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Kalifornien

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EThC

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Re: Kalifornien

BeitragMo 23. Aug 2021, 18:01

UlliB hat geschrieben:Woran man sieht, dass die Distanz weniger wichtig ist als das Transportmittel, und selbst ein Transport großer Mengen von Flaschen über sehr weite Distanzen (wie aus Kalifornien) nicht notwendigerweise einen größeren CO2-Fußabdruck hinterlässt als die Beschaffung gleicher Mengen innerhalb von Europa.
...da hast Du schon recht, im Mai gekaufte Äpfel sind CO2-mäßig aus NZ ja auch weniger böse als solche aus Südtirol, die Monate lang im Kühlhaus lagen. Aber mit meiner Frage hatte ich gar nicht in erster Linie die CO2-Problematik im Hirn, sondern habe mich nur generell gefragt, worin der Sinn liegt, ein solch gesichtsloses Produkt durch die ganze Welt zu befördern. Nur daß dann im Supermarkt aus möglichst allen Regionen verschiedene, aber in der Regel gleich belanglose Weinchen stehen? Wenn in der Vielfalt nur noch die Einfalt liegt, ist aus meiner Sicht was schief gelaufen...
Viele Grüße
Erich


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UlliB

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Re: Kalifornien

BeitragMo 23. Aug 2021, 19:29

EThC hat geschrieben: Aber mit meiner Frage hatte ich gar nicht in erster Linie die CO2-Problematik im Hirn, sondern habe mich nur generell gefragt, worin der Sinn liegt, ein solch gesichtsloses Produkt durch die ganze Welt zu befördern. Nur daß dann im Supermarkt aus möglichst allen Regionen verschiedene, aber in der Regel gleich belanglose Weinchen stehen?

Dazu müsste man deren Einkaufspolitik kennen... ob die nun den Wein eingekauft haben, weil er aus Kalifornien kommt, oder sie nur einen "Pinot grigio" brauchten und der gerade mal günstig zu haben war? Gerade Pinot grigio ist ja inzwischen zu einem generischen Produkt geworden, bei dem die Herkunft völlig sekundär zu sein scheint. Ich hatte kürzliche einen Grauburgunder aus der Pfalz im Glas, der auf dem Frontetikett als "Pinot grigio" deklariert war, und ich habe auch schon welche aus Slowenien, Kroatien und Moldawien (!) gesehen. Wahrscheinlich kommt hier bald der erste aus China an...
Wenn in der Vielfalt nur noch die Einfalt liegt, ist aus meiner Sicht was schief gelaufen...
Aus Sicht eines Weinnerds ist das sicher so. Aber was hier bei Diskussionen über Supermarkt- und Discounterweine (und damit verbundene Erscheinungen wie Luca Maroni) regelmäßig ausgeblendet wird: die Käufer sind mit dem, was sie da kaufen, offensichtlich völlig zufrieden. Sonst würden sie es ja nicht wieder kaufen, und der Handel würde daraufhin seine Einkaufspolitik ratzfatz ändern. Was nicht läuft, wird delistet.

Gruß
Ulli
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EThC

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Re: Kalifornien

BeitragMo 23. Aug 2021, 21:28

UlliB hat geschrieben:Aber was hier bei Diskussionen über Supermarkt- und Discounterweine (und damit verbundene Erscheinungen wie Luca Maroni) regelmäßig ausgeblendet wird: die Käufer sind mit dem, was sie da kaufen, offensichtlich völlig zufrieden.
...das deckt sich auch mit meiner Wahrnehmung. Dennoch stellt sich mir die Frage der Sinnhaftigkeit. Aber das ist nicht nicht nur bei den (Massen-) Weinen so, wozu braucht im Supermarkt 20 (nicht übertrieben!) verschiedene Sorten von passierten Tomaten?
Viele Grüße
Erich


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Moselaner

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Re: Kalifornien

BeitragDi 7. Sep 2021, 23:18

Hallo!

Gestern gab es noch den
Matthiasson: Linda Vista Chardonnay 2018

Ganztraubenpressung, Spontanvergährung in gebrauchten Holzfässern, minimale Batonage, keine Schönung oder Stabilisierung, 12% Alkohol.
2018 muss im Napa Valley ein „kühles“ Jahr gewesen sein, oder der Winzer hat viel richtig gemacht und strebt eine solche Stilistik an.
Die Nase mit Popcorn, Butter und Banane lies anderes erwarten. Im Mund hatte der Wein dann mit Luft und im großen Glas überraschenderweise eine pulsierende Frische, Zitrusaromen und Mineralität. Das Holz mit Luft schon sehr passend, weiterhin Aromen von grünen Birnen.
Für Eleganztrinker sehr guter und spannender Chardonnay, 92 Punkte.

Viele Grüße
Patrick
Wo aber der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens.
Euripides
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