Martin Müllen

Bernd Schulz
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Re: Martin Müllen

Beitrag von Bernd Schulz »

Nach dem Müller-Thurgau von Egon Schäffer geht es bei mir mit der gleichen Rebsorte weiter, aber diesmal kommt der Müller von der Mosel und wurde vom Erzeuger "Rivaner" genannt:

Bild

Der Schäffer aus 21 gefiel mir einen kleinen Tick besser (er war ja auch eine Ecke teurer), aber um einen durchaus ernstzunehmenden Wein handelt es sich bei Müllens 20er Rivaner ebenfalls. Ich kann ihn mir hervorragend im kommenden Frühjahr zu Spargel vorstellen, aber auch auf einer Fete dürfte er als Weißwein mit Anspruch eine richtig gute Figur machen. Mittlerweile kostet er 60 Cent mehr als vor 4,5 Jahren (da habe ich ihn schon mal gekauft, wie man unschwer aus der VKN ersehen kann), aber 7,50 sind für einen rundweg erfreulichen Gutswein ja immer noch kleines Geld. Die Müllens scheinen ihn trotzdem leider nicht richtig loszuwerden, denn fast jeder, der sich für einen anspruchsvollen Weinfreund hält, rümpft ja angesichts der Sorte Müller-Thurgau alias Rivaner gleich die Nase (wirkliche Kenner wie unser Erich, der schon mal gerne vom Feldmarschall Fenner schwärmt, stellen eine die Regel bestätigende Ausnahme dar).

Langer Rede kurzer Sinn: Schöner Wein, gut gereift, nicht glattgebügelt, zeigt durchaus eine ernsthafte Aromatik und eine gewisse Komplexität, kostet nur drei Viertel von 10 Euro - da macht man nichts verkehrt, wenn man so etwas kauft!

Herzliche Grüße

Bernd
TroisLacs
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Re: Martin Müllen

Beitrag von TroisLacs »

Bernd Schulz hat geschrieben: Do 18. Dez 2025, 21:26 … denn fast jeder, der sich für einen anspruchsvollen Weinfreund hält, rümpft ja angesichts der Sorte Müller-Thurgau alias Rivaner gleich die Nase.
Bei uns ist der immer noch recht geläufig, meistens unter dem Namen Riesling-Silvaner. Gerade am Zürcher See gibt es einige Reben (und Winzer, die was daraus machen).
Passt fast immer als frischer, lebendiger Apéro-Wein.
Gruss, Sascha

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EThC
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Re: Martin Müllen

Beitrag von EThC »

Bernd Schulz hat geschrieben: Do 18. Dez 2025, 21:26 (wirkliche Kenner wie unser Erich, der schon mal gerne vom Feldmarschall Fenner schwärmt, stellen eine die Regel bestätigende Ausnahme dar)
:oops: :oops: :oops:
...der "Feld" hat ja mittlerweile auch einen stattlichen Preis, weshalb ich mich von aktuellen Jahrgängen verabschiedet habe. Dennoch gibt's auch aus meiner Sicht mehr und mehr attraktive Müllers (Kraemer, Schwarz, d.b Schmidt), aber auch für den kleineren Geldbeutel, da fällt mir in erster Linie Schäfer-Fröhlich ein...
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

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Bernd Schulz
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Re: Martin Müllen

Beitrag von Bernd Schulz »

TroisLacs hat geschrieben: Do 18. Dez 2025, 22:19 Bei uns ist der immer noch recht geläufig, meistens unter dem Namen Riesling-Silvaner. Gerade am Zürcher See gibt es einige Reben (und Winzer, die was daraus machen).
Passt fast immer als frischer, lebendiger Apéro-Wein.
In der Schweiz wird halt nicht so viel Riesling angebaut wie hierzulande. Vielleicht liegt es daran, dass andere Sorten dann doch etwas mehr geschätzt werden als in Deutschland. Bei denen, die sich für Kenner halten (Mitglieder unseres Forums sind natürlich nicht oder kaum :twisted: gemeint), geht hier an Weißwein oft nur Riesling und Chardonnay, im besseren Falle vielleicht noch Weißburgunder oder Silvaner. Alles andere wird als nicht beachtenswert eingestuft.
EThC hat geschrieben: Do 18. Dez 2025, 22:21 Dennoch gibt's auch aus meiner Sicht mehr und mehr attraktive Müllers (Kraemer, Schwarz, d.b Schmidt), aber auch für den kleineren Geldbeutel, da fällt mir in erster Linie Schäfer-Fröhlich ein...
Den "Fröhlich trocken" hatte ich auch schon aus mehreren Jahrgängen. Für meine Begriffe war das immer ein schöner Wein zu einem relativ attraktiven Kurs, gar keine Frage!

Herzliche Grüße

Bernd
niers_runner
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Re: Martin Müllen

Beitrag von niers_runner »

Aus dem Weihnachtsangebot von Martin Müllen, musste ich die 23er Hühnerberg Auslese abgreifen.

2023 Martin Müllen, Trarbacher Hühnerberg Auslese 08-24

Leuchtendes Goldgelb
Gelbfruchtige, leicht florale Nase,
duftet vornehm im Glas nach Steinobst und Aprikose.

Am Gaumen schöne Süße, klarer Stil, sehr lang, elegant und cremig,
hervorragende Struktur und Länge. 95 P.

Beste Grüße

Peter
Es entspricht dem Wesen des Genießens, dass der Erlebnisraum der Form einer Pyramide verwandt ist: es gibt viele Basisqualitäten, aber im strengen Sinne nur eine Spitze, und man steigt nicht freiwillig die Pyramide herab
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Re: Martin Müllen

Beitrag von niers_runner »

Hat schon jemand die 2019er Trarbacher Hühnerberg Riesling Trockenbeerenauslese probiert?
Der Wein wurde im aktuellen MFW Ausgabe Nr. 79 mit 100 Punkten ausgestattet!

Für ein paar Tage gibt es noch einen schönen Rabatt bei Martin Müllen.

Beste Grüße

Peter
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Re: Martin Müllen

Beitrag von Bernd Schulz »

Zur heute etwas gehobeneren Brotzeit mit Garnelensalat und Ententerrine gibt es gerade diesen trockenen Kabinett:

Bild

Der Wein besitzt nicht ganz so viel Substanz wie der besternte Kabi trocken aus dem Kröver Paradies, aber trotzdem handelt es sich eine fast genauso eindrucksvolle Demonstration in Sachen trockener Leichtwein. Derartige trockene Lagenkabinette (auf der Müllen-Homepage heißt es, die Kirchlay würde häufig mit Noten von tropischen Früchten aufwarten, und genau so etwas ist hier auf subtile Art auch wahrnehmbar) mit viel Geschmack, aber kaum Gewicht sind über die Jahre zu einer Paradedisziplin des Hauses Müllen geworden; ich trinke sie immer wieder sehr gerne und mit viel Genuss.

Herzliche Grüße

Bernd
TroisLacs
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Re: Martin Müllen

Beitrag von TroisLacs »

Bernd Schulz hat geschrieben: Mi 24. Dez 2025, 20:37 Der Wein besitzt nicht ganz so viel Substanz wie der besternte Kabi trocken aus dem Kröver Paradies.
Bernd
ich habe mich bei Müllen etwas auf der Homepage umgeschaut (ich bin Anfang März noch ein paar Tage im Ruwertal, vielleicht kann ich einen kleinen Abstecher zu Müllens nach Traben-Trarbach einbauen ... ;) ).
Ich weiss ja in der Zwischenzeit etwas Bescheid über die Prädikatsstufen, Mindestmostgewichte und dass Prädikatsweine zumindest bis zur Spätlese sowohl trocken als auch restsüss ausgebaut werden können.
Aber was bedeutet denn der Stern?
Gruss, Sascha

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EThC
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Re: Martin Müllen

Beitrag von EThC »

...ich antworte mal stellvertretend, weil mir dazu noch eine Aussage von Martin Müllen in einem der Videos von den Online-Pandemie-Verkostungen einfällt, da meinte er zu einem Wein "dem hätten wir auch einen Stern geben sollen!".
Die Sterne sind eine interne Bewertung des Weinguts abhängig von der zum Füllzeitpunkt eingeschätzten Qualität, das ist an der Mosel durchaus üblich. Manchmal sollen ein, zwei oder drei Sterne einfach die Qualitätsstufe eines singulären Weins anzeigen, wobei die von Jahr zu Jahr variieren können, manchmal konkurrieren auch an sich gleich benamselte Weine in einem Jahr (gleiche Lage, gleiches Prädikat) nur über die Anzahl der Sterne (0, 1, 2, 3).
Viele Grüße
Erich

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Re: Martin Müllen

Beitrag von TroisLacs »

Ich habe sowas vermutet, danke Erich für die Antwort.
Gruss, Sascha

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