Stephan, wenn ich es wirklich irgendwann mal schaffen sollte, dem erbarmungslosen Laufrad meiner Arbeit bis nach Sachsen zu entfleuchen (immerhin habe ich sehr gute Freunde in Ostthüringen, die ich öfter besuche, aber von dort bis Dresden sind es auch noch mal fast zwei Stunden), gebe ich vorher Meldung!
Erwarte nicht zu viel von den Paperbacks - ich betrachte mich beim Schreiben genauso wie beim Weintrinken als reiner Amateur. Mir hat es Spaß gemacht, die verschiedenen Weingüter zu besuchen und mir hinterher ein paar Zeilen zu ihnen aus den Fingern zu saugen. Zudem war das Abgehen und genauere Fixieren von Wanderstrecken für mich eine ganz spannende Erfahrung; auf Empfehlungen meines "Kollegen", der den Löwenanteil der Wanderungen übernommen hatte, habe ich dabei ein Diktiergerät verwendet und das während des Wanderns auf Band Gesprochene zu Hause in Klartext verwandelt. Aber ich war wirklich faul, da nur vier Wandervorschläge aus meiner Feder stammen (dafür habe ich dann alle Texte über die Winzer verbrochen). --
Die Mosellandschaft liebe ich ja außerordentlich, aber fast noch eindrucksvoller waren im letzten Jahr einige Wanderungen am Mittelrhein. Sehr empfehlen kann ich beispielsweise die Strecke zwischen Oberwesel und Bacharach, bei der man oben auf den Rheinhöhen mit dem Pfalzblick, dem Blücherblick und dem Heinrich-Heine-Blick gleich drei grandiose Aussichtspunkte erreicht. Vor allem der letztere, der es einem gestattet, ganz von oben über Bacharachs faszinierende Silhouette mit der Wernerkapelle und der Burg Stahleck weit über den Rhein talaufwärts zu schauen, gehört zu meinen gewaltigsten Landschaftserlebnissen überhaupt.
Besonders schön ist außerdem eine Tour, die kurz hinter Trechtlingshausen durch das wildromantische Morgenbachtal zum "Schweizerhaus" führt. Dort kann man dann mit Blick auf Assmanshausen und Bingen rasten (wobei man sich auf der Terrasse besser ein Bier als einen der angebotenen Weine bestellen sollte

).
Am Mittelrhein möchte ich auf jeden Fall mal eine mehrtägige Wanderung unternehmen, und zwar nicht auf dem streckenweise auch herrlichen, aber etwas abgelatschten Rheinsteig, sondern eben auf der linksrheinischen Seite. Mir fehlt momentan nur die entsprechende Begleitung...und von der Zeit rede ich dann erst mal gar nicht...
Herzliche Grüße
Bernd