David Schildknecht - German Vintage 2010

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BerlinKitchen
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Registriert: Di 23. Nov 2010, 20:21

David Schildknecht - German Vintage 2010

Beitrag von BerlinKitchen »

Hier ein paar Anmerkungen von David Schildknecht/WA zum dt. Jahrgang 2010 am Freitag im Parker-Board:

For any tuning into this thread for information on 2010 I'd just like to repeat the "big picture" scenario I posted already months ago. There are two things that can be stated with total confidence about 2010 even before one starts tasting any wine (and I shall as usual not start tasting the new vintage until I arrive in Germany sometime at the end of the summer), things that unfortunately conflict with one another for all of us as consumers:

1) The crop is among the smallest in many years, so the wines will sell out quickly (at least, ex cellar).

2) Due to the extreme conditions - in particular ...

a) the extremely late harvest

b) the enormously high acidity and for most growers consequent de-acidification of at least some wines according to any number of quite different scenarios

b) the botrytis wild card (there having been a lot of rot, expecially at the end)

it will inevitably be later in the calendar year before one can determine which wines have most successfully met the challenges of a unprecedented (or nearly so) vintage, and what tastes disjointed (or excellent) in Spring stands a higher-than-usual likelihood of tasting harmonious (or disjointed) by the end of the Summer.

A wine picked in November is after all around 20% younger in mid Spring than one picked in accord with the last quarter-century's norms, independent of what sort of wine it is.

Wines with extreme acidity generally need more time on the lees and more time in bottle to settle down. On the other hand, wines that have been de-acidified not only can sometimes have periods of early disharmony*; they can also sometimes be flattering early on and start tasting flat or disjointed later.

And the "wild card" is just that. In addition to which, high sugars, botryits, and low pH all inhibit fermentation.

* This could be observed with 2010 Austrian whites - which I just finished tasting and on which I'll be writing up my notes next month - in those instances where some lots were allowed to go through malo and then blended back as a means of moderating acidity. It takes time when two or more quite different lots are being married in this way before you know whether the consequences will be entirely happy. That said, I expect the percentage of German Riesling growers who elected a 2010 scenario involving malo-lactic fermentation to be smaller than that among Austrians.



Grüße aus Berlin,
Martin Zwick
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Neuppy
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Re: David Schildknecht - German Vintage 2010

Beitrag von Neuppy »

Hallo,
weiß jemand, warum SChildknecht eigentlich nicht wie üblich auch die Pfalz bewertet hat? Kommt das noch, oder hat ihm der 2010er so wenig Spaß gemacht?
Das Bild, dass er so vom 2010er zeichnet ist unvollständig und schlichtweg auf falsch.

Grüße Peter
Harper
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Re: David Schildknecht - German Vintage 2010

Beitrag von Harper »

Gibt es irgendjemanden, der dieses Blabla ernst nimmt? Was wissen die Leute denn mehr? Nichts. Haben sie einen anderen Mund? Nein! Spielen sie sich gnadenlos auf? Unbedingt! Es gibt Leute, die glauben daran, dass Parker, Schildknecht und co. einen besonders erhabenen Gaumen haben. Das ist bei einer der Grundkonstanten wie dem Geschmackssinn totaler Humbug. Millionen Menschen mit gesunden Papillen schmecken genau so gut und Zehntausende mit Erfahrung ordnen ebenso gut ein. Ich persönlich habe absolut genug von diesen selbsternannten Geschmackspäpsten.

Beste Grüße
Harper
BuschWein
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Re: David Schildknecht - German Vintage 2010

Beitrag von BuschWein »

@Harper, es gibt aber schlicht Menschen, die einfach mehr Möglichkeit haben verschiedene Weine zu probieren und mit dieser Möglichkeit haben sie auch eher die Möglichkeit allgemein gültige Aussagen zu Jahrgang und Regionen zu machen. Und wer mehr Erfahrung hat kann auch mehr schmecken, Deine Aussage, dass Millionen von Menschen mit gesunden Papillen alle genauso gut schmecken ist schlicht falsch.
Armin
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dyingromeo
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Re: David Schildknecht - German Vintage 2010

Beitrag von dyingromeo »

Hallo Harper,

ich hatte einmal das Vergnügen zusammen mit Schildknecht an einer kleinen Probe teilzunehmen und konnte seine Statements zu den verkosteten Weine sehr gut nachvollziehen. Jancis war auch dabei. Hier ist es mir damals etwas schwerer gefallen ihre Kommentare einzuordnen...da fehlte mir persönlich etwas der "rote Faden"...vielleicht scheint bei ihr einfach aber auch noch mehr persönlicher Geschmack und Vorliebe durch!
Anyway...Schildknecht hat einen Fundus an Wissen über Deutschen Wein, der mir so bislang nur 1-2 Mal begegnet ist...er kannte zu fast jedem (blind verkosteten und im Vorfeld unbekannten) Wein bodenbeschaffenheiten, Klima und Besonderheit des Jahrgangs und Änderungen in der Vinifikation....beeindruckend und mit einer wirklich nachvollziehbaren Konstanz! Chapeau!

Von daher: Ernst nehmen? Uneingeschränkt JA!
Ob es meinem Gaumen taugt? Oft...aber nicht immer... ;)
weinfreudige Grüße
Christian

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