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Dies & Jenes - Proben querbeet

Berichte von Verkostungen mit Weinen aus mehreren Ländern/Regionen (sonst bitte im Länderforum einstellen)
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amateur des vins

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Re: Dies & Jenes - Proben querbeet

BeitragSo 3. Apr 2022, 16:17

stollinger hat geschrieben:Ich habe schon vor, wieder regelmäßiger zu schreiben
Würde mich jedenfalls sehr freuen. :)
Meine teils streßgetriggerte Unlustphase ist auch noch am Abklingen...
Besten Gruß, Karsten
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maha

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Re: Dies & Jenes - Proben querbeet

BeitragMi 27. Apr 2022, 11:27

Letztes Wochenende hatten wir seit langem mal wieder eine Live-und-in-Persona-Verkostung.
Thema war wieder mal Bring your own Best Bottle und es war großartig. Wir hatten dazu extremes Flaschenglück
Alle Weine kamen blind ins Gabriel Standard

Begonnen haben wir mit einem Schampus als Apero:

Charles Dufour, Bulles de Comptoir, Tchin-Tchin #10, Extra Brut
60% Pinot Noir, 30% Chardonnay, 10% Pinot Blanc, Jahrgang: 2019 + 20% Réserve Perpétuelle 2010-2018
Tirage: November 2020, Dégorgement: Januar 2022
Etwas reduktiv, was ich bei Champagner bisher so noch nicht hatte. Straff, ganz leicht hefig / brotig. Sehr frisch und mit extrem wenig Trinkwiderstand ausgestattet. Sehr sehr gut

Weiter ging es in der Reihenfolge:

Carsten Saalwächter, Chardonnay -R-, 2017
Dass ich ein großer Fan von Carsten und seinen Weinen bin, brauch ich glaube ich nicht mehr zu erwähnen. Ich helfe Carsten derzeit etwas auf dem Weingut (am Fr. wird wieder gefüllt) und bin somit auch etwas voreingenommen was die Weine angeht
Diesen habe ich blind auch erkannt. Immer noch etwas flintig / feuersteinig in der Nase. Als Chardonnay durchaus zu erkennen, etwas gelbe Frucht und florale Noten. Dazu diese feine Kräuter-Würze. Straff, lang und sehr fokussiert. Geiler Wein!

Seckinger, Solera in Paradise, 2019/2020
Ich bin mir nicht sicher ob ich dazu schon mal was geschrieben hab (und jetzt auch zu faul um nachzuschauen). Ein Weißburgunder der – soweit ich weiß, bitte nicht drauf festnageln – in der Gärung steckengeblieben ist, und dann im Solera Verfahren mit dem nächsten Jahrgang aufgefüllt wurde. Deutlich als Natural zu erkennen, trübe Farbe, leicht hefig nach Apfelmost. Frische Säure, wenig Frucht, wenn dann etwas Birne. Leicht adstringierend, schöne Länge.

Peter Jakob Kühn, Riesling -R- trocken, 2013
Was für ein Hammer Riesling. Top auf den Punkt gereift, springt sofort in die Nase mit einem enorm komplexen Geruchsprofil. Kräuter, Pfirsich, etwas Petrol, aber ganz dezent. Im Mund füllig und leicht ölig im Mundgefühl. Auch hier kräuterwürzig, komplex und eeewig lang. Spitzen Wein!

Nuit St. George, Murgers, Marcel Amance & Cie, 1974
Ein in Würde gereifter Burgunder, schon deutlich tertiär, aber durchaus noch sehr schön trinkbar. In dem Alter ist es immer schwierig blind zu erraten was das sein könnte. Auf Burgund kam ich letztendlich nicht.

Stachel, Kirchenstück Cabernet Sauvignon, 2013
Unser Tischwein zum Essen. Sehr expressive Cabernet Nase, trotz des Alters noch sehr wuchtig aber dennoch nicht überdimensioniert. Dunkle Schokolade und etwas Salmiak, feine Frucht und gute Säure. Begleitete das Essen hervorragend

Capanna, Brunello di Montalcino Riserva, 1982
Ein Großteil der Runde war sofort bei Sangiovese, ich stocherte noch im Bordeaux rum :-D. Was für ein schöner Wein. Die Reife hat ihm bei weitem nicht geschadet. Wunderschöne Kirsche, gepaart mit etwas Leder und Zigarrenkiste. Fleischige Frucht und etwas Rost. Auch die Reste konnte ich am nächsten Tag noch mit Genuss nachverkosten.

Eine schöne Überraschung war:
Bersano, Barbera d’Asti Superiore, 1975
Hier stocherten alle ein wenig im Nebel. Wir einigten uns dann zum Schluss darauf dass es auch Nord-Rhone hätte sein können. Auf Barbera kam dann aber keiner. Auch das war überraschend frisch für das Alter. Da waren schon ein paar Tertiär Aromen, aber dahinter noch eine schöne Struktur.

Pontet Canet, 2003
Hier ging es wieder directly in your face. 2003 als Hitzejahrgang merkt man hier schon etwas, aber trotz des etwas likörigen Eindrucks auch eine Säure die das Ganze etwas pufferte. Expressive Sekundär-Frucht ist da auch noch reichlich vorhanden, sowie ein sehr schöner Nachhall und die Pauillac typische Schiefer Mineralität. Kann durchaus noch ein paar Jahre!

Pichon Comtesse, 1959
Als ich einige Stunden vorher den Bröselkork aus der Flasche operierte, wurde mir schon Angst und Bange dass sich der Inhalt auch in Wohlgefallen auflösen würde. Die Sorge wurde nicht kleiner als ich aufgrund der Korkbrösel die alte Dame behutsam karaffierte, in der Hoffnung es würde Ihr nicht schaden.
Und es kam gut, und wie gut! Mein persönlicher WOTN. Wunderschöne Nase, ja schon etwas tertiär, Rosine, gekochte Blaubeere und Schwarzbrot waren meine Assoziationen. Bezaubernd im Mund und lang im Abgang. Mag sein dass ich auch hier etwas biased bin, aufgrund meiner langjährigen Zuneigung zur Comtesse, aber das war wirklich großartig!

Chateau Musar, Libanon, 2000
Die erste Flasche aus der Kiste war leider schon dem Oxi-Tod zum Opfer gefallen, deswegen öffnete ich am Tag davor diese Konterfalsche um erleichtert festzustellen dass diese top in Schuss war. Da die Flasche noch fast voll war, haben wir sie kurzerhand (nicht blind) in die Probe geschmissen. Passte thematisch auch ganz gut mach den beiden BDX.
Dieser hier war aufgrund des Cinsault and Carignan schon etwas exotischer. 22 Jahre haben dem Wein nicht geschadet. Man spürt sie schon, aber das ist noch sehr schön zu trinken. Etwas würziger als die reinen BDX-Blemds. Musar ist für mich immer ein klasse Wert! Für unter 40 EUR ist das immer ein heißer Kandidat um als Pirat den einen oder anderen BDX zu versägen.

Den Abschluss machte eine
Knipser, Cuvée XR, 2007
Das war blind sofort als deutscher Rotwein zu erkennen. Ich war zwar erst bei Pinot, mit etwas Luft ging das dann schon als BDX Blend durch. Dieser hier Merlot (60%) und Cabernet Sauvignon (40%) Und das hatte für mich eben diesen typisch deutschen Twist, den ich nicht so ganz beschreiben kann, aber eben für mich recht charakteristisch ist. Bleistift, dunkle Schokolade, Vanille (Holz) und etwas Rosmarin. Sehr expressiv und auch noch die beiden Tage danach mit Genuss zu trinken.

Vielen Dank an alle für diesen herrlich kurzweiligen und genussvollen Abend!
Gruss
Marko
Der schönste Sport ist der Weintransport!
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Michl

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Re: Dies & Jenes - Proben querbeet

BeitragFr 13. Mai 2022, 20:40

Alex hat Carsten und mich eingeladen, den Chardonnay R von Rudolf Fürst (bzw. seinem Sohn) aus 2019 zu verkosten.
Ich wollte mir den Wein angesichts der Preiserhöhung nicht mehr leisten, obwohl mir der 16er ungemein gefallen hat. Umso dankbarer war ich für sein Angebot!
Im Austausch über mögliche Vergleichspartner haben wir uns schließlich entschlossen, zwei weitere Spitzenweine gegenüberzustellen, die nach meinem Gefühl auch das Spitzentrio deutscher Chardonnays ausmachen (obwohl diesen Status auch einige andere Weine bzw. Weingüter infragestellen könnten): Friedrich Beckers Mineral aus 2015 und Hubers Schlossberg aus 2014.
Problematisch könnte diese Probe sein, da ein junger Wein auf zwei Gewächse trifft, die jetzt in die - für mich - beste Trinkphase kommen dürften. Aber egal, es sollte ja um den Genuss gehen…
Abgerundet wurde die Probe durch einen Piraten, von dem ich selbst noch nicht weiß, wer es ist bzw. von wem der Wein stammt. Alex wird aufklären.
Problematisch ist die Probe jedoch auch insofern, als man mit dem Postweg immer 2 Tage mit „seinem“ Wein voraus ist und am 3. Tag kann sich ein Wein dann schon anders präsentieren, wenn er in einer Flasche liegt, aus der 2/3 schon weg sind, so auch in diesem Fall…
Was kann ich jetzt zu den Weinen sagen?

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Bild

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Pirat::

Hat etwas Kohlensäure und zeigt leichten Hefeflor, wirkt spontig und naturweinig in der Nase, Nach der Nase hätte ich auf Seckinger Chardonnay Pure getippt, hoffe mich aber zu täuschen, denn den mag ich nicht. Das ist übrigens einer der wenigen Weine, bei dem mein Geschmack deutlich von Alex oder anderen Foristen abweicht. Ich kann dem Wein nichts abgewinnen.
Im Mund dann die typische Aromatik nach leerer Blechdose, die ich bei Naturweinen nicht mag. Besser als ich den Seckinger erinnere, aber vielleicht ist es das Flagschiff des Weingutes, den stilistisch bleibt alles sehr nahe daran. Säure ist ziemlich sperrig.
Überzeugt mich das? Nein! Ist es spannend?, Ja! Aber ich mag das einfach nicht wirklich… hier mag ich aber die Banause sein. Auffällig ist auch, dass nach diesem Wein, der Zugang zu den anderen erst einmal verstellt ist… Ich brauche etwas Brot, Wasser und eine Pause…

Was ist das Zwischenfazit?

Die deutsche Chardonnay-Welt ist vielschichtig. Nur die dicken, zähen Tropfen fehlen hier, aber das ist eben auch nicht Sache der Top-Qualitäten.
Ein Vergleich mit burgundischen Chardonnays macht keinen Sinn, hier gilt es eigene Qualitäten zu entdecken, und diese zeigen alle Weine auf ihre eigene herausragende Weise.
Insbesondere Huber flasht mich völlig. In letzter Zeit konnte man ja den Eindruck gewinnen, dass bei manchen ein gewisser Schwanengesang auf die Weine, die unter Julian Huber erzeugt wurden, eingesetzt hat. Wie falsch das ist, zeigt dieser Schlossberg, der Erstlingswein von Julian Huber. Ich kann mich noch genau an die Stimmen aus Wiesbaden erinnern, die sich damals bei der Jahrgangspräsentation in einer Mischung aus größter Verwunderung und Begeisterung über den Wein geäußert haben. Und wie Recht sie doch behalten sollten. Dieser Wein zählt zu den größten Weinen, die ich je im Glas hatte, und ist der beste Chardonnay, der mir bisher untergekommen ist. Für mich klar besser als 2013, dem ich 95 P gegeben habe, also 96 P. Absolut mindblowing und jede Suche wert, aber mittlerweile leider nur mehr zu einem Vielfachen des früheren Verkaufspreises zu bekommen. Schön, dass ich das noch erleben durfte. Jetzt ist es für mich aus finanziellen Gründen vorbei damit…

Meine heimliche Liebe ist jedoch der Wein von Fürst. Dieser feminine und leise Art ist genau meines, dahinter verbirgt sich jedoch eine Tiefgründigkeit und Leichtigkeit, die nur die besten Weine zeigen. Wäre der Wein ein Mensch, dann wollte ich so jemandem zum Freund haben.
Viele Grüße

Michl
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Philst

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Re: Dies & Jenes - Proben querbeet

BeitragFr 13. Mai 2022, 21:05

Hallo Michl,

Vielen Dank für diese tolle Beschreibung.

Beruflich befasse ich mich derzeit oft mit dem Schreiben von Reden. Ich werde aber nie in der Lage sein, einen Wein auf eine solch wunderbare Art und Weise zu beschreiben.

Herzliche Grüße

Philipp
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Kle

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Re: Dies & Jenes - Proben querbeet

BeitragFr 13. Mai 2022, 22:49

Hi Michl,

es macht großen Spaß, Deine klaren Standpunkte zu lesen, die noch einmal die eigenen Eindrücke auf die Probe stellen. Mich hat der "Pirat" sofort eingenommen, obwohl ich zuerst nicht verstand, warum Alex ihn in diese Reihe gestellt hat. Denn geruchlich leuchteten bei mir Signale, die auf einen großen Riesling schließen ließen. Das legte sich bald. Kohlensäure, Hefe etc schmeckte ich nicht und mein Verdacht ist, dass sich die Weine auf Reisen unterschiedlich entwickelten. Ich staunte über die sehr feine, kalkig-mineralische Nase, in die sich bald gelbe Blüten, Aprikose, Quitte, eine leicht seifige Anmutung und Noten mischten, die ich nur auf Holzausbau rückführen kann. Das ist alles ziemlich grandios und wird akzentuiert von einer ätherischen Schärfe, die mich weit wegführte von meinen herkömmlichen Chardonnay-Erlebnissen. Ich schmecke das Aroma dieser Rebsorte "pur" nicht so gern. Bei diesem Wein zeigt sie sich sublim und eingebunden.
Im Mund eine wunderbare Säure, scharfe Gräser, cremig, leichte Nussnote, Apfel, Mandarine. Langer Nachhall, wieder etwas seifig, etwas Koriander, weißer Pfirsich, griffige Struktur… Entscheidend aber, wie der Wein sich mit mehr Luftzufuhr fokusiert zu einem edlen Drops, der beim Herumlutschen unaufdringlich verschiedenste Aromen ablöst. Die Fruchtaromen zunehmend opulenter, mit rötlicher und mehliger Note...
Soweit ein erster Zwischenbericht...

Gruß, Kle
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Kle

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Re: Dies & Jenes - Proben querbeet

BeitragFr 13. Mai 2022, 23:33

... und soeben entblößte Alex den Piraten:
Rings: Kalk und Stein 2020; 85% Chardonnay, 15% Weißburgunder, 22 Euro ab Weingut

Ich bin noch in Fürst vertieft...
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Kle

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Re: Dies & Jenes - Proben querbeet

BeitragSa 14. Mai 2022, 00:18

Chardonnay R 2019 von Fürst viel voller in der Nase und auch im Mund als Rings.
Der üppigere, wohligere Wein und doch unfassbar fein.
Etwas Käse. Chardonnay-Süße. Fein blumig im Mund.
Das Gefühl einer zunehmenden Verdichtung krautiger Aromen.
Enormer Extrakt, geschliffen und assoziationsreich.
Rebsortentypisch - ein intensiver Chardonnay, was mir mitunter weniger gefällt. Aber dann…anders als bei Rings ist die Rebsorte hier nicht Würze, sondern Stamm. Daran wächst soviel Schönes, dass der Rebsortengeschmack über alle Zweifel erhaben ist. Soviel Saft, Steinobst, verführerischer Fluss...
Fürst wie ein Berg, auf den man ohne Anstrengung aber mit vollem Körpereinsatz hochklettert, fortwährend kleine Sensationen ertastend.

Gruß, Kle
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Michl

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Re: Dies & Jenes - Proben querbeet

BeitragSa 14. Mai 2022, 11:09

Philipp, freut mich, dass du mit der Beschreibung etwas anfangen konntest.
Für mich sind die Eindrücke anderer gerade deshalb oftmals so gewinnbringend, weil sie mir ermöglichen, einen Wein besser zu verstehen, als ich es alleine täte (ganz abgesehen davon, dass es natürlich sehr unterhaltsam ist, sich über Wein auszutauschen).
Insofern freue ich mich jetzt schon über die Notizen von Alex und die Ergänzungen von Carsten. Vom Rings habe ich noch etwas und werde heute Abend noch einmal testen...
Viele Grüße

Michl
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Michl

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Re: Dies & Jenes - Proben querbeet

BeitragSa 14. Mai 2022, 20:17

Gerade hatte ich den Rest vom Rings im Glas. Heute empfinde ich den Wein als wesentlich harmonischer und bin deutlich näher an deiner Wahrnehmung, Carsten, als an meiner von gestern. Kann mir das nicht recht erklären, vielleicht weil er mich im Kontext der anderen Weine durchaus verstörte, aber letztlich sind Wahrnehmungen, zumindest meine, immer Momentausfnahmen, manchmal kann ich meine eigenen Wahrnehmungen zu einem anderen Zeitpunkt nicht mehr nachvollziehen. Vielleicht schreibt ja Alex auch noch eine VKN, hoffe ich zumindest.
Kamen der Huber und der Fürst jetzt bei dir an? Bitte berichten...
Viele Grüße

Michl
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Kle

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Re: Dies & Jenes - Proben querbeet

BeitragSa 14. Mai 2022, 20:59

Leider sitze ich auf dem Trockenen, Michl, und wahrscheinlich sind nicht einmal der durch einen Kabelbrand lahmgelegte DB-Fernverkehr sowie eine gesperrte Autobahn in Hamburg verantwortlich, sondern die üblichen unerklärlichen Verzögerungen. Die Vorfreude stört das nicht und die anderen Wein wirken noch nach. Bei ihrer Komplexität scheinen mir objektive Abweichungen in unseren Gläser (es gab bei mir faktisch keine Hefeschlieren und Kohlensäure) ebenso natürlich wie die anfänglich sehr weit gestreuten Wahrnehmungen aufgrund gewisser subjektiver Filter, mit denen man die Weine je nach persönlicher Vorliebe/Abneigung durchsucht und definiert. Es ist sehr spannend, aufgrund eurer Eindrücke mal bereitwillig aus dem Korsett ausbrechen zu können, mal nicht. Genug Geschwurbel, Montag wird mein Tag!

Gruß, Kle
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