Centgrafenberg Riesling GG 2021 (Fürst) 12,0%Vol. Ein typischer 21er: sauer und dünn.
Ok, diese Kurzfassung mag ein wenig überspitzt sein, aber sie trifft doch den Kern. Der Gaumen wird komplett von einer hohen, fast schon reißenden Säure dominiert, diese ist am obersten Rand dessen, was ich noch zu tolerieren gewillt bin. Das Hauptproblem ist hier, dass der Säure nicht mal ansatzweise ein Körper entgegensteht, der den Wein in Balance hält. Die Frucht recht simpel auf grünem Apfel und Zitrus, und wenn man sich sehr konzentriert und an der Säure vorbeiverkostet, findet man in der Tiefe ein wenig rauchige Mineralik und eine ganz interessante Nadelholznote. Lässt die Konzentration nur ein wenig nach, bügelt die Säure wieder alles platt.
Immerhin, man hat sich getraut, das so ohne Entsäuerung in die Flasche zu bringen, und eingefleischte Säurefreaks, die die Qualität ihrer Weine nach dem pH-Wert beurteilen, werden daran vermutlich ihren Spaß haben. Ich hatte keinen, und für mich ist der Wein von postulierter Größe weit entfernt. Es wäre besser gewesen, zum Ortswein abzustufen und entsprechend zu bepreisen, aber da hat man dann doch lieber das Geld mitgenommen.
Gruß
Ulli
Rudolf Fürst
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Ralf Gundlach
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Re: Rudolf Fürst
Heute habe ich das erste Mal einen Roten von Fürst im Glas:
2022 Bürgstadter Spätburgunder
Und der überzeugt mich schon. Zwar nur mittelgewichtig. Aber davon abgesehen ist das ein sehr feiner, eleganter Spätburgunder mit einer sehr schönen Aromatik. Da ist ein Könner am Werk. Das schmeckt nicht typisch Deutsch, aber auch Burgund schmeckt anders. Vollkommen eigene Stilistik. Da kann man sofort nachvollziehen, warum Fürst derzeit in Deutschland als Benchmark für den Spätburgunder gilt. Ich hatte das Glück, dass es den im ortsansässigen Edeka gibt. Für knapp 24 Euro.
92 Punkte. Der zweite tolle Wein an diesem Abend.
Gruß
Ralf
2022 Bürgstadter Spätburgunder
Und der überzeugt mich schon. Zwar nur mittelgewichtig. Aber davon abgesehen ist das ein sehr feiner, eleganter Spätburgunder mit einer sehr schönen Aromatik. Da ist ein Könner am Werk. Das schmeckt nicht typisch Deutsch, aber auch Burgund schmeckt anders. Vollkommen eigene Stilistik. Da kann man sofort nachvollziehen, warum Fürst derzeit in Deutschland als Benchmark für den Spätburgunder gilt. Ich hatte das Glück, dass es den im ortsansässigen Edeka gibt. Für knapp 24 Euro.
92 Punkte. Der zweite tolle Wein an diesem Abend.
Gruß
Ralf
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Re: Rudolf Fürst
Hallo Ralf,
ich hatte noch nicht so wahnsinnig viele Spätburgunder von Fürst im Glas, aber wenn insbesondere die höheren Weihen die richtige Reife haben, ist das ziemlich großes Spätburgunderkino. Und seit einer Probe auf einer Händlermesse Ende letzten Jahres stehen die Weine für mich klar über den deutlich mehr beachteten wie z.B. von Bernhard Huber...
ich hatte noch nicht so wahnsinnig viele Spätburgunder von Fürst im Glas, aber wenn insbesondere die höheren Weihen die richtige Reife haben, ist das ziemlich großes Spätburgunderkino. Und seit einer Probe auf einer Händlermesse Ende letzten Jahres stehen die Weine für mich klar über den deutlich mehr beachteten wie z.B. von Bernhard Huber...
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
https://ec1962.wordpress.com/
Erich
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Ralf Gundlach
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Re: Rudolf Fürst
Hallo Erich,
ich habe noch niemals einen Huber getrunken, aber Fürst hat mich schon interessiert. Wenn so viele gute Winzer dort zur „Lehre“ gegangen sind…dann muss der schon was können. Leider sind die Topp-SB schon in einer ziemlich ambitioniert Preislage.Aber wenn ich einmal schwach werde dann bei Fürst.
Gruß
Ralf
ich habe noch niemals einen Huber getrunken, aber Fürst hat mich schon interessiert. Wenn so viele gute Winzer dort zur „Lehre“ gegangen sind…dann muss der schon was können. Leider sind die Topp-SB schon in einer ziemlich ambitioniert Preislage.Aber wenn ich einmal schwach werde dann bei Fürst.
Gruß
Ralf
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Ralf Gundlach
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Re: Rudolf Fürst
Korrigiere, einen Roten von Huber noch niemals…Ralf Gundlach hat geschrieben: ↑Fr 26. Dez 2025, 23:00 Hallo Erich,
ich habe noch niemals einen Huber getrunken, aber Fürst hat mich schon interessiert. Wenn so viele gute Winzer dort zur „Lehre“ gegangen sind…dann muss der schon was können. Leider sind die Topp-SB schon in einer ziemlich ambitioniert Preislage.Aber wenn ich einmal schwach werde dann bei Fürst.
Gruß
Ralf
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Re: Rudolf Fürst
...den 22er Centgrafenberg hab ich für 76 Euronen / Eintel gekauft, unwiderstehlich nachdem ich ihn probiert habe. Klar, viel Geld, aber in diesem Fall hat's mich nicht gereut. Und im Vergleich mit anderen Spätburgundern höchster Güte m.E. nicht überteuert. Dennoch ist die zu überspringende Hürde nicht wirklich niedrig...Ralf Gundlach hat geschrieben: ↑Fr 26. Dez 2025, 23:00 Leider sind die Topp-SB schon in einer ziemlich ambitioniert Preislage.
Viele Grüße
Erich
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Re: Rudolf Fürst
Viele Grüße
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