den Geruch auch nicht, komme als Rieslingtrinker aber Gott sei Dank nicht oft damit in Berührung. Auf der Terrasse halt des öfteren
2020 Tement Südsteiermark Sauvignon Blanc "only Sansibar"
Glasverschluss. Blass strohgelbe Farbe. Feste, frische Frucht im Geruch mit Birne, Stachelbeere, doch auch mit exotischem Anklang von Honigmelone und Maracuja, ohne kitschig zu sein. Die für Sauvignon typische grün-pflanzliche Note ist im Ansatz erkennbar, aber nicht vordergründig. Mit einer gewissen kalkig-kreidigen Mineralik. Am Gaumen leicht und frisch mit hoher Säure und saftiger, grüner bis gelber Frucht (grüner Apfel, Stachelbeere, Zitrusfrucht). Pflanzlicher (Tomatenblätter) als noch im Bukett. Guter, etwas herber Nachhall, zitrisch sowie leicht rotbeerig. Insgesamt feinsaftig und trinkanimierend. Gut.
... weißt Du, ob sich die Sansibar-Abfüllung in irgendeiner Art und Weise von den "normalen" Flaschen unterscheidet?
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
Nein, gerade nicht. Ich habe noch eine Flasche "Kalk & Kreide" im Bestand und werde später mal auf dem Rückenetikett schauen, inwiefern sich die Beschreibungen unterscheiden.
Für die Sansibar-Abfüllung kann ich im Moment nur aus dem Kopf sagen, dass dort von Handselektion, steilen Lagen mit Kalksteinboden und 12 Monaten Feinhefelager gesprochen wurde. Ich gehe von Edelstahltank aus, was aber nicht explizit genannt wurde.
Ich würde vermuten, dass die beiden Weine vergleichbar sind.
Kurzer Nachtrag zum "Kalk & Kreide": Das Rückenetikett verweist auf 15-55 Jahre alte Reben, Spontangärung und den langsamen Ausbau auf der Feinhefe (mindestens ein halbes Jahr) in Edelstahl und großen Holzfässern.
Nach dem Desaster mit einem verkork(s)ten 2009er VCC musste ein Wein her, bei dem ein Korkschmecker unmöglich ist. Da kam mir dieser gerade recht:
Sauvignon blanc Zieregg 2017 (Tement) 13,0%Vol. Glasstöpsel. Immer noch sehr helle Farbe, Blassgold. Im ersten Moment hätte ich nicht sagen können, dass das Sauvignon blanc ist, das hätte durchaus ein Chardonnay sein können. Erst nach einer Weile im Glas erscheint mit Luft und steigender Temperatur die typische, etwas exotische Gelbfrucht, die dann an der Sorte keinen Zweifel lässt. Völlig trocken, frische Säure, lebendig, die Frucht auf festem kalkigen Fundament. Kein Holzeinfluss. Ein paar minimale Reifetöne, aber ansonsten wirkt der Wein fast noch jugendlich, der wird noch viele Jahre machen. Erstklassig.
amateur des vins hat geschrieben: ↑So 4. Jan 2026, 17:55
Der 2017er scheint mir - jedenfalls von den Jahrgängen ab 2016 - derjenige zu sein, bei dem Pyrazine und Thiole am dezentesten sind (vgl. hier).
Siehst Du das auch so?
Ja, wobei das vermutlich mehr der Vinifikation geschuldet ist als der allgemeinen Jahrgangscharakteristik in der Südsteiermark.
Übrigens zeigte sich der 17er in der Vergangenheit viel fruchtbefreiter als heute. Mit Luft und etwas Zeit im Glas kommt da jetzt doch einiges an sehr typischer Sauvignon-Frucht, ohne dass diese dominiert. Interessante Entwicklung: andere Weine bauen mit dem Alter Frucht ab, hier erscheint sie erst richtig.