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Argentinien

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mixalhs

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Re: Argentinien

BeitragSo 18. Mai 2014, 22:18

Eine Enttäuschung heute der 2010er Corbec, eine Cuvée aus Corvina (bekannt aus dem Veneto, wo sie mit Molinara und Rondinella zu Valpolicella und Amarone verschnitten wird) und Malbec, beide in Argentinien in Lagen um 1000 m ü NN angebaut. Ein Projekt des bekannten Hauses Masi aus Gargagnano di Valpolicella. Der Wein war DIE Entdeckung für mich, als ich bei einem Gardaseeurlaub neben meinen Favoriten Tedeschi und La Prendina auch mal Masi besuchte: eigenständig und eine äußerst gelungene Verbindung der beiden Rebsorten, schon tief und schwer, aber komplex und nicht plump. Die 6 oder 12 Flaschen, die ich damals kaufte, sind seit mindestens sechs/sieben Jahren ausgetrunken.

Und jetzt dies:
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wernerat

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Re: Argentinien

BeitragDi 30. Sep 2014, 16:24

Ebenfalls aus der Region Mendoza hatte ich am vergangenen Wochenende die Puro Reihe von Dieter Meier getestet. Der Puro Corte d´Oro hat mich hier besonders überzeugt. Ein wirklich klasse und kräftiger Wein aus hauptsächlich Malbec Trauben. Zufällig bin ich heute auch im Netz über ein Interview mit dem ursprünglich Schweizer Winzer Dieter Meier gestolpert, ein absolut klasse Typ. Kann das Video nur empfehlen für weitere Infos zu den Weinen und dem Weingut, ist bei youtube aufrufbar. Weitere interessante Informationen zu den Puro Weinen und der Bodega habe ich hier gefunden: [kommerzieller Link wurde entfernt]

Liebe Grüße,

Werner
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olifant

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Re: Argentinien

BeitragMo 20. Apr 2015, 10:55

... am WE im Glas ...

PURO Corte 2009 Malbec/Cabernet, Puro Wines (Dieter Meier) - Mendoza, biologischer Weinbau

dunkles Granatrot mit violettem Einschlag; dichte fruchtig aromatische Nase mit Pflaume, Schwarzer Johannisbeere, Brommbeere und einem Tick Vanille/Kokos; am Gaumen kräftig und aromatisch intensiv/dicht mit satter blau-schwarzer Frucht korrespondierend zur Nase, dazu sehr gut eingebundene, keineswegs dominante Barriquenoten (wieder analog zur Nase) mit etwas oriental. Gewürzen (ist da auch Cabernet Franc im Spiel?) und als würde das nicht reichen eine gewisse Mineralik in der Basis, füllige samtige Tannine, die Fülle abgefangen mit der richtigen Dosis Säure, sehr harmonisch und hedonistsich, am 2. Tag tritt die Frucht zugunsten von mehr Tiefe etwas zurück; langer von satter Frucht und samtigem Tannin dominierter harmonischer Abgang - 17-17,5/20 op

Für ca. 10 € (damalig) ist der Wein nur zu empfehlen. Tolle Frucht, die jedoch nie aufdringlich-jungfruchtig wirkt, sondern einfach hedonistisch - man schmeckt das perfekte Ausgangsmaterial. hat sicher auch noch gewisses Potential für etwas mehr Reife.
Grüsse

Ralf
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Zürcher

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Re: Argentinien

BeitragSa 10. Okt 2015, 10:35

Zürcher hat geschrieben:
Zürcher hat geschrieben:Hallo zusammen,

So, trotz all dem Leid in der Welt eine kurze VKN zu einem Wein, der tipptopp war:

Finca Decero, Remolinos Vineyards, Petit Verdot, 2006

zu saltin bocca und Spargel Risotto einen hervorragenden Argentinier genossen: In der Farbe dunkelrubinrot. In der Nase zurückhaltend, vielleicht florale Noten. Am Gaumen jedoch festes Tanningerüst, gute Säure, mittellanger Abgang. Ledrige, würzige Noten im Vordergrund. Bissfest. Alkohol gut eingebunden. Der Wein trumpft am Gaumen und im Nachhall. Ausserdem im Qualitätseindruck. Ich gebe ihm deshalb 50 + 5 + 9 + 17 + 8 = 89+/100 Punkten. Ich glaub der wird noch besser. Sowieso spannend, 100% petit verdot.

Grüsse aus Zürich,
Sacha


Hallo zusammen,

2 1/2 Jahre später präsentiert sich der Wein in Höchstform! Ich weiss nicht, was mich dannzumal so kritisch bewerten liess. Gestern abend war er 95/100 Punkte wert. Diese schöne, präsente Frucht und der lange und komplexe Abgang überraschten mich sehr. Der Wein zeigt keine Alterungserscheinungen. Mag sein, dass die Tannine weicher geworden sind und die Frucht nun im Vordergrund steht.

Grüsse aus Adliswil,
Sacha


Gestern abend und nur so aus der Erinnerung war die zweitletzte Flasche an der Reihe: Immer noch jugendlich und mit viel Frucht. Jetzt - auf meinem momentanen Pinot-trip - empfinde ich ihn schon als ein rechter Brummer. Passte aber sehr gut zur Rindshuft. Der hat immer noch Lagerpotential. Vielleicht sind mir heute etwas subtilere Weine lieber, kann aber dennoch meine letzte Bewertung nachvollziehen.
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Desmirail

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Re: Argentinien

BeitragDi 26. Sep 2017, 14:19

Panamera hat geschrieben:Fruchtiger Duft, frisch und dennoch gehaltvoll. Etwas Pfirsich und Limette in der Nase, im Gaumen sogar noch mehr davon. Guter Körper, fast schon cremig mit ganz wenig Caramel, etwas Nuss aber immer frisch und fruchtig. Gegen Ende etwas holzig und mineralisch, leichte Mangonoten kommen dazu. Frucht und gehaltvolle Struktur bleibt. Toller Nachhall, sehr schön! Wunderbar zu hellem Fleisch, geräuchtertem Fisch oder einfach nur zum so geniessen.



Hallo in die Runde,

am WE war unter anderem auch ein Catena Alta 2010 - Chardonnay im Glas und ich kann dem User @Panamera nur beipflichten. Der Wein ist ein sehr schöner Wein, der jetzt, nach 7 Jahren, für mich beginnt seinen Höhepunkt zu erreichen. Schätze noch gut 4 - 6 Jahre trinkbar. Jetzt wirklich gut.

Gute 93 MDP :!:
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Deep And House
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Jochen R.

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Re: Argentinien

BeitragSa 13. Jun 2020, 09:55

Mir hat der Clos de los Siete 2008 jung so um 2012/13 immer
sehr gut gefallen - trotz seiner zugegebenermaßen üppigen,
schnell satt machenden Art.
Die vorletzte Flasche 2016 war dann weniger überzeugend, um so
überraschter war ich gestern Abend. Der Wein hat an Fett verloren
und präsentierte sich trinkig mit frischer Säure, toller Frucht
(Kirschen und Cassis) und feinen Reifenoten.
Einwandfrei zum besten Steak, das mir bisher dieses Jahr auf den
Teller kam. So 87/88 P. und kam auch bei der eher wenig Wein-
affinen Runde gut an. Für damals rund 13 EUR top PLV.

Viele Grüße,
Jochen

Desmirail hat geschrieben:
Desmirail hat geschrieben:
Frankie Wilberforce hat geschrieben:Gestern Abend hatt ich einen Clos de los Siete 2006 by Michel Rolland im Glas.



Hatte gestern den 2008er im Glas.




Auge: sattlilarot

Nase: nach süßem, warmen Motorenöl, Märklin-Eisenbahn, Fett, Vanille, Kokos, Streuselkuchen, nach Konditorei.

Gaumen: irgendwie Frucht, Schmalz, Kaffee, herb, dunkle Schokolade, Kakao, rund adstringierend, etwas austrocknend, mächtig.


Für mich völlig übervinifiziert!

85 MDP -> lagern bis 2015 oder austrinken.



Nach einiger Zeit war ich mal wieder auf der Seite von René und siehe da, eine Verkostung von ihm zum o.g. Wein.

Auf der Webseite runter scrollen, dann kommt der Bericht.

Weingabriel

Er sieht den Wein scheinbar völlig anders. :roll:
Belgrave ist nichts für Unschuldige
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austria_traveller

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Re: Argentinien

BeitragFr 18. Dez 2020, 11:04

Hallo Forum,
ich habe zu Hause eine Einzelflasche Clos de los Siete 2017 herumstehen.
Natürlich habe ich die Kommentare hier im Forum und natürlich auch in diesem Thread gelesen; allerdings ging es da ja eher um Weine älteren Jahrgangs, so daß ich nicht sicher sein kann, ob sich nicht die Vinifikation geändert hat.
Deshalb meine Frage ans Forum: Jung trinken oder 10 Jahre aufheben ?
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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Herr S.

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Re: Argentinien

BeitragMo 24. Mai 2021, 15:06

Moin,

zuletzt kam folgende Wuchtbrumme ins Glas:

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Schon saulecker mit ausreichend Frische durch die feine Säure. Den würde ich gerne mal gereift trinken.

Viele Grüße,
Björn
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"Not that we needed all that for the trip, but once you get locked into a serious drug-collection, the tendency is to push it as far as you can." (Hunter S. Thompson, Fear and Loathing in Las Vegas)
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Hasi

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Re: Argentinien

BeitragMi 26. Mai 2021, 17:26

Wir hatten dieser Tage den „FELINO” Cab Sauv aus 2017 von Vina Cobos & Paul Hobbs aus Mendoza in den Gläsern. Welch feiner Tropfen!

Hasi
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pessac-léognan

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Re: Argentinien

BeitragFr 2. Jul 2021, 17:05

Catena Zapata Malbec Nicasia Vineyard La Consulta 2011 14% alc.
P&P bei knapp 15°
Der Wein ist jetzt, zehnjährig, auf dem Höhepunkt, auf dem er sich wohl noch mindestens 5 Jahre halten wird
Tief dunkelviolette Farbe
Nase: wunderbar schwarzfruchtig: Brombeeren, schwarze Kirschen, außerdem exotische Hölzer
Gaumen: extrem vielschichtig, auch wieder schwarze Beeren, besonders Brombeeren, dann schwarze Kirsche, Gewürze wie Anis étoilé, wieder ganz fein exotische Hölzer, dann auch Partagas, bester schwarzer Kaffee, sehr dunkle und kaum süße Schokolade, verbunden mit feiner Zeder. All das trägt in einen sehr langen Abgang, der minutenlang nachhallt.
Nicht der geringste Alkoholüberhang ist spürbar.
Ein grandioser Wein und der mit Abstand beste Malbec, den ich je im Glas hatte.
Verdiente 96 Punkte
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