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Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

Neusiedlersee-Hügelland, Neusiedlersee, Mittelburgenland, Südburgenland
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amateur des vins

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Re: Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

BeitragMo 23. Jan 2023, 13:24

Ollie hat geschrieben:
amateur des vins hat geschrieben:Wenn die Rebsorte - wie ich behaupte - ziemlich neutral und daher ganz überwiegend ausbaugeprägt ist: Was wären dann Beispiele für Chardonnays, die nicht von sonstwo kommen könnten? /slightlyofftopic
Drehen wir das Argument um und suchen nach der Restmenge: Für welche Rebsorte, die für zumindest "anekdotische Statistik" hinreichend weitverbreitet ist, gilt das nicht?
Na, Du weißt ja, daß ich den Winzereinfluß grundsätzlich für gewichtiger halte als den von {Terroir \ Winzer}. Ich denke aber schon, daß z.B. mit Riesling die Expressionsvarianz durch den Boden, und bei SB die durch das Mikroklima größer sind, als bei Chardonnay.

Hach, endlich wieder fullyoffopic! :mrgreen:
Besten Gruß, Karsten
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amateur des vins

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Re: Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

BeitragSa 4. Feb 2023, 18:17

Ralf wird schon wissen, daß dieser Thread der richtige ist. Er war es, der mich mit seinen Notizen speziell zum Neuburger - einer mir unbekannten Rebsorte - neugierig auf Tinhof machte. Nun ergab es sich aber, daß ein anderer Wein aus dem Portfolio meine erste Begegnung mit dem Weingut ist:

Tinhof, Gloriette 2017
   Blaufränkisch


Das mitteldichte (-) Rot der Robe zeigt nur ganz leichte Purpurtendenz.
In der Nase habe ich vorwiegend dunkle Kirsche, etwas Johannisbeere und eine Spur Blaubeere, gewürzt mit etwas Nadelwald. Der Ausbau in neuen Barriques macht sich in nur sehr dezenten Holz- und Vanillenoten bemerkbar.
Auch am Gaumen ist der Wein "nur" mittelgewichtig, mit wohlbemessener, lebendiger Säure und durchaus kräftigen, aber ultrafeinen Tanninen. Die Aromatik ist ein Abbild der Nase; im Abgang kommt ein wenig Gewürznelke und eine Andeutung von Tabak hinzu.

Das ist ein sehr eleganter, fast transparenter Wein. Obgleich "nur" mittelgewichtig, kommt er dennoch nicht ohne "Oompf". Er ist zugänglich und macht bereits viel Spaß, aber Tannine und Holz werden mit den Jahren die Komplexität nur noch weiter erhöhen.

Toller Wein!

...und danke, Ralf, für den Trigger. Ich habe noch einiges mehr von Tinhof zum Probieren bestellt und werde natürlich berichten.
Besten Gruß, Karsten
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Ralf Gundlach

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Re: Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

BeitragSa 4. Feb 2023, 20:02

amateur des vins hat geschrieben:Ralf wird schon wissen, daß dieser Thread der richtige ist. Er war es, der mich mit seinen Notizen speziell zum Neuburger - einer mir unbekannten Rebsorte - neugierig auf Tinhof machte. Nun ergab es sich aber, daß ein anderer Wein aus dem Portfolio meine erste Begegnung mit dem Weingut ist:

Tinhof, Gloriette 2017
   Blaufränkisch


Das mitteldichte (-) Rot der Robe zeigt nur ganz leichte Purpurtendenz.
In der Nase habe ich vorwiegend dunkle Kirsche, etwas Johannisbeere und eine Spur Blaubeere, gewürzt mit etwas Nadelwald. Der Ausbau in neuen Barriques macht sich in nur sehr dezenten Holz- und Vanillenoten bemerkbar.
Auch am Gaumen ist der Wein "nur" mittelgewichtig, mit wohlbemessener, lebendiger Säure und durchaus kräftigen, aber ultrafeinen Tanninen. Die Aromatik ist ein Abbild der Nase; im Abgang kommt ein wenig Gewürznelke und eine Andeutung von Tabak hinzu.

Das ist ein sehr eleganter, fast transparenter Wein. Obgleich "nur" mittelgewichtig, kommt er dennoch nicht ohne "Oompf". Er ist zugänglich und macht bereits viel Spaß, aber Tannine und Holz werden mit den Jahren die Komplexität nur noch weiter erhöhen.

Toller Wein!

...und danke, Ralf, für den Trigger. Ich habe noch einiges mehr von Tinhof zum Probieren bestellt und werde natürlich berichten.


Hallo Karsten,

gerne! Ich bin mal gespannt, wie dir Neuburger gefällt. Bzgl. Gloriette: das spricht natürlich auch für den Winzer, wenn er bei seinem Flagschiff mehr auf Eleganz und Trinkfreude setzt.

Gruß

Ralf
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