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Kleine Probe zum Fondue

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maha

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Kleine Probe zum Fondue

BeitragSa 23. Okt 2021, 21:41

Hallo zusammen,

Das Wetter lädt wieder zum Käsefondue ein.
Zusammen mit ein paar guten Freunden haben wir dazu ein paar Flaschen aufgezogen. Weils so nett und gesellig war, hab ich keine Notizen gemacht. Aus dem Kopf:

Luckert Maustal 2015
Schöner Trinkzeitpunkt. Leicht angereifte Frucht mit mürbem Apfel. Schöne Säure und Komplexität. Ich finde Silvaner generell sehr passend zum Fondue. Dieser hier passte mehr als perfekt. Danke Dirk!

Keller Chardonnay Reserve 2019
Ich habe 2 Flaschen zugeteilt bekommen, die zweite wird erst in mindestens 5 Jahren geöffnet. Ich schieb es mal auf ein SEHR ungünstiges Trink-Stadium. Pnp gibt er gar nix Preis. Annähernd kein Bouquet. Mit Luft etwas Jod und ein paar Kräuter, aber immer noch sehr zurückhaltend. Auch im Mund passiert hier nicht viel. Später ist das zumindest als Chardonnay erkennbar, aber das wars auch schon. In dem Zustand: Don‘t believe the hype.
Mich würden Erfahrungen anderer sehr interessieren

Rebholz, Pinot vom Muschelkalk 2016
„Deutsche“ Stilistik Erdbeere und etwas Pflaume, Kräuter und Blumen in der Nase, Kirsche und etwas Zwetschge auch im Mund. Mundwässernde Säure, ganz leichte Adstringenz, schöne Länge. Das ist schon sehr nett.

Dagegen trinken wir einen

Peter Wagner, Henkenberg Oberrotweil Spätburgunder 2018
Ganz andere Stilistik. Etwas Funky mit dunklerer Beerenfrucht, Räucherspeck und kalte Asche. Frische Säure, man merkt die 2 Jahre Unterschied. Für mich im Vergleich der etwas spannendere Wein. Mag auch daran liegen dass mir diese „deutsche“ Pinot Stilistik nicht so liegt. Aber die beiden Weine sind schwer zu vergleichen. Beide auf Ihre Art sehr schön, aber der Henkenberg eben mit anderen Aromen.

Als Nachtisch gibt es Solo noch
Chateau Lagrange, St. Julien 2010
Auch dieser Wein singt. Dunkle, fast schwarze Frucht, ausladend ohne große Belüftung. Jetzt schon ein Nasentier. Nach den etwas filigraneren Pinots ist das natürlich ein ganz anderer Schnack. Voller Körper, betörende Frucht, die Tannine noch zupackend aber ohne drauf rumkauen zu müssen. Viel Extrakt und schöne Länge.
Ein Bilderbuch St. Julien der jetzt ins Trinkfenster kommt. Wer davon hat darf sich getrost dran trauen.

BTW, to whom it may concern, das Fondue war ein klassisches Moité Moité (Vacherin Fribourg und Gruyère) gepimped mit etwas Appenzeller. In einem Caquelon kam noch Trüffel dazu.
Als Wein in der Mischung hab ich den Rest des Seckingers Chardonnay Pure 2020 genommen, der mir zum Solo trinken am Vorabend zu „anstrengend“ war. Die etwas spitze Säure machte sich im Fondue hervorragend.

Gruss
Marko
Der schönste Sport ist der Weintransport!

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